13.12.2016

Landkreis Limburg-Weilburg

Arbeitstreffen der IT

Medienzentrum und IT-Abteilung der Kreisverwaltung, Schulamt und schulische IT-Beauftragte kamen für ein Arbeitstreffen in der Adolf-Reichwein-Schule zusammen Das 1. IT-Beauftragten-Vernetzungstreffen organisierte das Medienzentrum Limburg-Weilburg in der Adolf-Reichwein-Schule.

Alles wird digital
31 Teilnehmer arbeiteten an der Zukunft der schulischen IT-Strukturen und Medienpädagogik in unserem Landkreis. „Alles wird digital”, so mahnte der EU-Kommissar für Digitalisierung, Günther Oettinger, die Limburger Unternehmer auf dem Jahresempfang der IHK. In das gleiche Horn bläst auch das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung). Das BMBF möchte die Finanzen für eine angemessene IT-Ausstattung aller deutschen Schulen zur Verfügung stellen. Um entsprechend vorbereitet zu sein, kommt diese Initiative des Landkreises genau richtig. Auch die Kultusministerkonferenz hat ihre Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ inzwischen verabschiedet und der Öffentlichkeit präsentiert.

Die 4. industrielle Revolution verändert Wirtschaft und Arbeit.
Lernen und Handeln wird digital. Die Digitalisierung verändert Alltag und Arbeitswelt. Der Schulbereich ist Teil der Arbeitswelt 4.0 und die Arbeit der Zukunft ist auf gute Bildung angewiesen. „Leider aber”, so Rainer Wiederstein, Leiter des Medienzentrums Limburg-Weilburg, „müssen die Schulen noch aufholen, um den Anforderungen einer digitalen Gesellschaft gerecht zu werden.” Der digitale Wandel durchdringt mit rasender Geschwindigkeit fast alle Bereiche unseres Lebens - die Welt, die Berufswelt und das Lernen verändern sich dramatisch schnell. Die Innovationszyklen sind schon jetzt in vielen Bereichen der Arbeitswelt schneller als die Ausbildungszyklen.

Die Schule verliert kontinuierlich ihr Bildungs- und Wissensmonopol.
Daher muss sie ihr Selbstverständnis und Ihre Organisationsform neu definieren! Schnelles Internet, WLAN, BYOD (Bring Your Own Device) sind die Schlagworte, mit denen Bundesbildungsministerin Wanka ihren Digitalpakt#D und den Ausbau der IT-Infrastruktur bewirbt. „Allerdings”, so Alexander Schardt, Leiter der IT-Abteilung des Landkreises, „geht es nicht darum, allen Schülerinnen und Schülern ein freies WLAN zur Bespaßung, beispielsweise mit WhatsApp, bereit zu stellen, sondern ein umsetzbares und für die schulische Arbeit leicht anwendbares Nutzungskonzept zu entwickeln. Dabei spielen anfallende Supportkosten und die Sicherheit eine große Rolle!” Gemeinsam mit einigen fachkundigen Lehren aus der Praxis (IT-Beauftragte) und dem Medienzentrum Limburg-Weilburg möchte Alexander Schardt möglichst schnell dieses Konzept entwickeln.

Jeder Mensch braucht eine bestimmte Medienkompetenz, um im eigenen Bildungsprozess vom Bildungspotenzial der Medien optimal zu partizipieren. Um im beruflichen Kontext „up to date“ zu bleiben, ist individuelles, lebenslanges Lernen heute essenziell wichtig. Deshalb stellt sich Florian Kurrle (Training, Beratung, IT-Support im Medienzentrum) die Frage: „Wie stärken wir die Medienkompetenz der Lehrer soweit, dass diese wiederum die Schülerinnen und Schüler zur Medienkompetenz führen können? Für einen selbstreflektierten Umgang spielen Lehrkräfte weiterhin eine wertvolle Rolle, auch für Digital Natives.” Mit dem Projekt Digitale Helden arbeitet das Medienzentrum bereits sehr erfolgreich daran. Bei diesem Projekt werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer AG gemeinsam mit http://digitale-helden.de und begleitet von ein oder zwei Lehrkräften zu Medienscouts ausgebildet. Diese Medientutoren agieren auf der einen Seite als Streitschlichter, auf der anderen Seite halten sie präventive Vorträge vor Schülerinnen und Schülern sowie Eltern. In der hessischen Lehrerausbildung spielt Medienbildung dagegen eine untergeordnete Rolle. Ein Schulfach Medienkunde, wie in Thüringen, gibt es nicht. Genauso wenig gibt es verpflichtende Medienbildungskonzepte für Schulen. Im Bereich der Lehrerfortbildung ist das Medienzentrum des Landkreises bereits sehr aktiv. Hier bietet es diverse Fortbildungen zu E-Learning/Lernplattformen, E-Portfolio, Lernsoftware, pädagogischen Netzwerkaufsätzen etc. an. Bis es zu jeder Lehrkraft durchgedrungen ist, wird allerdings noch etwas Zeit notwendig sein. „Leider sind unsere Fortbildungen im Medienzentrum wenig besucht. Die Nachfrage ist gering”, so Hans-Peter Bender (Beratung und Verleih, Mitarbeiter im Medienzentrum in Weilburg).

Schon heute arbeiten 81 Prozent der Erwerbstätigen mit dem Computer.
Bis 2020 werden 3,5 Millionen IT-Experten gesucht. 94 Prozent aller Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer haben jedoch ihre Digitalkompetenzen überwiegend im Selbststudium erworben. Ziel des ersten „IT-Vernetzungstreffens” im Landkreis war es, die zukünftige Zusammenarbeit vorzubereiten und den Austausch der IT-Beauftragten-Gruppen Grundschule, Sekundarstufe I+II und Berufsschule zu verbessern. In Zukunft werden IT-Beauftragten-Treffen voraussichtlich mehrmals im Jahr stattfinden und nach einem gemeinsamen Teil in der großen Runde schulform- und themenbezogen getrennt. Neben dem oben genannten Digitalpakt Deutschland wollen die IT-Lehrerinnen und IT-Lehrer sich mit den im Landkreis favorisierten pädagogischen Netzwerkaufsätzen auseinandersetzen. Zusätzlich wird die Zusammenarbeit auch digital über einen Bereich auf der Plattform der hessischen IT-Beauftragten fortgeführt. Das Medienzentrum plant parallel dazu, über themenspezifische Newsletter Lehrerinnen und Lehrer sowie IT-Beauftragte regelmäßig zu informieren. Der erste Schritt zu einer Stärkung der schulischen IT-Strukturen und der Zusammenarbeit zwischen Kreis-IT-Support, Medienzentrum und IT-Beauftragten für den Landkreis Limburg-Weilburg ist getan.




Quelle: Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg
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