18.05.2020

Projektpräsentation in diesem Jahr nur im kleinen Kreis

Angehende Betriebswirte für Catering stellen Ergebnisse ihrer Projekte vor

Die Studierenden der Fachschule stellen die Ergebnisse ihrer individuellen Projektarbeiten vor und absolvieren so den ersten Teil ihrer Prüfung auf dem Weg zum Betriebswirt für Catering. Josef Menges

Im zweiten Jahr der Weiterbildung zum Betriebswirt für Catering steht für die Studierenden eine individuelle Projektarbeit an. Das bedeutet, jeder Studierende wählt nach seinen Vorlieben ein Thema aus, das er bearbeiten möchte und sucht sich hierfür einen Praxispartner, der dabei unterstützt.

In diesem Jahr konnten vier tolle Themen bearbeitet werden:
Dunja Gemmer, gelernte Hauswirtschafterin, widmete sich dem Thema des "Zuckerfreien Vormittags" in der Kinderwelt St. Mauritius in Bad Camberg-Erbach und initiierte dort einen Probelauf eines Frühstücksbuffets. Die Einrichtung zieht in der zweiten Jahreshälfte in einen Neubau und steigt dabei auf eine Selbstversorgerküche um. Kindern können dann im eigenen Kinderrestaurant essen. An drei Tagen wurde ein zuckerfreies, kauaktives Frühstücksbuffet angeboten, um schon einmal vorzufühlen, ob dieses Modell eine mögliche Umsetzung im neuen Gebäude finden wird.

Niklas Reuscher, gelernter Koch, hat sich dem Bereich der Hygiene und Qualitätssicherung gewidmet. In Unternehmen muss es ein sogenanntes HACCP Konzept geben, in dem wichtige Punkte analysiert, betrachtet und dokumentiert werden müssen. Durch die Vielzahl an rechtlichen Grundlagen, gerade im Bereich der Hygiene und Lebensmittelsicherheit, gibt es hier besonders bei kleinen und mittelständigen Unternehmen eine große Verunsicherung. Herr Reuscher ist es gemeinsam mit der Firma HACCP-Chef aus Niedererbach gelungen, ein Tool zu entwickeln, welches
hierbei unterstützt. Individualisierbare Dokumentationen, Hygieneschulungen und Test entstanden so. Das tolle daran - das Produkt ist inzwischen bereits auf dem Markt erhältlich.

Myriel Durek, gelernte Hotelfachfrau, prüfte die Umsetzung eines Unverpacktladens in Diez. Hierzu erarbeitete sie ein Konzept für den Ladenbereich und eine mögliche angeschlossene Gastronomie und erstellte einen Businessplan. Neben der Auswahl und Kalkulation eines Sortiments und ausgewählten Speisen erhielten die Zuhörer auch einen Einblick in die Branche und die angestrebte Zielgruppe.

Veronika Merz, gelernte Köchin, stellte mit dem Seniorenzentrum St. Josef in Dernbach Überlegungen an, den Vitamin B12-Mangel bei Senioren zu verringern. Dieses ist eines der kritischen Vitamine, dessen Mangel unter anderem Demenz zur Folge haben kann. Gemeinsam mit den Bewohnern eines Wohnbereiches wurde ein B12-reiches Abendessen hergestellt.

Studierende haben sich intensiv mit den Themen beschäftigt
In den Präsentationen konnte man sehen, wie intensiv sich die Studierenden mit den Themen auseinander gesetzt haben. Leider konnten sie in diesem Jahr nur im kleinen Kreis stattfinden. In den Sozialen Medien der Fachschule werden nach und Filmausschnitte der Projektpräsentation zu sehen sein. Im Anschluss an die Präsentation begaben sich die Studierenden mit ihren betreuenden Lehrern in ein zwanzig minütiges Kolloquium, in dem sie sich den Fragen der Prüfern stellen mussten. Der erste Teil der Abschlussprüfung ist somit für alle absolviert und auch bestanden.

Der neue Jahrgang der Caterer startet nach den Sommerferien.
Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Weitere Infos zur Weiterbildung für Fachkräfte aus dem Hotel- und Gaststättenbereich, dem Lebensmittelhandwerk und der Hauswirtschaft gibt es unter www.ars-limburg.de oder per Mail an .

Quelle: Fachschule für Wirtschaft, Fachrichtung Catering an der Adolf-Reichwein-Schule Limburg

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Mittagstisch (26.05.2020)

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