09.01.2017

Malteser informieren:

Was ändert sich durch das neue Pflegestärkungsgesetzes?

Mit den Pflegestärkungsgesetzen hat ein Umdenken in der Pflege begonnen. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) stehen mit den Pflegestärkungsgesetzen ab 2017 jährlich fünf Milliarden Euro zusätzlich für die Pflege zur Verfügung. Die Pflegeversicherung sei damit um etwa 20 Prozent leistungsfähiger, teilt das BMG mit. So erhalten gerade Menschen mit Demenz erstmals einen gleichberechtigten Zugang zu allen Leistungen der Pflegeversicherung.

Doch was ändert sich genau ab Januar?
Die drei bestehenden Pflegestufen werden in fünf Pflegegrade überführt. Das geschieht ganz automatisch. Wer in eine Stufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz (z.B. Demenz) eingruppiert wurde, erhält den nächst höheren Pflegegrad: beispielsweise von Pflegestufe 1 in Pflegegrad 2. Wer mit einer demenziellen Veränderung eingruppiert wurde, wird zwei Schritte höher gesetzt: von Pflegestufe 0 in Pflegegrad 2. Die Einstufung durch den medizinischen Dienst erfolgt auch durch eine andere Herangehensweise: hier wird nun darauf geachtet, was der Betroffene noch selbstständig kann und wie man unterstützen könnte, um die vorhandenen Ressourcen weiterhin zu erhalten oder auszubauen.

Die Malteser begrüßen die Verbesserungen, die die Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes mit sich bringen.
„Bisher wurden nur die Bereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität sowie hauswirtschaftliche Versorgung erfasst. Nun liegt der Schwerpunkt auf der Begutachtung von kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen, sowie der Gestaltung von Alltagsleben und sozialen Kontakten. Damit haben nun auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz nun einen besseren Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Neu hinzugekommen ist, dass nun auch Menschen mit geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten die Zuordnung des Pflegegrad 1 erhalten und somit Anspruch auf die zusätzlichen Betreuungs-und Entlastungsleistungen haben. Mit dem Angebot der Malteser können wir auch diesem Personenkreis Unterstützung bieten“, weiß Bianca Westphal, Leiterin des Malteser Demenzdienstes in Limburg. Bei solchen Gesetzesänderungen müssen sich Betroffene und deren Familien natürlich erst einmal einen genauen Überblick verschaffen, welche Leistungen in welcher Höhe ihnen zustehen. „Hier stehen wir gerne beratend zur Seite“, sagt Westphal. „Wir informieren unverbindlich, welche Pflege-, Betreuungs- und Entlastungsangebote es bei den Maltesern gibt und welche Gelder dafür eingesetzt werden können.“

Weitere Informationen
Bei weiteren Fragen steht Ihnen Ihre Ansprechpartnerin Bianca Westphal, Leiterin Demenzdienste, Tel. 06431/9488-530, Email: Bianca.Westphal@malteser.org, gerne zur Verfügung.




Quelle: Malteser Hilfsdienst e.V.
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