21.02.2021

Wie viel Eigenkapital Sie für eine Immobilie brauchen

Eigenkapital: Je mehr, umso besser

Foto: KSK Weilburg/DSV

Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, brauchen Sie in der Regel Eigenkapital. Wie viel sollte das sein? Was zählt alles als Eigenkapital? Und geht es vielleicht auch ohne? Wir geben Tipps, wie Sie Eigenkapital für den Immobilienkauf bilden können.

Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Termin!

Das gehört zum Eigenkapital:
- Ersparnisse auf Konten
- Barvermögen
- Bausparguthaben (Ihr Eigenanteil, nicht die Darlehenssumme)
- Lebensversicherungen
- Aktien, Investmentfonds, Wertpapiere
- Immobilien
- Ein bereits bezahltes Baugrundstück
Verschaffen Sie sich eine genaue Übersicht über Ihre Finanzen. Addieren Sie alles und ermitteln Sie so das verfügbare Eigenkapital

Tipp: Setzen Sie nicht Ihr gesamtes Eigenkapital ein.
Behalten Sie möglichst eine Reserve für unvorhersehbare Ausgaben wie zum Beispiel Reparaturen.
Unsere Empfehlung:
Mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten für den Erwerb Ihrer Immobilie sollten durch eigenes Kapital abgedeckt werden. Besser sogar noch mehr. Denn je höher Ihr Anteil an Eigenkapital ist, umso weniger Kredit müssen Sie für die Finanzierung aufnehmen. Und umso weniger kostet die Finanzierung.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Jeder Kreditgeber integriert sein Risiko in die Konditionen. Ein hoher Anteil an Eigenkapital bedeutet für ihn mehr Sicherheit und senkt die Gefahr von Zahlungsausfällen. Als Kreditnehmer profitieren Sie damit von niedrigeren Zinsen.

Finanzierung ohne Eigenkapital
Die nötigen Geldreserven für den Erwerb von Wohneigentum stellen oft die größte Herausforderung dar. Das folgende Rechenbeispiel zeigt die erforderliche monatliche Sparleistung, die aufgebracht werden muss, um 60.000 Euro Eigenkapital zu bilden.
60.000 Euro Eigenkapital ist ein guter Grundstock für eine Immobilienfinanzierung. Je mehr Zeit bleibt um dieses Finanzpolster zu bilden, desto niedriger sind die monatlichen Raten.

Fünf Tipps, um Eigenkapital für den Hauskauf zu bilden
Die aktuell hohen Immobilienpreise haben für alle, die Eigentum erwerben wollen, eine maßgebliche Konsequenz: Für eine solide Finanzierung brauchen sie mehr Eigenkapital.
Die Achillesferse vieler Baufinanzierungen sind die Nebenkosten. Rund zehn Prozent der Kaufsumme sollten Immobilienkäufer in jedem Fall mitbringen.
Wie viel zusätzliches Eigenkapital nötig ist, hängt von der Einkommenssituation ab und lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch mit einem Berater klären.
Fünf Tipps, damit Sie möglichst viel Eigenkapital für den Immobilienkauf bilden können.

Foto: KSK Weilburg/DSV

1. Bausparen mit Wohn-Riester
Bei Wohn-Riester setzen Sie die staatliche Förderung zur Altersvorsorge für den Kauf oder Bau Ihres Eigenheims ein. Während der gesamten Laufzeit fließen Ihre Sparbeträge und die staatlichen Zulagen in einen Bausparvertrag.
Informieren Sie sich hier über die Wohn-Riester-Förderung!

Bausparen hat einen besonderen Vorteil: Es ist flexibel.
Geldgeschenke oder ein Bonus vom Arbeitgeber lassen sich jederzeit als Sonderzahlungen auf den Bausparvertrag einzahlen. Verbessern sich die finanziellen Verhältnisse, kann die monatliche Rate problemlos erhöht werden.
Dank Wohn-Riester ist Ihr Bausparvertrag früher zuteilungsreif. Und Sie haben durch die Zulagen Ihr Darlehen schneller zurückgezahlt als bei einem ungeförderten Baukredit.
Wohn-Riester führt zu schnellerem Tilgen von Krediten und hilft beim Ansparen von Eigenkapital.

2. Private Altersvorsorge kritisch prüfen
Die eigenen vier Wände stellen auch häufig eine Altersvorsorge dar, von der Sie schon heute etwas haben. Aus dem Grund hilft es manchmal, seine Altersvorsorge neu zu bedenken.
Wenn Sie bereits 400 Euro in eine private Rentenversicherung einzahlen, können Sie womöglich nicht noch weitere 400 Euro für einen Immobilienerwerb sparen. Überlegen Sie sich aus dem Grund genau, welche Anlageform zur Altersvorsorge für Sie am besten geeignet ist.

3. Privatdarlehen
Wer einen Kredit benötigt, muss nicht unbedingt eine Bank einschalten. Auch Privatpersonen wie Familie und Freunde kommen als Geldgeber in Frage. Vorteile eines Privatdarlehens liegen auf der Hand: Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel verlangen für das geliehene Geld normalerweise keine oder geringe Zinsen. Außerdem lässt sich die Rückzahlung flexibler handhaben und Sie sparen Nebenkosten, die bei einem Kredit ansonsten anfallen können.
Tipp: Um beide Seiten abzusichern und Streit zu vermeiden, sollten Geldgeber und Geldnehmer für das Privatdarlehen einen schriftlichen Vertrag aufsetzen.

4. Schenkung oder vorgezogene Erbschaft
Eltern oder nahe Verwandte nutzen eine Immobilienfinanzierung oft dazu, um bereits zu Lebenszeiten einen Teil des Erbes weiterzugeben.
Solche Schenkungen sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei. So gilt ein Freibetrag von 400.000 Euro für jedes Kind.
Ein Vorteil der Schenkung ist außerdem, dass Beschenkte die Freibeträge alle zehn Jahre wieder in Anspruch nehmen können; im Erbfall geht das naturgemäß nur einmal. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Erben und Vererben

5. Zinsen sparen durch Umschulden
Auto, Möbel, Technik: Bei vielen Anschaffungen kommt man um die Aufnahme eines Kredits nicht herum. Viele unterschätzen jedoch, wie viel Zinsen sie im Laufe der Ratenzahlung zahlen müssen.
Häufig laufen diese Kredite über fünf, sechs oder sogar zehn Jahre. Deswegen gibt es gute Gründe, alte Konditionen ab und an mit neuen Zinsangeboten zu vergleichen – um Kosten zu sparen.
Oft bietet es sich auch an, mehrere alte Kredite in einem neuen zu bündeln. Wenn Sie also noch Kredite laufen haben, sollten Sie prüfen, ob Sie durch eine Umschuldung Geld sparen können.


Foto: KSK Weilburg/DSV

Häufig gestellte Fragen
Was zählt alles unter Eigenkapital?
Als Eigenkapital zählt bei einer Baufinanzierung der Teil des Geldes, der nicht über die Bank kommt, sondern aus dem eigenen Vermögen stammt. Dazu gehören:
• Ersparnisse auf Konten
• Barvermögen
• Bausparguthaben (Ihr Eigenanteil, nicht die Darlehenssumme)
• Lebensversicherungen
• Aktien, Investmentfonds, Wertpapiere
• Immobilien
• Ein bereits bezahltes Baugrundstück
Zusätzlich können angesammelte Ersparnisse aus einer Riester-Rente ganz oder teilweise zur Erhöhung des Eigenkapitalanteils genutzt werden.

Wie viel Eigenkapital sollte man beim Hauskauf haben?
Wenn Sie eine Immobilie kaufen ist unsere Empfehlung: 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten sollten Sie aus eigenen Mitteln aufbringen. Besser sogar noch mehr. Je höher Ihr Eigenkapitalanteil, umso weniger Kredit müssen Sie für Ihre Finanzierung aufnehmen. Und umso weniger kostet die Finanzierung.

Wie viel Eigenkapital sollte man beim Hauskauf haben?

Ohne Eigenkapital eine Immobilie finanzieren klingt in Zeiten niedriger Zinsen zunächst verlockend. Manche Kreditinstitute werben aktuell sogar für die sogenannte Vollfinanzierung ohne Eigenkapital. Das kann für Bauherren mit einem sicheren hohen Einkommen eine Option sein. Wer gut verdient und einen sicheren Job hat, kann unvorhergesehene Kosten abfangen.

Ein höheres Risiko als bei der Finanzierung mit Eigenkapital bleibt trotzdem.
Denn fällt das Einkommen unvorhergesehen weg, kann es eng werden. Außerdem gilt: Je mehr Eigenkapital Sie einsetzen, umso preiswerter finanzieren Sie Ihre Immobilie. Unser Tipp also: Besser erst einmal Geld ansparen.

Quellen:
KSK Weilburg/DSV
Kreissparkasse Weilburg - Hauptstelle

Kreissparkasse Weilburg
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Odersbacher Weg 1, 35781 Weilburg
Telefon: 06471 / 312-0
Fax: 06471 / 312-91019

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Dienstag 9.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 16.00 Uhr
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Donnerstag 9.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 18.00 Uhr
Freitag 9.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 16.00 Uhr
Branchen: Banken und Sparkassen Finanzdienstleistung Versicherung

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