11.05.2022

Deutsche Rohstoffagentur (DERA)

Wie deutsche Unternehmen ihre Rohstoffversorgung besser absichern können

Foto: Pixabay

Die sichere Versorgung mit mineralischen Rohstoffen stellt deutsche Unternehmen vor große Herausforderungen. Der globale Wettbewerb um Rohstoffe für Schlüssel- und Zukunftstechnologien nimmt stark zu und damit die Sorge um zuverlässige Lieferketten. Sichtbarstes Zeichen dieser Unsicherheit ist die Zunahme der Preisvolatilität vieler Rohstoffe – auch als Folge der Covid-19-Pandemie und des Krieges in der Ukraine.

Instrumente und Strategien ausländischer Unternehmen zur Absicherung ihrer Rohstoffversorgung 
Eine neue Studie im Auftrag der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat jetzt Instrumente und Strategien ausländischer Unternehmen zur Absicherung ihrer Rohstoffversorgung analysiert und gibt Empfehlungen, wie sich auch deutsche Firmen zukünftig bei der Versorgung mit Rohstoffen besser aufstellen und damit ihre unternehmerische Planungssicherheit erhöhen können.

Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern anderer deutscher Unternehmen
Die englischsprachige Studie mit dem Titel „Securing raw material supply: Benchmarking of measures of foreign manufacturing companies and recommendations for action“, die im Auftrag der DERA von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers GmbH erstellt wurde, wird am Donnerstag (12. Mai 2022) im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt. Diese bietet Firmen auch die Gelegenheit, sich bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern anderer deutscher Unternehmen zum Thema Rohstoffbeschaffung auszutauschen.

In einem marktwirtschaftlich orientierten Umfeld 
Bei der Studie wurden Unternehmen in sieben Ländern betrachtet, die ähnlich wie in Deutschland in einem marktwirtschaftlich orientierten Umfeld agieren. Aus einer Vielzahl von identifizierten Einzelmaßnahmen wurden elf Sicherungsstrategien herausgefiltert und anhand ihrer Anwendung analysiert. Dazu gehörten die Themen Preis-Hedging, unternehmensinterne Lagerhaltung und die Anwendung digitaler Business-Tools. Darüber hinaus wurden auch die Effekte eines unternehmensinternen Recyclings, von Maßnahmen zur Steigerung der Materialeffizienz bis hin zur Substitution relevanter Rohstoffe betrachtet. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung leitet die Studie entsprechende Handlungsempfehlungen für deutsche Unternehmen ab.

Größeres Augenmerk auf das Thema Rohstoffsicherung 
„Deutsche Unternehmen sollen auf diese Weise ermutigt werden, ein größeres Augenmerk auf das Thema Rohstoffsicherung zu lenken, denn eine sichere Versorgung mit mineralischen Rohstoffen entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil“, erklärt DERA-Experte Sven-Uwe Schulz, der die Studie begleitet hat.

Vor dem Hintergrund der Rohstoffstrategie der Bundesregierung werden mit dieser Studie die Maßnahmen der Unternehmen zur Sicherung ihrer Rohstoffversorgung flankiert.

 

Quelle: Deutschen Rohstoffagentur (DERA)

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