20.02.2018

Lesetipp der Residenz-Buchhandlung Weilburg

Am Ende bleiben die Zedern

Samir kam Ende der 80er Jahre nach Deutschland, als in seiner libanesischen Heimat der Bürgerkrieg tobte. In dem Nachbarsmädchen Yasmin fand er eine Freundin fürs Leben.

Warum hat sein Vater ihn und die Mutter verlassen?
Seine besondere Liebe aber galt dem Vater, einem charismatischen Geschichtenerzähler, der die Herzen der Menschen berühren konnte. Seine Geschichten um den schalkhaften Abu Youssef und sein sprechendes Kamel Amir begeisterten den Jungen jeden Tag. Dann verschwindet der Vater, ohne ein Wort der Erklärung zu hinterlassen. Samir wächst zu einem jungen Mann heran, in dessen Seele ein Loch des Selbstzweifels gähnt: Warum hat sein Vater ihn und die Mutter verlassen?

Auf der Suche nach den Spuren der Familie
Da stellt ihm Yasmin ein Ultimatum: Sie würde ihn erst heiraten, wenn er sein Leben in den Griff bekommt. Und dazu müsse er das Rätsel um seinen Vater lösen. Samir reist in den Libanon, ein noch immer zerrissenes Land. Und während er nach den Spuren seiner Familie sucht, begreift er, wer er ist, wer er sein will und dass alles, was sein Vater ihm erzählte, eine tiefere Wahrheit besitzt. Pierre Jarawan ist Deutsch-Libanese und Poetry Slammer.

Preisgekrönter Debütroman
In seinem preisgekrönten Debütroman erzählt er eine fesselnde Familiengeschichte zwischen Orient und Okzident, die mich tief bewegt hat. Sein Stil ist so klar und wortgewandt, dass ich von der ersten Seite an gefesselt war und hoffe, noch mehr von ihm lesen zu dürfen. Lesetipp: Am Ende bleiben die Zedern, Autor: Pierre Jarawan, Piper Taschenbuch, elf Euro.




Quelle: Weilburg-Live, Astrid Habib (Praktikantin sf)
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