26.03.2021

Umsatzentwicklung im Baugewerbe insgesamt stabil

Konjunktur im Bauhauptgewerbe

Die Umsätze der Betriebe des Bauhauptgewerbe im Landkreis Limburg-Weilburg erreichten trotz Corona im Jahr 2020 insgesamt annähernd die Werte des Vorjahres. Allerdings gab es in der Branche unterschiedliche Entwicklungen im Wohnungsbau sowie gewerblichen und öffentlichen Bau. Das zeigt eine Auswertung aktueller Daten aus dem Statistischen Landesamt für den Bezirk der IHK Limburg.


Von den heimischen Unternehmen im Bauhauptgewerbe (Hoch- und Tiefbau mit Straßenbau, Leitungstiefbau, Kläranlagenbau) wurde von Januar bis Dezember 2020 ein Gesamtumsatz von rund 333 Mio. Euro erzielt. Das sind nur 0,5 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum (335 Mio. Euro). Von der Statistik erfasst sind insgesamt 25 Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten. Deren Umsätze wurden nicht nur auf Baustellen im Landkreis Limburg-Weilburg erzielt, denn die Unternehmen sind auch überregional tätig.

Unterschiede bei Hoch- und Tiefbau
Der leichte Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr 2019 ergibt sich aus gegensätzlichen Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen des Baugewerbes.

Im privaten Wohnungsbau gab es trotz weiterhin niedriger Zinsen einen merklichen Rückgang der Bauumsätze um 8,5 Prozent (von 54,0 auf 49,4 Mio. € in 2020). Hier zeigt sich die Verunsicherung durch eine langanhaltende Pandemie, welche auch die wirtschaftliche Entwicklung und die langfristigen Einkommensaussichten beeinträchtig. Auch im gewerblich-industriellen Bau gab es einen geringen Rückgang von 1,7 Prozent (von 52,2 Mio. € auf 51,3 Mio. € in 2020).

Demgegenüber verzeichneten der öffentliche Bau und Straßenbau ein Plus von 1,6 Prozent und wirkte stabilisierend (Zuwachs von 229,1 Mio. € auf 232,8 Mio. €). Dieser ist weniger Konjunkturabhängig und es liegen in der Regel auch besonders langfristige Planungen zugrunde.

Zusammenfassend ergibt sich für alle Baubranchen im Bereich des Hochbaus für das erste Coronajahr ein Rückgang von 5,4 Prozent bzw. 4,1 Mio. € auf 73,2 Mio. € in 2020. Demgegenüber legte der Tiefbau noch um 0,9 Prozent bzw. 2,4 Mio. € auf 260,3 Mio. € in 2020 zu.

Die Umsätze der der Statistik zugrundeliegenden 25 regionalen Bauunternehmen wurden von 2.091 Beschäftigten des Baugewerbes erzielt. Da sind 5 Prozent weniger mehr als in 2019. Die Bruttoentgelte gesamt haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent erhöht.

Baugewerbe bisher gut durchgekommen
„Die weitere Entwicklung im Baubereich und wie unempfindlich die Branche gegenüber der allgemeinen Konjunkturschwäche in Verbindung mit den Einschränkungen der Corona-Pandemie ist, bleibt abzuwarten. Das Baugewerbe wurde in 2020 von der Pandemie im Vergleich zu den anderen Wirtschaftsbranchen am wenigsten getroffen. Die letzte Konjunkturumfrage der IHK Limburg unter den ihr zugehörigen Unternehmen der Baubranche hat aber ergeben, dass sich die Stimmung in der Bauwirtschaft 2020 zuletzt merklich verschlechtert hat“, so IHK-Präsident Ulrich Heep.

Der Konjunkturklimaindex im heimischen Baugewerbe erreicht zum Jahresanfang 2021 immerhin noch fast „befriedigende“ 99 Punkten nach guten 117 Punkten im vergangenen Herbst. Vor allem dem Bauhauptgewerbe (Industriebau, Tiefbau, Straßenbau etc.) geht es nicht mehr so gut, die Auftragseingänge haben in den letzten Monaten des Jahres 2020 per Saldo abgenommen. Die Lage wird insgesamt noch positiv gesehen, aber im Blick auf die Zukunft überwiegt Pessimismus.

Sehr gut geht es demgegenüber weiterhin dem Ausbaugewerbe. Hier sind die Auftragseingänge auch in den letzten Monaten des Jahres 2020 weiter stark gestiegen. Die Lage wird besonders gut eingeschätzt und für die Zukunft ist man auch eher optimistisch. Große Bauprojekte werden eher aufgeschoben, aber kleinere Projekte im Bestand werden vor allem von Privaten aktuell verstärkt umgesetzt, durch Eigenleistung als Baumarktkunden oder mittels Aufträgen an die Unternehmen im Ausbaugewerbe.

Quelle: Industrie- und Handelskammer Limburg 

 

 

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