10.07.2020

Rohbau für Wohnprojekt im Löhnberger Ortskern steht

Kreissparkasse feiert Richtfest des Projektes Wohnen auf der Stadtmauer

Pläne Wohnen auf der Stadtmauer Foto: Gemeinde Löhnberg

Bürgermeister Dr. Schmidt bezeichnet sie als schönste seniorengerechte Wohnanlage im Landkreis und freut sich, dass die Bauarbeiten trotz Corona im Zeitplan liegen und nun die Vergabe der seniorengerechten Wohnungen beginnen kann. Nachdem im September vergangenen Jahres der erste Spatenstich für das Projekt gefeiert wurde, konnte nun nach nur gut 10 Monaten bereits das Richtfest gefeiert werden. Im Frühjahr 2021 sollen die Wohnungen fertig sein. Bereits jetzt ist die Nachfrage nach den Mietwohnungen enorm, so dass sich alle Beteiligten sicher sind, dass die Wohnungen sehr schnell vergeben sind. Interessenten können sich bei der Gemeinde melden.

Wohnen auf der Stadtmauer - Allgemeine Informationen zu dem Gebäude:
Auf einer Gesamtwohnfläche von 1420 qm, über drei Stockwerken werden insgesamt 21 barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen. Die einzelnen Wohnungen haben unterschiedliche Größen: zwischen 45 und 92 qm. Es sind zwei Treppenhäuser und zwei Aufzüge eingeplant.

Das gesamte Gebäude, sowie die Wohnungen, sind barrierefrei. Die Decken haben eine Dicke von 20 cm und die Wände eine Stärke von sogar 40 cm, was schallschutztechnisch einen besonders hohen Standard aufweist. Die Brüstungen der Terrassen im Erdgeschoss bestehen aus der alten Stadtmauer. Das Gebäude wird den neuesten Anforderungen entsprechen und an das Nahwärmenetz der Gemeinde angeschlossen. Alle Wohnungen haben Lahnblick und sind durch die bodentiefen Fenster hell und freundlich.

Die Rundung des Turms bleibt durch die Grundmauern bestehen und wird in den neuen, abgerundeten, Balkonen nach oben hin fortgeführt, um die besondere Charakteristik zu erhalten. Der Bau verbindet die alte, denkmalgeschützte Stadtmauer perfekt mit modernen Elementen und fügt sich dadurch sehr gut in das neue Gesamtbild ein. Der festgesetzte Mietpreis liegt bei EUR 8,50 pro Quadratmeter.

weitere Bilder vom Richtfest finden sie hier: Bildergalerie

Historische Gehöftanlage auf der Stadtmauer vor 1929 Foto: Gemeinde Löhnberg

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt begrüßte alle Anwesenden, insbesondere Landrat Michael Köberle, Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann, viele Mitglieder des Verwaltungsrates der Kreissparkasse, Vorstandsvorsitzender Stefan Hastrich, Vorstand Stephan Gürtler, den stv. Vorsitzender der Gemeindevertretung Karl Heinz Schäfer, den Ersten Beigeordneten Udo Jung, die Mitglieder des Gemeindevorstands, den SPD-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Löw, die Verwaltungsspitze aus dem Rathaus Burkhard Schmidt und Diethelm Gretschel, den Architekt Matthias Losacker, den Statiker Bruno Grän und alle anwesenden Handwerker.

Historische Gehöftanlage auf der Stadtmauer vor 1929
Zu Beginn seiner Rede ging Bürgermeister Dr. Frank Schmidt auf den geschichtlichen Hintergrund des Areals ein. Man befinde sich auf historischen Boden. 1321 bekam Heimau/Löhnberg die Stadtrechte und eine Stadtmauer wurde errichtet. Auf dieser Stadtmauer entsteht das Gebäude, welches sich hervorragend an die historischen Gegebenheiten anpasst und rechtzeitig zum Jubiläum fertiggestellt wird: Am 18. Februar 2021 kann die Gemeinde „700 Jahre Stadtrechte“ feiern.

Sein Dank geht daher an den Landkreis Limburg-Weilburg, der das Projekt durch das Programm „bezahlbaren Wohnraum“ mit rund EUR 400.000 unterstützt. Des Weiteren an das Architekturbüro „Ritz & Losacker“ für den zügigen Baufortschritt, an die Kreissparkasse als Bauträger und an alle Firmen, die eine hervorragende Arbeit leisten. Die Gemeinde hat der Kreissparkasse, die ca. 3 Mio. Euro in den Bau investiert, das Grundstück für 99 Jahre verpachtet (Erbpacht). Er dankte zudem den gemeindlichen Gremien, die immer einstimmig den Beschlüssen zugestimmt haben. Es sei ein vertrauensvolles und gutes Miteinander unter allen am Bau Beteiligten.

Ältere Menschen können direkt im Ort alt werden
Bürgermeister Dr. Frank Schmidt ist es wichtig, dass die älteren Menschen direkt im Ort alt werden können. Die Anbindung an das Mehrgenerationenhaus mit der Mittagsversorgung ist optimal, direkt gegenüber wurde der „Heimauer Park“ errichtet und seit März ist in unmittelbarer Nachbarschaft die Tagespflege (Betreiber ist das DRK Oberlahn) in der „Alten Schule“ von 1778. „Hier ist was los und die Bewohner sind mittendrin“, so Bürgermeister Schmidt. Die Gemeinde, der Landkreis und die Kreissparkasse haben auch schon einen Schritt weitergedacht. Die Kreissparkasse hat bereits das Nachbargebäude erworben. Die Gemeinde Löhnberg alles dahinter gekauft, so dass der nächste Bauabschnitt in die Planung gehen kann.

Landrat Michael Köberle: auf dem Land zu leben lohnt sich
Verwaltungsratsvorsitzender und Landrat Michael Köberle bedankte sich bei allen Beteiligten und freute sich, dass die Arbeiten im Zeitplan sind und die Ausgaben im Kostenrahmen liegen. Das ist durch die vergangenen Monate alles andere als selbstverständlich. Die Kreissparkasse als Träger habe es sich zur Verantwortung gemacht, sich für die Region einzusetzen und dafür investiert sie hier kräftig. Das Bauvorhaben füge sich hervorragend in das Ensemble ein und Herr Köberle freue sich sehr, dass Ältere hier alt werden können. Die Stärkung des ländlichen Raums ist ein Ziel des Förderprogramm „Preisgünstiger Wohnungsbau im Landkreis Limburg-Weilburg“, aus dem Mittel von 407.000 Euro in dieses Bauprojekt „Seniorengerechtes Wohnen“ fließen.

Corona habe gezeigt, dass es sich lohnt auf dem Land zu leben und die Natur vor Ort zu haben. Der neue Bau wird den alten Ortskern aufwerten und genau solche Projekte machen die Region „lebens- und liebenswert“, so Landrat Köberle. Er dankt der Kreissparkasse Weilburg, dass sie mit der Errichtung dieser Wohnungen soziale Verantwortung übernimmt, damit ältere Menschen auch ihren Lebensabend in ihrer Heimat, unserem Landkreis Limburg-Weilburg, verbringen können.

Energetisch hochwertig bei bezahlbaren Mieten
Der Architekt Matthias Losacker (Architekturbüro Ritz & Losacker) bezeichnet das Projekt als ein „wunderbares Ergebnis“ und auch eine Erlösung für ihn als verantwortlichen Architekten. Gerade in den letzten Jahren sei die Arbeit als Architekt immer schwerer geworden, da auf der einen Seite der Anspruch energetisch hochwertig zu bauen und auf der anderen Seite bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen in einem Widerspruch zueinander steht. Daher sprach er den Verantwortlichen, wie dem Kreistagsvorsitzendem Joachim Veyhelmann, dem Landrat Michael Köberle, Bürgermeister Dr. Frank Schmidt und Stefan Hastrich von der Kreissparkasse seinen Dank aus. Alle haben dazu beigetragen, dass die Wohnungen bezahlbar sind und gleichzeitig auf einem hohen energetischen Stand gebaut werden konnten. Zudem konnten für die Arbeiten überwiegend regionale Firmen gewonnen werden. Die Firma Bierau (Abrissarbeiten) aus Löhnberg, SE Bau GmbH (Rohbau) aus Elz, Zimmerei Diehl GmbH aus Langendernbach, Statiker Bruno Grän aus Löhnberg, Firma Kleiber (Elektroarbeiten) aus Löhnberg, Altuntop (Gerüstbau) aus Wetzlar usw.

Der Rohbau steht, der Dachstuhl ist errichtet. Im Inneren haben die Elektriker schon angefangen. In wenigen Wochen sollen die Fenster montiert und das Dach geschlossen sein, sodass der Innenausbau starten kann. Das dreigeschossige Gebäude soll einen hohen energetischen Standard aufweisen. Deswegen seien die Wände 40 Zentimeter dick. Einen besonderen Schallschutz sollen die 20 Zentimeter dicken Decken bieten. Hinzu kommt, dass mitten im Ort gebaut wird, und Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt werden müssen. Mit Blick auf das Thema Nachhaltigkeit werde mit Ziegelstein, Holz, Stahl, Sand, Zement und Wasser gearbeitet. „Das gibt es alles nicht umsonst“, sagte Losacker.

v. l. Verwaltungsratsmitglied Ruprecht Keller, Vorstand KSK Stephan Gürtler, Landrat Micheal Köberle, Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann, Vorstandsvorsitzender KSK Stefan Hastrich, Architekt Matthias Losacker, Verwaltungsratsmitglied Matthias Knaust Foto: S. Gelbert

Stefan Hastrich, Vorstand der Kreisparkasse Weilburg dankt allen Beteiligten
„Um ein Kind groß zu ziehen braucht man ein ganzes Dorf, und um ein Projekt, wie das vor uns stehende hochzuziehen, braucht man einen ganzen funktionierenden Kreis, bestehend aus Landkreis, Gemeinde, Architekt, Bauunternehmen, Sparkasse und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern, die darin wohnen möchten“, so begann Vorstandsvorsitzender Stefan Hastrich seine Rede. Ein Bauprojekt dieser Art ist für das Weilburger Kreditinstitut ein neues Betätigungsfeld. Nur durch eine tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit könne man ein solch großes Projekt stemmen. Auch er ist froh, dass die Kosten im Rahmen liegen, 100 % der Arbeiten vergeben sind und man im Zeitplan liege. Das sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Er bedankte sich beim Landkreis, insbesondere Landrat Michael Köberle und dem Kreistagsvorsitzendem Joachim Veyhelmann sowie dem Verwaltungsrat, der das Projekt positiv begleitet, dem Architekturbüro „Ritz & Losacker“ und allen ausführenden Unternehmen. Trotz Corona haben alle Hand in Hand gearbeitet. Die Säulen des Erfolgs seinen hier das vertrauensvolle Miteinander und die Verantwortung für die Region.

Die Kreissparkasse Weilburg realisiert dieses Vorhaben aus unterschiedlichsten Gründen. Da ist zunächst die Satzung der Sparkasse, die ausdrücklich vorsieht, dass die Sparkasse ihre Mittel als dem Gemeinwohl dienendes unternehmen in die Schaffung von Wohnraum investieren kann. An zweiter Stelle verweist Stefan Hastrich auf zwei Leitsätze des Unternehmensleitbildes der Kreissparkasse Weilburg: „Wir bereichern die Lebensqualität der Menschen„ und „Wir übernehmen globale und regionale Verantwortung“. Darüber hinaus hat das Projekt auch wirtschaftliche Bedeutung für die Kreissparkasse. Aufgrund des Niedrigzinsniveaus besteht die Notwendigkeit, fehlende Zinserträge durch Mieteinahmen zu ersetzen. Deshalb ist die erfolgreiche Realisierung des Projektes für die Sparkasse wichtig, um auch in Zukunft die Aufgaben als wichtigster Finanzdienstleister im Landkreis Limburg-Weilburg wahrnehmen zu können. Wirtschaftlichkeit, Gemeinwohlorientierung, regionale Verantwortung, Verbesserung der Lebensqualität, eine gute Architektur und bezahlbare Mieten sind das Ergebnis der in Löhnberg begonnenen erfolgreichen Zusammenarbeit.

Richtspruch stellvertretend durch den Architekten Matthias Losacker
Nach dem offiziellen Teil sprach Architekt Matthias Losacker den Richtspruch, da die Zimmerleute kurzfristig verhindert waren. Alle Interessierten konnten sich danach bei einem kleinen Rundgang durch den Rohbau umschauen.

Vergabe der Wohnungen beginnt
Um den künftigen Mietern ausreichend Zeit zu lassen, ihre jetzige Wohnung zu kündigen oder das Eigenheim zu verkaufen, soll nun mit der Vergabe der Wohnungen begonnen werden. Interessenten können sich montags bis freitags an die Gemeinde Löhnberg, Antje Linet, unter Telefon 0 64 71-98 66 22, wenden.

Teilen


TOP Nachrichten

Firmen mit Gutschein

Kleinanzeigen

TOP Firmen für Sie

Mehrwert-Partner

Emler & Kohlhauer Haustechnik
Inh. A. Emler

Kunden der Kreissparkasse Weilburg erhalten gegen Vorlage ihrer Sparkassencard 10 % Rabatt auf die jährliche Wartung Ihrer Heizungsanlage sowie 1x jährlich 10 % Nachlass auf Materialkosten.

Gewinnspiel

1 X 2 Freikarten für Michael Krebs

www.oberlahn.de und LindenCult verlosen 1X2 Freikarten für  "Michael Krebs" am 29.08.2020, um 20 Uhr, im Lindenhof, Weilburg-Hasselbach.

Der Gewinner wird per E-Mail am Donnerstag, den 20.08.2020 benachrichtigt. 

Wie es geht?

Einfach die Gewinnfrage beantworten, das Formular ausfüllen und abschicken. Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 19.08.2020

Weiterhin für Sie da