20.04.2021

Trotz Corona-Pandemie

455 Beschäftigte mehr

Die Unternehmen im Landkreis Limburg-Weilburg halten trotz Corona-Krise an ihren Beschäftigten fest. Mehr noch: Trotz der erheblichen Einflüsse des Pandemiegeschehens nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis von September 2019 bis September 2020 um 455 Arbeitnehmer oder 0,8 Prozent zu. Darüber berichtet jetzt die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar.

Beschäftigungsrekord im dritten Quartal 2020
Zum Ende des dritten Quartals 2020 (aktuellste Zahlen) gab es im Landkreis Limburg-Weilburg 56.569 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort, so viele wie nie zuvor. Während die Beschäftigung zwischen Weilburg und Bad Camberg stieg, ging sie im gleichen Zeitraum hessenweit um 0,8 Prozent zurück. "Das sind ermutigende Zahlen, die uns aus den heimischen Unternehmen erreichen", konstatiert Angelika Berbuir, Leiterin der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar. Ferner weist sie darauf hin, dass auch die Gewährung des Kurzarbeitergeldes zur Beschäftigungssicherung beitrage. So hätten im September letzten Jahres 3.050 Arbeitnehmer im Kreis Kurzarbeitergeld erhalten. Dies war jeder zwanzigste Beschäftigte.

Gewinner sind Teilzeitbeschäftigte, Frauen, Ältere und Ausländer
Betrachtet man die Beschäftigtenstruktur, stieg die Beschäftigtenzahl vor allem im Teilzeitbereich (+325 / +1,8 Prozent). Aber auch bei den Vollzeitkräften war ein Zuwachs zu verzeichnen (+130 / +0,3 Prozent). Demzufolge stieg die Zahl beschäftigter Frauen (+299 / +1,1 Prozent) auch stärker, als die der Männer (+156 / +0,5 Prozent).

Ältere sind die Gewinner
Während die Beschäftigtenzahlen bei den 25 bis unter 55-Jährigen um 0.1 Prozent zurückgingen, nahmen sie bei den unter 25-Jährigen um 1,0 und bei den 55-Jährigen und Älteren um 3,9 Prozent zu. Bemerkenswert ist, dass die Zahl ausländischer Sozialversicherungspflichtiger um 439 Beschäftigte gestiegen ist. Der Zuwachs bei deutschen Arbeitskräften betrug 18 Arbeitsplätze.

Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Handel verzeichnen.
198 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 2,0 Prozent der Beschäftigten. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Bereich ,Verkehr und Lagerei' (+166 / +7,3 Prozent), das Gesundheitswesen (+144 / +2,6 Prozent) sowie das Baugewerbe (+110 / +1,9 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen vor allem folgende Wirtschaftszweige aus: die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-352 / -6,1 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (-55 / -4,9 Prozent), sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen -dazu gehören auch Reisebüros- (-52 / -1,6 Prozent) sowie das Gastgewerbe (-47 / -3,2 Prozent). Nicht überraschend sei, dass sich die Beschäftigungsgewinne nur bei qualifizierten Arbeitnehmern abbilden (Fachkräfte +427 / +1,2 Prozent, Spezialisten +45 / +0,8 Prozent, Experten +70 / + 1,4 Prozent), heißt es bei der Arbeitsagentur. Bei den Helfern ging die Beschäftigung um 69 Personen zurück (-0,7 Prozent).

Abgenommen hat auch die Zahl der geringfügig Beschäftigten (-564 / -5,4 Prozent).
Hier spiele nicht nur der allgemeine Trend eine Rolle. Dieses Segment sei durch die Pandemie und die Lockdowns besonders betroffen, weil die geringfügige Beschäftigung zum einen viele Dienstleister und HOGA-Bereiche betreffe und die Jobs zudem nicht durch die Kurzarbeit gestützt werden können, berichtet Berbuir weiter. Die gesetzlichen Kurzarbeiterregelungen gelten nicht für Minijobs.

Quelle: Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar

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