05.12.2017

Unternehmen k├Ânnen offene Stellen oft nicht besetzen

IHK-Umfrage zur Besch├Ąftigung

Foto: Archiv

Die Unternehmen im Landkreis Limburg-Weilburg wollen in den nächsten zwölf Monaten mehr Beschäftigte einstellen. Zugleich können sie häufiger als im Vorjahr offene Stellen nicht besetzen oder haben Probleme, ausscheidende Mitarbeiter durch neue mit den erforderlichen Qualifikationen zu ersetzen.

Hoher Bedarf an Fachkräften
Diesen hohen Bedarf an Fachkräften zeigt eine aktuelle Umfrage der IHK Limburg, an der sich 225 heimische Unternehmen beteiligt haben.
Die Beschäftigungsentwicklung ist im heimischen Wirtschaftsraum auch in den nächsten zwölf Monaten positiv. 18 Prozent der befragten Unternehmen wollen den Personalbestand aufstocken; nur zehn Prozent wollen Personal abbauen. Der Anteil der Betriebe, die mehr Personal einstellen wollen, stieg in Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte.

Steigende Qualifikationsanforderungen
Mehr als die Hälfte der Unternehmen sucht neues Personal, weil bisherige Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. Weitere Motive für die Fachkräftesuche sind der Weggang von Mitarbeitern und die Erweiterung der Geschäftstätigkeit, zunehmend aber auch steigende Qualifikationsanforderungen.

Immer schwiereiger, ausscheidende Mitarbeiter durch neue mit den erforderlichen Qualifikationen zu ersetzen.
Die Umfrage der IHK Limburg zeigt auch, dass es für Arbeitgeber immer schwieriger wird, ausscheidende Mitarbeiter durch neue mit den erforderlichen Qualifikationen zu ersetzen. So melden 41 Prozent der Unternehmen, dass sie derzeit offene Stellen längerfristig (mehr als zwei Monate) nicht besetzen können. Das sind elf Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr (30 Prozent). Der Anteil der Unternehmen, die keine Probleme bei der Besetzung offener Stellen haben, sank von 25 auf 19 Prozent.

Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft
Ein anhaltender Fachkräftemangel führt nach Einschätzung von zwei Dritteln der befragten Unternehmen vor allem zu einer Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft. Fehlende Fachkräfte führten aber auch dazu, dass die Betriebe nicht weiter wachsen können (45 Prozent) und Aufträge ablehnen müssen (37 Prozent).

Berufliche Bildung soll gestärkt werden
Eine notwendige Rahmenbedingung für die Fachkräftesicherung ist für 53 Prozent der befragten heimischen Unternehmen die Stärkung der beruflichen Bildung mit einer besseren Berufsorientierung und einer Aufwertung der dualen Ausbildung. Eine verbesserte Qualifikation der Schulabgänger fordern 48 Prozent. Jedes dritte Unternehmen wünscht sich zudem eine attraktivere Region für die Arbeitnehmer zum Arbeiten und Leben. Nur jedes fünfte Unternehmen nennt den Ausbau von Betreuungsangeboten (Kindergärten, Ganztagsschulen und Pflegeangeboten) als Rahmenbedingung der Fachkräftesicherung.




Quelle: Matthias Werner/Industrie- und Handelskammer Limburg/sd
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden.
Kommentar schreiben:

Sie m├╝ssen eingeloggt sein um einen Kommentar schreiben zu k├Ânnen.

Mich ├╝ber weitere Antworten benachrichtigen
< Zurück
Anzeigen

>> Nachrichten > IHK-Umfrage zur Besch├Ąftigung
RSS
Facebook

LOG IN
COMMUNITY
 
Jast Counter