22.05.2020

Steuerungskreis Arbeitsmarktmonitor analysiert Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den heimischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Betriebe sollen trotz Corona-Krise weiter ausbilden

Die aktuelle Arbeits- und Ausbildungsmarktsituation im Landkreis Limburg-Weilburg war jetzt in einer Telefonkonferenz Thema des "Steuerungskreises Arbeitsmarktmonitor", dem neben Landrat Michael Köberle auch der erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer sowie die Spitzen von IHK, Kreishandwerkerschaft, DGB Mittelhessen, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, des Staatlichen Schulamts, der Bürgermeister, der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar und des Jobcenters Limburg-Weilburg angehören.

Wirtschaftsleben kam in vielen Branchen zum Erliegen
In einer beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwungsphase ist die Zahl der Arbeitsplätze im Landkreis Limburg-Weilburg seit 2012 stetig angestiegen. Nie gab es Rund um Limburg, Weilburg und Bad Camberg mehr Beschäftigte, als im letzten Jahr. Gleichzeitig sank die Arbeitslosigkeit auf ein 25-Jahres-Tief. Ende April folgte die Ernüchterung: Infolge der Eindämmung der Corona-Pandemie kam das Wirtschaftsleben auch in Limburg-Weilburg in vielen Branchen nahezu zum Erliegen.

Arbeitslosigkeit um 21 Prozent gestiegen
In einer gemeinsamen Analyse der aktuellen Lage waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass die sofort eingesetzten die Arbeitsmarktinstrumente greifen und vor allem die Kurzarbeiterregelung den heimischen Arbeitsmarkt vor einem schlimmeren Szenario bewahrt hat. "Die Tatsache, dass die Betriebe für knapp 15.000 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt haben, bedeutet auch, dass die Unternehmen an den Mitarbeitern festhalten und diese sobald als möglich wieder auslastend weiterbeschäftigen wollen. Dass dies auch funktionieren kann, hat uns die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 gezeigt. Zudem steigt die Beschäftigung bei Dienstleistern, im Einzelhandel und in einer Vielzahl weiterer Branchen seit Anfang Mai wieder an", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, Angelika Berbuir. Sie führte weiter aus, dass die Zahl der Kurzarbeitsanzeigen seit Ende April deutlich nachgelassen habe. Zwar sei im April auch die Arbeitslosigkeit um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Haupttreiber dieser Entwicklung seien aber nicht Entlassungen gewesen, sondern eine unzureichende Anzahl von Abgängen Arbeitsloser in Beschäftigung und Bildung. Insbesondere in den Außenberufen seien die saisonüblichen Wiedereinstellungen verschoben worden. Insofern sei der Anstieg der Arbeitslosigkeit bislang verkraftbar.

Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen um 14 Prozen
Besorgt zeigten sich die Leiter der Institutionen allerdings über den Rückgang der gemeldeten Ausbildungsstellen um 14 Prozent. Gemeinsam appellierten sie an die Betriebe, trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in ihren Ausbildungsbemühungen nicht nachzulassen. Jeder nicht zur Verfügung gestellte Ausbildungsplatz verschärfe den Fachkräftemangel und gefährde mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Alle Beteiligten engagieren sich seit mehr als einem Jahrzehnt im gemeinsamen "Bündnis Ausbildung Hessen", um Ausbildungsbetriebe und ausbildungswillige junge Menschen zusammenzubringen. In diesem Jahr gelte es, diese Bemühungen noch erheblich zu intensivieren und gemeinsam zu verhindern, dass es 2020 einen ,Jahrgang Corona' gebe. Das Credo müsse heißen: Ausbilden - jetzt erst recht!

Quelle: Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar

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