24.03.2021

Hilferuf heimischer Gastronomie und Hotellerie

Offener Brief an die Regierungen

Foto: Pixabay

Ein offener Brief an die Regierungen zur Lage der Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe des Landkreises Limburg-Weilburg während des Corona-Lockdowns. Fogender Brief wurde uns zur Veröffentlichung auf www.oberlahn.de von den heimischen Hotellerie und Gastronomiebetrieben zukommen lassen.

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben Angst!
Der neuerliche und andauernde Lockdown entwickelt sich für uns, die Gastronomie- und
Hotellerie-Betriebe in Ihrem Wahlkreis Limburg-Weilburg, zu einer existenzbedrohenden
Situation! Einer Situation, in der eine beständig neu ausgehandelte Inzidenz-Arithmetik über Wohl und Wehe einer ganzen Branche entscheidet.

Viele von uns werden das nicht überleben.
Einer Situation auch, in der längst nicht mehr nur unser betriebliches, sondern das
gesellschaftlich-kulturelle Leben als Ganzes auf der Kippe stehen.
Mit großer Sorge vernehmen wir nun, dass die sehnlichst erhofften und wieder und wieder debattierten Lockerungen nur kleinteiliges Stückwerk sind; dass – im Klartext – der Lockdown in den Bereichen Gastronomie und Hotellerie vielmehr fortgeschrieben wird. Und wir befürchten: Viele von uns werden das nicht überleben.

Es geht um nicht weniger als das Sterben unseres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens!
Wir wissen um den Ernst der Lage und darum haben wir in den vergangenen Corona-
Monaten mit großem Verantwortungsbewusstsein sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, um der Sicherheit unserer Gäste, unserer Mitarbeiter und damit letztlich auch der
Gesamtbevölkerung Rechnung zu tragen.

Hygienekonzepte sind ausgereift
Unsere Hygienekonzepte sind ausgereift, unsere Kontrollmaßnahmen umfassend und die Nachvollziehbarkeit eventueller Infektionen ist gegeben. Das bieten außer Gastronomie und Hotellerie nur sehr wenige andere Branchen. Ganz zu schweigen vom privaten Raum, den unabhängige Experten sowie führende Wissenschaftler des Robert Koch-Institutes längst als größten Infektionstreiber ausgemacht und bestätigt haben. Gerade die eigenen vier Wände sind es aber, die durch die anhaltende Schließung von Gastronomiebetrieben verstärkt zu alternativen Treffpunkten werden, an denen eine Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln schlicht nicht gewährleistet sein kann.

Das aber begünstigt
1. nicht nur die Entstehung unkontrollierbarer und nicht nachverfolgbarer
Infektionsketten, sondern beeinträchtigt
2. nachhaltig genau die Einrichtungen, in denen begrenz- und kontrollierbare soziale
Interaktionen möglich wären: die Gastronomiebetriebe.

Regulierungen für Gastronomie und Hotellerie in weitreichendem und vernünftigem Umfang entschärfen
Auch im Interesse des vorrangigen Zieles der umfassenden Pandemiebekämpfung appellieren wir darum an Sie, die Regulierungen für Gastronomie und Hotellerie in
weitreichendem und vernünftigem Umfang zu entschärfen.

Beenden Sie diese Einschränkungen, sonst stirbt das gesellschaftliche und kulturelle Leben zusammen mit unseren Betrieben!
Ein fortschreitend andauernder Lockdown dieses Umfangs hat aber nicht nur weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen, sondern trifft uns Gastwirte und Hoteliers natürlich auch tief ins unternehmerische Mark. Wir bluten aus!
In kaum einem Gewerbeweig ist der Anteil an kleinen inhabergeführten Betrieben so hoch wie in unserem – und unsere Rücklagen sind jetzt, im März 2021, endgültig aufgebraucht.

Den meisten Minijobbern in unserer Branche mussten wir leider bereits  kündigen
Mit einer Fortführung dieser restriktiven Lockdown-Politik nehmen Sie aber nicht nur uns die Luft zum Atmen. Besonders hart trifft es auch unsere vielen Angestellten und deren
Familien, für die wir Verantwortung tragen und denen wir – gerade in unsicheren Zeiten –ein sicherer und verlässlicher Arbeitgeber sein wollen. Selbst wenn sie durch Kurzarbeitergeld abgesichert sind, so fehlt ihnen doch das wegbrechende Trinkgeld und
damit ein Teil der finanziellen Basis, um geordnet und ohne Existenzsorgen weiterleben zu können. Den meisten Minijobbern in unserer Branche mussten wir leider bereits  kündigen – ihre Perspektive ist vollkommen unklar.

Hunderte Arbeitsplätze in der Region Limburg-Weilburg gefährdet
Mit dem Sterben unserer Restaurants, Kneipen und Hotels stirbt nicht nur das Herzblut der Inhaber, die ihre Betriebe oftmals über Jahrzehnte aufgebaut haben; es sterben auch hunderte weitere Arbeitsplätze in der Region Limburg-Weilburg – und es stirbt für uns alle die Freude daran, einen schönen Abend außerhalb der eigenen vier Wände verbringen zu können!

Wir Gastwirte und Hoteliers haben eine faire Chance verdient,
wieder unserer Arbeit nachgehen zu dürfen und wir fordern deutlich mehr als nur eine eventuelle Öffnung der Außengastronomie je nach Inzidenzwert. Wir fordern eine dauerhafte, eine echte Perspektive! Lassen Sie uns Teil der Lösung sein!

Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen!
Mit höchsten Hygienestandards und einer sichergestellten Kontakt-Nachverfolgung sind wir Ihr Partner im Kampf gegen das Virus.

Lassen Sie uns nicht hilflos zurück!
Geben Sie uns und unseren Mitarbeitern eine Chance mit der vollständigen Öffnung von Gastronomie und Hotellerie spätestens zu Ostern!

 

Quelle: Christopher Herzberg / Herzberg Getränke GmbH & Co.KG 

Teilen


TOP Nachrichten

Weiterhin für Sie da

Firmen mit Gutschein

Kleinanzeigen

TOP Firmen für Sie

Mehrwert-Partner

Getränke Herzberg GmbH & Co. KG
Michael Herzberg

Kunden der Kreissparkasse Weilburg erhalten gegen Vorlage ihrer SparkassenCard 3% Rabatt auf den Getränkeeinkauf.