11.10.2020

Der Austausch im Netzwerk Wirtschaft funktioniert auch virtuell

Wie Unternehmer die Corona-Folgen bewältigen können

Referent Norbert Müller (advavon) im Gespräch mit der Vorsitzenden des Netzwerks Wirtschaft Mittelhessen, Sabine Fremery-Warnicke (Auto Müller Hüttenberg) Foto: Regionalmanagement Mittelhessen / Genis

Das Netzwerk Wirtschaft Mittelhessen tagte vergangene Woche erstmalig in Form einer Web-Konferenz und mit dem Thema „Die CoronaPandemie – Wegweiser zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen“ hatte der Referent Norbert Müller (advacon) einen Nerv getroffen: das zeigten die Anmeldezahlen und die zahlreichen Reaktionen auf den lebendigen Vortrag.

Harte Zeiten verlangen klare Richtungsentscheidungen
Den Gast begrüßte die Vorsitzende des Netzwerks Wirtschaft beim Regionalmanagement Mittelhessen, Sabine FremereyWarnecke, Geschäftsführerin des Autohauses Müller in Hüttenberg: „Harte Zeiten verlangen klare Richtungs-Entscheidungen und ein Anpacken des gesamten Teams im Unternehmen“. Deswegen bedankte sie sich für die Zusage. Norbert Müller, Geschäftsführer der advacon GmbH & Co. KG und Vorstandsvorsitzender des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien StudiumPlus, dem Unternehmer-Verein hinter dem Dualen Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen, erklärte aufgrund seiner Erfahrungen, warum es besonders in der aktuellen Situation so bedeutsam ist, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie schnell, wirkungsstark und nachhaltig zu beseitigen.

Krise nutzen, um bestehende Handlungsweisen radikal auf den Prüfstand zu stellen
Der heimische Spitzenmanager konnte seine langjährigen Erfahrungen als Verantwortungsträger in der Industrie wie als Berater in die Waagschale werfen und ermutigte seine Zuhörer, die Krise zu nutzen, um bestehende Handlungsweisen radikal auf den Prüfstand zu stellen. Dies könne aber seiner Erfahrung nach nur unter Einbeziehung der Mitarbeiter funktionieren, denn „people are the power!“, so sein Credo. Um Mitarbeiter zu motivieren, seien Eigenverantwortung und Engagement wichtig, vor allem aber die Umsetzung ihrer Ideen. Darüber hinaus seien die wichtigsten Handlungsfelder für Unternehmen finanzielle Stabilisierung, schnelle Markterfolge und Effizienzsteigerung in der Organisation.

Die Sicherung der Liquidität muss Vorrang haben
Vorrang vor allen Maßnahmen müsse jedoch die Sicherung der Liquidität haben. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Vertrieb ein. Diesen solle man neu aufstellen und dafür mit digitalen Werkzeugen arbeiten. Auf der Kostenseite sei es der Einkauf, der aus seiner Erfahrung oft „echte Kostensenkungen“ liegen lasse. Alternative, kostengünstigere Materialien, Lieferketten, Verträge und auch das „Outsourcing“ bieten Möglichketen gerade in Krisenzeiten.

Die virtuellen Zuhörer stellten zahlreiche Nachfragen
Am Ende seien es aber die Innovationen, die „für die Zukunftssicherung alternativlos“ sind, so Müller. Dabei stellte er praxisnah dar, dass es darum geht die Prozesse zu analysieren und neu zu denken. Die virtuellen Zuhörer stellten zahlreiche Nachfragen und diskutierten mit Norbert Müller in offener Runde. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Tipps in Krisenzeiten resümierte der advacon-Geschäftsführer: Nehmen Sie ihr Team mit, geben Sie klare Zielrichtungen vor und rüsten sie ihre Produkte und die notwendigen Prozesse digital um!“

Krisen brauchen mutige Entscheidungen, neue Wege zu gehen
Sabine Fremerey-Warnecke fasste abschließend ihr Fazit zusammen: „Krisen brauchen mutige Entscheidungen, neue Wege zu gehen. Dabei müssen Führungskräfte authentisch und transparent
agieren. Nur so entstehen die notwendige Kultur und der Teamgeist, um weiter zu kommen.“

Regionalmanagement Mittelhessen
Das Regionalmanagement Mittelhessen stärkt und vermarktet den Wirtschafts- und Hochschulstandort in der Mitte von Hessen. Der Schulterschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist in den Themenfeldern Infrastruktur, Bildung und Fachkräfte sowie Forschung und Innovation tätig. In der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH haben sich alle Handwerkskammern, Hochschulen, Industrie- und Handelskammern, Landkreise und Oberzentren mit dem Verein Mittelhessen zusammengetan, um das seit 2003 bestehende Regionalmanagement weiter zu
entwickeln, und Strategien für die Region zu planen und gemeinsam umzusetzen. Mehr zur Region und zum Regionalmanagement auf http://www.mittelhessen.eu

Quelle: Manuel Heinrich / Regionalmanagement Mittelhessen GmbH

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