12.10.2021

Die CDU-Kreistagsfraktion besucht den Standort der Süwag-Netztochter Syna GmbH in Runkel-Steeden

Investitionen in Klimaschutz

Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg mit Vertretern von Syna und Süwag. Foto: CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg/Tarik Cinar

Die Kreistagsfraktion der CDU Limburg-Weilburg, besuchte gemeinsam mit Landrat Michael Köberle, dem Bundestagsabgeordneten Markus Koob und dem Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister den Standort der Süwag-Netztochter Syna GmbH in Runkel-Steeden.

Zuverlässige Partner in der Energie- und Gasversorgung
Süwag und Syna sind im Landkreis in einem Großteil der Kommunen zuverlässige Partner in der Energie- und Gasversorgung und Garanten für kontinuierlichen Netzausbau und Netzstabilität, bei stetig steigenden Herausforderungen. Diese sieht das Versorgungsunternehmen, im Termin vertreten durch Jouke Landman, Regionalleiter der Syna im Bereich Nord, Tobias Zimmermann, Leiter Kommunalmanagement, sowie den Geschäftsführer der Süwag Grüne Energie und Wasser AG & Co KG, Dirk Gerber, vor allem in den gesteckten Klimaschutzzielen.

Netz muss „smarter“ werden
Jouke Landman stellte im Hinblick auf die E-Mobilität die Vorteile von Akku und Brennstoffzelle sowie die Auswirkungen auf die Netzinfrastrukturen durch Zunahme an Ladesäulen und Wallboxen anschaulich dar. Um alle derzeit rund 45 Millionen PKW auf deutschen Straßen auf E-Betrieb umzustellen, wären rund 100 Terawattstunden (TWh) im Jahr notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen, sind perspektivisch Anpassungen im Stromnetz notwendig und zwar im Wesentlichen im Niederspannungsbereich des Ortsnetzes. Dieses Netz, so Landman, müsse dafür „smarter“ werden. Das heiße, es werden intelligente Netzmanagementtechnologien eingesetzt und die Netze weiter ausgebaut. Die Syna GmbH sieht sich dafür gut aufgestellt.

Umstellung von L- auf H-Gas 
Mathias Kramer, Projektleiter für Marktraumumstellung, berichtet zur laufenden Umstellung von L- auf H-Gas im Zuständigkeitsbereich des Netzversorgungsbetriebs. Da langfristig mit einer rückläufigen Produktion des L- Gases (Low caloric gas = geringer Brennwert) im In- und Ausland zu rechnen ist, wurde per Parlamentsbeschluss die Rückführung und Einstellung der L-Gasförderung und der Umstieg auf H-Gas (High caloric gas = höherer Heizwert) beschlossen. Erdbeben im Hauptfördergebiet in Groningen, Niederlande, haben den Handlungsdruck zusätzlich verstärkt. Bei ca. 5,5 Mio. betroffenen Erdgas-Kunden wurden von erhobenen 46.149 Geräten, bis zum 16.08.2021 bereits 42.024 Gasverbrauchsgeräte durch die Syna erfolgreich umgestellt. Die Kreis-CDU begrüßt ausdrücklich dieses schnelle und zielstrebige Handeln. Landrat Köberle: „Die Syna hat durch Ihre schnelle Strategie zuverlässig zum Erhalt der Versorgungssicherheit gerade im Landkreis Limburg-Weilburg beigetragen!“ Weitere Potentiale sieht die Süwag vor allem auch im Grünen Wasserstoff, einem Zukunftsthema, das kurz- bis langfristige Optionen bietet, nämlich Mobilität und Infrastruktur zum Tanken. Dies entspräche, so Landman, dem Green Deal und der EU-Strategie. Es trage dem „Corona-Wiederaufbauprogramm“ genauso Rechnung, wie der nationalen Wasserstoffstrategie.

Energiewende noch lange nicht bewältigt
Christian Wendel, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion, stellt fest, dass die Herausforderungen der so genannten Energiewende noch lange nicht bewältigt sind. Er bedankte sich für den guten und intensiven Austausch und vor allem dafür, dass die Syna als lokaler Energieversorger, richtige Weichen gestellt habe. „Für uns gilt, dass Energie bezahlbar bleiben muss. Es kann nicht sein, dass die Energiewende für die Verbraucher zu einem nicht kalkulierbaren Risiko wird. Da gehen die Menschen zu Recht nicht mit. Der CDU-Kreisvorsitzende, Andreas Hofmeister MdL, ergänzt: „Bei all diesen wichtigen Weichenstellungen, sind aber wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit Erhalt des Wohlstandes unseres Landes immer mitzudenken. Nur durch wirtschaftliche Stärke werden die finanziellen Mittel verfügbar, die es für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen bedarf!“

Stromkapazität durch E-Autos, Homeschooling, „KI“ und vieles mehr Steigt drastisch 
In   dem   sehr   informativen   Austausch   wurde   auch   deutlich, dass der Mehrverbrauch an Stromkapazität durch E-Autos, Homeschooling, „KI“ und vieles mehr drastisch steigt. Was wiederum bedeutet, dass wir neuen und innovativen Energiequellen gegenüber offen sein müssen, wenn wir auf Kohle und Kernkraft verzichten wollen. Es muss die ununterbrochene Versorgung der Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland mit Strom fortwährend garantiert sein. Nur so können wir unseren Wohlstand und damit auch die Klimaziele aufrechterhalten. Der Sprecher des Arbeitskreises, Tobias Grän und der Sprecher des Arbeitskreises Raumordnung, Michael Ruoff, setzen den Schlusspunkt: „Schmutzigen Strom“ von anderen Ländern einzukaufen, kann nicht die Lösung sein!“ und kündigten gleichzeitig an: „Wir werden weiterhin mit Ihnen im Gespräch bleiben und schätzen Sie als zuverlässigen Partner!“

 

Quelle: CDU-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg/Tarik Cinar

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