15.05.2018

Hessisches Landeskriminalamt warnt

Betrugsversuche durch erpresserische E-Mails

Foto: Archiv

Seit einigen Wochen bekommen hessische Polizeibehörden vermehrt Mitteilungen von Bürgerinnen und Bürgern, dass sie eine erpresserische Email erhalten haben.

Überweisung von 500,00EUR in Bitcoin gefordert
Die Täter teilen den Empfängern darin mit, dass der Computer gehackt und ein Trojaner installiert wurde. Die Täter behaupten weiter, durch die angeblich aufgespielte Schadsoftware sei auch der Zugriff auf die Web-Cam des Rechners möglich. Durch den behaupteten Zugriff seien die Angeschriebenen beim Besuch von Webseiten mit pornografischen Inhalten und damit verbundenen sexuellen Handlungen vor dem Computer gefilmt worden. Nur durch die Überweisung von 500,00EUR in Bitcoin ließe sich die Veröffentlichung verhindern.

Wer erhält diese Nachrichten?
Betrüger versenden solche Erpressungsnachrichten über
Adresslisten, die im Vorfeld durch sogenannte Crawler im Internet
zusammengesucht oder über dunkle Kanäle gekauft wurden. Nach
Erkenntnissen des Hessischen Landeskriminalamtes erhalten derartige
Erpresser-E-Mails auch Empfänger, deren Computer gar nicht über eine
eingebaute Kamera verfügt.

Ist der Computer wirklich infiziert worden?
Bisher liegen dem Hessischen Landeskriminalamt keine Erkenntnisse
darüber vor, dass die entsprechenden Computer tatsächlich gehackt
bzw. mit einer Schadsoftware infiziert wurden. Auch liegen keine
Erkenntnisse vor, dass die von den Tätern angeblich gefertigten
Videos tatsächlich existieren. Die Täter hoffen, dass mit den breit
gestreuten E-Mails einige Empfänger verunsichert und damit zu einer
Zahlung bewegt werden können.

Was ist zu tun?
Den Empfängern solcher erpresserischer Mails rät das Hessische
Landeskriminalamt:

- Zahlen Sie kein Geld an die Absender,
- Antworten Sie nicht auf derartige E-Mails und
- Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Wirksamer Schutz vor der unberechtigten Nutzung
Ein wirksamer Schutz vor der unberechtigten Nutzung der eigenen
Web-Cam durch Kriminelle ist einfach: Kleben Sie die Web-Cam ab!
Grundsätzlich empfiehlt das Hessische Landeskriminalamt, die
Programme des Rechners regelmäßig zu aktualisieren und eine
Schutzsoftware zu nutzen. Hierdurch wird das Risiko minimiert, Opfer
von Cyberkriminellen zu werden.

Weitere nützliche Informationen zu diesem und zu weiteren Themen
finden Sie unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de.




Quelle: Hessisches Landeskriminalamt/sd
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