06.06.2026

Onlinehandel und steigende Kosten setzen den stationären Einzelhandel massiv unter Druck

Innenstädte im Wandel: Immer mehr Geschäfte verschwinden

Foto: Pixabay.com/wal_172619

Deutschlands Innenstädte stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Immer mehr kleine Fachgeschäfte verschwinden, Leerstände nehmen zu und der Onlinehandel gewinnt weiter an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute.

Während große Handelsketten und Onlineplattformen Marktanteile ausbauen, geraten viele inhabergeführte Geschäfte zunehmend wirtschaftlich unter Druck. Seit 2010 ist die Zahl der Einzelhandelsbetriebe bundesweit deutlich zurückgegangen. Vor allem kleine Läden mit niedrigen Jahresumsätzen verschwinden zunehmend aus den Innenstädten.

Auch die Zahl der Insolvenzen steigt weiter an. Im Jahr 2025 wurden bundesweit rund 2.440 Insolvenzen im Einzelhandel registriert – erneut mehr als im Vorjahr. Überdurchschnittlich stark betroffen waren zuletzt unter anderem der Buchhandel, der Einzelhandel mit Back- und Süßwaren sowie der Textileinzelhandel. Zunehmend sind auch größere und prominente Unternehmen betroffen, wie etwa Galeria Karstadt Kaufhof, die HAMMER Fachmärkte, Esprit, Gerry Weber sowie der Schuhhändler Görtz und jüngst der Deko-Händler Depot.

Ein Grund für den Wandel ist das veränderte Einkaufsverhalten vieler Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Anteil des Onlinehandels im Bekleidungsmarkt ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig sorgen Inflation, hohe Energiekosten, steigende Mieten und eine zurückhaltende Kauflaune für zusätzliche Belastungen im stationären Handel.

Experten sehen darin nicht nur eine wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch eine Herausforderung für Städte und Gemeinden. Klassische Einkaufsstraßen verlieren zunehmend ihre Funktion als zentrale Anziehungspunkte. Auch kleinere Städte in der Region stehen damit vor der Aufgabe, ihre Innenstädte attraktiver und vielseitiger zu gestalten. Gefragt sind laut Experten vor allem neue Konzepte, die Handel, Erlebnisangebote und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden. Denn künftig werde der Einzelhandel allein viele Innenstädte nicht mehr tragen können.

Den ausführlichen Report der Creditform Wirtschaftsform und des Handesblatt Research Instituts finden Sie unter folgendem Link: www.creditform.de.

Quelle: Creditform


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Veranstaltung

Heimatgeschichtliche Ausstellung geöffnet!
Beselich-Obertiefenbach | So., 14.6.2026

Die Heimatstube Obertiefenbach ist am Sonntag, dem 14. Juni 2026, von 14:00 bis 16:00 Uhr, geöffnet. Im denkmalgeschützten Kath. Pfarrheim Alte Schule, An der Kirche 12, ist auf einer Fläche von rund 190 m2 die seit 28 Jahren immer wieder erweiterte, heimatgeschichtliche Dauerausstellung im Dachgeschoss zu besichtigen.

Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern und Ortsplänen

Das Heimatarchiv bietet eine Vielzahl an Dokumenten, Fahnen, Fotografien, Büchern, Bildern und Ortsplänen aus dem Leben früherer Generationen. Eine komplette historische Schuhmacherwerkstatt, eine frühere Wohnstube mit Herd, ein Bett mit Strohmatratze, Arbeitsgeräte einer Schreinerei und Zimmerei, eines Dachdeckers und eines Anstreichers finden sich ebenfalls hier sowie viele alte Geräte aus der Landwirtschaft und aus dem Haushalt. Zudem sind Gegenstände aus dem religiösen Leben und historische Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen Feuerwehr ausgestellt. Auch drei frühere Schulbänke sind im Bereich Schule und Lernen zu bewundern. Ein Gebrauchsgegenstand des Museums war bereits Höhepunkt in einer Sendung der Rateshow des hr-fernsehens „dings vom dach“.

Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen

Regionaltypisch sind auch die Exponate, welche die Arbeiten beim Basaltabbau zeigen, sowie die Gesteine aus der Heimatgemeinde: Basalt, Ton, Quarzit und Eisenstein; zudem eine Güterlore, die sich vor dem Gebäude befindet.

Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926 einsehbar

In heimatkundlichen Sammlungen sind nach Themengebieten wesentliche Presseartikel und Fotografien, darunter Gruppenfotos der Erstkommunion-Jahrgänge ab 1926, für interessierte Besucher einsehbar.

Bei etlichen Fotos sind allerdings die Namen der abgebildeten Personen nicht bekannt; hier freut sich das Museumsteam über Ergänzungen beim Besuch.

Lückenlose Darstellung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947

Die lückenlose Erfassung der Kirmesburschenjahrgänge ab 1947 als Fotodokumentation und auch die dazugehörigen Zeitungsberichte über die Obertiefenbacher Kirmes seit 1950 liegen zur Ansicht für alle Besucher aus.

Obertiefenbach nahm besonders viele Heimatvertriebene auf

Da infolge des Zweiten Weltkriegs das Dorf Obertiefenbach besonders viele Heimatvertriebene aufnahm, die das Dorfbild um die 1950er Jahre mitprägten, ist auch dies in der Heimatstube veranschaulicht.

Geschichte und Darstellungen zum Kloster Beselich

Ebenso sind vielfältige Unterlagen und Darstellungen über das ehemalige Kloster bzw. die Klosterruine Beselich sowie deren Erhaltungsmaßnahmen dokumentiert.

Urkunde des Treuebekenntnisses der sieben Knaben zu Bischof Blum

In einer Urkunde hatten sieben Schuljungen ihr Bekenntnis als treue Anhänger der katholischen Kirche und ihres Limburger Bischofs Peter Joseph Blum in der Zeit des Kulturkampfes am 16. Juni 1874 festgehalten und darüber hinaus weitere Schriftstücke hinterlassen. Diese historischen Dokumente der Schüler geben dem Schulgebäude eine unverwechselbare geschichtliche Bedeutung. Eine nachgebildete Schulbankgruppe lädt insbesondere Kinder zum Spielen und Verweilen ein.

Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesministers und Ehrenbürgers Georg Leber

In einer Vitrine sind auch die Original-Ernennungsurkunde des verstorbenen Bundesverteidigungsministers und Obertiefenbacher Ehrenbürgers Georg Leber sowie weitere mit ihm zusammenhängende Dokumente und Fotos aus der Politik der 1960er bis 1980er Jahre (u.a. Leber mit US-Präsidenten John F. Kennedy und Jimmy Carter, sowie Bundeskanzler Helmut Schmidt) ausgestellt.

Am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet

Im Übrigen ist dieses Heimatmuseum am zweiten Sonntag jeden Monats für Besucher geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben.

Das ehrenamtliche Team der Heimatstube freut sich über Ihren Besuch.

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Heimatstube_Beselich-Obertiefenbach

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