23.02.2021

Neue Wege zur Fachkräftesicherung des Regionalmanagements Mittelhessen

Mittelstandsdialog zeigt gelebte Fachkräftesicherung     

Videos werfen Schlaglichter auf die Themen Digitalisierung, Inklusion und lebensphasenorientierte Personalpolitik – Gemeinsames Projekt mit der Stabstelle Fachkräftesicherung in Hessen beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration  Foto: Regionalmanagement Mittelhessen

Fachkräftesicherung ist auch oder oft gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie ein drängendes Thema für Wirtschaft und Verwaltung in Mittelhessen. Wie Arbeitgeber in der Region mit dieser Herausforderung umgehen, zeigen jetzt sechs neue Videos mit beispielhaften Ansätzen, die bei einer Zusammenarbeit des Arbeitskreises Neue Wege zur Fachkräftesicherung des Regionalmanagements Mittelhessen mit der Stabstelle Fachkräftesicherung in Hessen beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) entstanden sind. Die Videos sind ein Baustein des Mittelstandsdialogs „Neue Wege in Mittelhessen zur Fachkräftesicherung im Wandel der Arbeitswelt Hessen“, in dessen Rahmen die Landesregierung mit der Region Mittelhessen bereits seit einiger Zeit intensiv zusammenarbeitet. 

Nutzung neuer Potenziale zur Fachkräftesicherung
Vor allem die Hebung und Nutzung neuer Potenziale zur Fachkräftesicherung stehen bei der jüngsten Produktion im Vordergrund. Bei einem Akteurstreffen, bei dem neben den Projektverantwortlichen auch Vertretungen der porträtierten Betriebe dabei waren, wurden die Beiträge jüngst vorgestellt. Neben den Aspekten Berufsrückkehr, Nachqualifizierung und Teilzeitausbildung, mit denen sich der AK Neue Wege schon seit einiger Zeit beschäftigt, werfen die Filme Schlaglichter auf die Themen Digitalisierung, Inklusion und lebensphasenorientierte Personalpolitik. 

Gemeinsame demografie-, digitalisierungs- und diversitätsorientierte Fachkräftesicherung
Es sei ein Anliegen, dass die beteiligten Arbeitgeber und ihre Ansätze in der Öffentlichkeit gesehen werden, sagte Claudia Wesner, Koordinierende Leitung der Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen. „Hessen hat keine Bodenschätze, aber interessante und attraktive Unternehmen und wertvolle Arbeits-, Fach- und Führungskräfte.“ Gerade im Leben und Arbeiten mit Corona zeige sich, wie wichtig die Fachkräftesicherung, insbesondere für die systemrelevanten Bereiche sei – zum Beispiel in der Pflege, im Gesundheits- und Erziehungsbereich sowie dem Handwerk. Ziel sei die Ausschöpfung möglichst aller Potenziale für Hessen und eine „gemeinsame demografie-, digitalisierungs- und diversitätsorientierte Fachkräftesicherung“ – um letztlich „überall in Hessen gut leben und arbeiten zu können“. 

Betriebe nutzen die Corona-Krise auch, um ihre Unternehmensstrategie zu überdenken
Die sechs Videos, die mit Hilfe der zweikopf Agenturals Kreativ-Partner und Cattle Egret Filmsals ausführendes Team entstanden sind, können auf dem Youtube-Kanal der Hessischen Landesregierung angeschaut werden und sind neben weiteren Informationen zur Fachkräftesicherung in Hessen auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration abrufbar (Link: https://soziales.hessen.de/arbeit/fachkraeftesicherung/neue-wege-mittelhessen-im-wandel-der-arbeitswelt-hessen). In den etwas mehr als vier Minuten langen Beiträgen werden Beispiele gezeigt, wie Mitarbeitende in die Digitalisierung ihrer Unternehmen einbezogen werden können (focus Industrieautomation GmbH, Merenberg und Pfeiffer GmbH & Co. KG, Asslar). Eine Erkenntnis ist die Notwendigkeit guter Personalarbeit und passgenauer Weiterbildungen. Betriebe nutzen die Corona-Krise auch, um ihre Unternehmensstrategie zu überdenken. Einige der besuchten Arbeitgeber haben sich beispielsweise entschieden, ein Mehr an Inklusion in ihren Betrieben zu leben, also Menschen mit und ohne Behinderungen und mit unterschiedlichen Hintergründen zu integrieren (GROSS GmbH, Wettenberg und Logo-Tex e.K., Wetzlar). 

Mitarbeiter sind die Schätze des Unternehmens
Andere Beiträge machen deutlich, wie eine „lebensphasenorientierte Personalpolitik“ dazu beitragen kann, den Wert von Mitarbeitenden als Menschen im Unternehmen anzuerkennen und zu fördern (INOSOFT AG, Marburg und Herbert Betz GmbH & Co. KG, Schotten). Ausdruck einer solchen Politik sind in den gezeigten Beispielen unter anderem Arbeitszeitkonten, Kinderbetreuung und Gewinnbeteiligungen. „Mitarbeiter sind die Schätze des Unternehmens“, hob Frank Schmidt, Leiter des AK Neue Wege, während der Präsentation hervor. Insgesamt strahlen die Filme Optimismus aus und dokumentieren auch den Willen, in der Krise nicht aufzugeben, sondern aktiv zu gestalten und zu kämpfen, sagte Schmidt. Der „hochkarätige Arbeitskreis“ des Regionalmanagements Mittelhessen leiste dazu seinen Beitrag. 

In der sich den Präsentationen anschließenden Diskussion stach das Thema Ausbildung hervor:
Viele Arbeitgeber können bei der Suche nach Nachwuchs die Zielgruppe wegen der Pandemie nicht wie üblich in Schulen oder auf Ausbildungsmessen treffen. Eine Möglichkeit sei, mit den Schulen digitale Treffen zu vereinbaren, schlug Claudia Wesner vor. Die Arbeitgeberverbände arbeiteten bereits an virtuellen Konzepten, sagte Sebastian Höhn, Referent für Fachkräfteentwicklung und Berufliche Bildung beim Arbeitgeberverband Hessenmetall, Bezirksgruppe Mittelhessen. „Berufsorientierung sollte auch digital stattfinden“, fügte er hinzu. Insgesamt gebe es trotz Krise keinen flächendeckenden Abbau von Ausbildungsplätzen in Mittelhessen. 


Links zu den Videos:
Gelebte Fachkräftesicherung in Hessen - YouTube 

Projektseite beim HSMI:
https://soziales.hessen.de/arbeit/fachkraeftesicherung/neue-wege-mittelhessen-im-wandel-der-arbeitswelt-hessen

 

Das Regionalmanagement Mittelhessen stärkt und vermarktet den Wirtschafts- und Hochschulstandort in der Mitte von Hessen. Der Schulterschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist in den Themenfeldern Infrastruktur, Bildung und Fachkräfte sowie Forschung und Innovation tätig. 

In der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH haben sich alle Handwerkskammern, Hochschulen, Industrie- und Handelskammern, Landkreise und die vier großen Städte mit dem Verein Mittelhessen zusammengetan, um Strategien für die Region zu planen und Projekte gemeinsam umzusetzen. 

Der Arbeitskreis „Neue Wege zur Fachkräftesicherung“ entwickelt Konzepte, um zusätzliches Potenzial an Fachkräften für die Region zu aktivieren. An- und Ungelernte, Berufsrückkehrer_innen und Arbeitnehmer_innen, die nur in Teilzeit arbeiten können, weil sie Kinder versorgen oder Angehörige pflegen, werden dabei als Quelle zur Fachkräftesicherung noch unzureichend wahrgenommen werden. Verschiedene Themen wie Teilzeitausbildung, Digitalisierung, Inklusion, Mitarbeiterbindung aber auch die Unternehmenskultur nehmen dabei eine wichtige Rolle ein. Der Arbeitskreis möchte die Vorteile und Chancen dieser Zielgruppen und Themen näherbringen und so neue Wege zur Fachkräftesicherung aufzeigen. 

Quelle: Regionalmanagement Mittelhessen

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