04.06.2024

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai

adobe.stock.com / Westend 61 / Christian Vorhofer

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Mai 2024 insgesamt 12.943 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,5 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im April wurden 13.224 Arbeitslose vermeldet - die Quote lag bei 5,7 Prozent. Vor einem Jahr waren 12.072 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,2 Prozent. Von den insgesamt 12.943 arbeitslosen Personen waren 3.914 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.107 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.922 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Die Arbeitslosigkeit ist im Mai zurückgegangen. Erfreulich ist zudem, dass sich diese Entwicklung in beiden Landkreisen sowohl bei der Arbeitsagentur, als auch bei den beiden Jobcentern abbildet“, erklärte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Partizipiert an diesem Trend hätten landkreisübergreifend bis auf die Jugendlichen annähernd alle Personengruppen. Recht deutlich sei der Rückgang bei den Ausländern zu verzeichnen gewesen. Unterschiedliche Entwicklungen habe es bei den Stellenmeldungen gegeben: Während die Arbeitskräftenachfrage im Mai im Landkreis Limburg-Weilburg 18 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen habe, sei sie im Lahn-Dill-Kreis 23 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben, sagte Berbuir weiter. Insgesamt würden die konjunkturellen Impulse nicht ausreichen, um dem Arbeitsmarkt eine deutliche und nachhaltige Dynamik zu verleihen, resümierte die Agenturchefin abschließend.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Mai im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im Mai 2023 betrug die Quote 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.763 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 107 weniger als im April (-2,2 Prozent) und 421 mehr als vor einem Jahr (+9,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,7 Prozent, 4.466 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.

Im aktuellen Monat wurden 34,8 Prozent (1.656 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 51 Personen (-3,0 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 214 Arbeitslose (+14,8 Prozent) gestiegen. 65,2 Prozent (3.107 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Mai beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 56 Arbeitslose (-1,8 Prozent). Gegenüber Mai 2023 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 7,1 Prozent (+207 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Bürgergeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2023 waren bei der Arbeitsagentur 1.564 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.902 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer sank gegenüber dem Vormonat um 71 auf 2.605 Arbeitslose (-2,7 Prozent). Bei den Frauen reduzierte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 36 auf 2.158 Erwerbslose (-1,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 237 Arbeitslose (+10,0 Prozent) und bei den Frauen um 184 Arbeitslose (+9,3 Prozent) zu. 2023 waren jahresdurchschnittlich 2.465 Männer und 2.001 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Mai um 0,2 Prozent oder einen Arbeitslosen gestiegen. Aktuell sind 436 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 73 mehr, als vor einem Jahr (+20,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 401 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 3 Betroffene auf 1.576 Arbeitslose angestiegen (+0,2 Prozent). Sie liegt damit um 233 Personen oder 17,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.417 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Mai bei 316 Personen und somit um 6 Personen oder 1,9 Prozent über dem Vormonatswert. Gegenüber Mai 2023 war ein Anstieg um 15 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+5,0 Prozent). Im Jahr 2023 waren jahresdurchschnittlich 297 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Gegenwärtig weist die Statistik 1.354 Langzeitarbeitslose aus, 13 weniger als im Vormonat (-1,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 204 Personen oder 17,7 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 1.176 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.985 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 52 arbeitslose Ausländer weniger als im April (-2,6 Prozent) sowie 139 mehr als vor einem Jahr (+7,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 1.919 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Mai 2024 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 261 Vermittlungsaufträge. Dies waren 40 Stellen mehr als im Mai 2023 (+18,1 Prozent). 2023 wurden insgesamt 3.013 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2023 bis Mai 2024 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.222 Ausbildungs-suchende. Dies waren 77 oder 6,7 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 538 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 449). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.118 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 38 Stellen bzw. 3,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. 620 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2023 waren noch 632 Ausbildungsstellen frei.

Quelle: Arbeitsagentur

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