16.12.2016

Teileinziehung B49

B49: Landkreis legt Widerspruch ein

Im Staatsanzeiger für das Land Hessen vom 14. November 2016 wurde durch Hessen Mobil eine Allgemeinverfügung bekanntgegeben, wonach ab dem 1. Januar 2017 auf der Teilstrecke der Bundesstraße 49 nachfolgende Verkehrsarten vom Gemeingebrauch ausgeschlossen werden.



Betroffene Teilstrecken:

  • zwischen Limburg a. d. Lahn und der AS Obertiefenbach Ost, 
  • sowie zwischen der AS Merenberg-West und der AS Löhnberg,
  • und der Bundesstraße 54 zwischen der AS Ahlbach und dem Knotenpunkt der Bundesstraße 54 mit der Kreisstraße 459 bei Hadamar/Nieder- beziehungsweise Oberweyer


Nachfolgende Verkehrsarten sollen vom Gemeingebrauch ausgeschlossen werden:

  • Nichtmotorisierter Verkehr wie Fußgänger, Fahrräder, Gespannfuhr-werke, Reiten und Führen von Pferden.
  • Motorisierte Fahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von weniger als 60 km/h.


Landkreis Limburg-Weilburg legt Widerspruch ein
Gegen diese Allgemeinverfügung legt nun der Landkreis Limburg-Weilburg bei Hessen Mobil Widerspruch ein. „Innerhalb des Landkreises Limburg-Weilburg bildet die B 49 für die Landwirtschaft eine wichtige Verbindung zwischen dem westlich gelegenen Limburg und dem östlich gelegenen Löhnberg“, so Landrat Manfred Michel. Im Limburger Becken liegen wichtige Zielpunkte für das landwirtschaftliche Marktgeschehen der Betriebe im nördlichen und östlichen Kreisgebiet. Die B 49 und die abzweigenden Verbindungen dienen bisher ganzjährig landwirtschaftlichem Verkehr. Es handelt sich nicht nur um An- und Abtransport von Saat- und Erntegut, Düngemitteln, Futter und Tieren, sondern auch um Fahrten mit Anbaugeräten für Bestell-, Pflege- und Erntearbeiten sowie Werkstattfahrten. Nicht zu vergessen sind Spezialfahrzeuge, die oft von Lohnunternehmern betrieben werden, erhebliche Spur- und Arbeitsbreiten aufweisen und damit teilweise bis über die Kreisgrenzen hinaus große Strecken zurücklegen müssen.

Keine praktikable Alternative vorhanden
In Anbetracht des fortwährenden Strukturwandels in der Landwirtschaft, der größere Feldentfernungen und längere Vermarktungswege verursacht, ist ein Nutzungsverbot für Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von weniger als 60 km/h äußerst kontraproduktiv, zumal keine praktikable Alternative besteht. Weiterhin wird die B 49 von vielen landwirtschaftlichen Gespannen genutzt, um Kompost vom Kompostwerk Beselich zu den landwirtschaftlichen Nutzflächen zu transportieren. Auch diese Fahrten müssten künftig durch die Ortslagen geführt werden, insbesondere würden hier die Ortsteile von Beselich belastet werden, da die Abfuhr nicht mehr vom Kompostwerk über die B 49 erfolgen könnte. Ausweichstrecken führen zum Teil durch beengte Ortslagen, sind oft schmal und schlecht ausgebaut, bewirken erhebliche Umwege und weisen gefährliche Steigungen, Gefälle und Kreuzungen auf, mitunter in Kombination mit Anhaltezwang durch Stoppschilder oder Ampeln. Hier würden bei Tag und Nacht neue Behinderungen und konfliktträchtige Gefahrsituationen für die Allgemeinheit geschaffen.

Eine Frage der Zumutbarkeit
Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge müssen nahe an Häuser und öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen vorbeifahren. Selbst bei Beachtung aller Sicherheitsvorschriften kann es in beengten, schwierigen Verkehrssituationen eher zu Unfällen kommen als im fließenden Verkehr auf der B 49 oder B 54. Schließlich ist für die Landwirte bei der Frage der Zumutbarkeit eines Umweges, der nicht über die B 49 oder B 54 führt, die zusätzlich benötigte Zeit nicht zu vernachlässigen. Dabei ist nicht abstrakt von der durchschnittlichen Geschwindigkeit eines landwirtschaftlichen Fahrzeuges auszugehen, sondern von der tatsächlichen erreichbaren Durchschnittsgeschwindigkeit auf den jeweiligen Strecken. Gerade die beengten und rückgebauten Ortsdurchfahrten von Offheim, Ahlbach, Eschhofen, Dehrn, Allendorf, Waldhausen und Löhnberg lassen es nicht zu, dass landwirtschaftliche Gespanne mit 25 km/h bzw. 40 km/h fahren können, sodass sich die Wege zeitlich wesentlich verlängern würden.



Quelle: Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg
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