17.09.2019

Prof. Dr. Markus Hengstschläger hält unterhaltsamen Vortrag über die Durchschnittsfalle

Tag des Handwerks in Löhnberg

Stefan Füll, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden Foto: Kreissparkasse Weilburg/Eike Dillenberger

Im Rahmen des Tag des Handwerks am 12. September 2019 zeichneten Stefan Hastrich, Vorstandsvorsitzender des Kreissparkasse Weilburg, Mario Rohrer von der Kreissparkasse Limburg, Wolfram Uhe,  Kreishandswerksmeister sowie Stefan Laßmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Limburg-Weilburg die diesjährigen Junghandwerker mit dem Förderpreis aus.

Handwerk sei durch die Kampagne greifbar, nahbar geworden
Vorab richtete Wolfram Uhe Grußworte an die Gäste in der vollbesetzten „Lilie‘“ in Löhnberg. Es sei wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen, sagte  Uhe. „Wir wissen, was unsere Gesellschafts- und Wirtschaftsgruppe ausmache: Das beste Ausbildungssystem der Welt, die hohe Verantwortung gegenüber Kunden, Betrieb und Mitarbeitern, die tiefe Verwurzelung in der Region“, sagte Uhe. Das zeige auch die neue Imagekampagne mit dem Motto „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ Handwerk sei durch die Kampagne greifbar, nahbar geworden. Mit ihr sei es erstmals gelungen, das deutsche Handwerk unter einem Dach, unter einer Marke und einem Design zu vereinen. Angekommen sei bei den Menschen, dass Handwerk vielseitig sei, echte Wertschöpfung erzeuge und für Erfüllung sorge. Doch zum Verdienen ziehen viele jungen Menschen ein Studium vor. „Mit diesem Vorurteil wollen wir aufräumen, denn Handwerkersein lohnt sich“, sagte der Kreishandwerksmeister. Das sei der Leitgedanke der dritten Staffel der Imagekampagne.

Junge Menschen für das duale Ausbildungssystem werben
363 000 Lehrlinge bilde aktuell das Handwerk jährlich aus. Das sei ein gutes Drittel aller Auszubildenden in Deutschland. Dieser qualifizierte Nachwuchs sorge auch in Zukunft dafür, dass alles laufe. Aber es falle zunehmend schwer, geeignete Auszubildende, aber auch Fachkräfte zu finden. Daher gebe es immer mehr Initiativen und Projekte, um junge Menschen für das duale Ausbildungssystem zu werben.
„Handwerk, das ist Tradition und Innovation zugleich, Handwerk gibt uns das, was man fürs Leben braucht und was das Leben angenehm macht und das bereits seit Menschengedenken“, sagte Uhe.

Gäste in der vollbesetzten "Löhnberger Lilie" Foto: Kreissparkasse Weilburg/Eike Dillenberger

Es gibt 130 Berufe, in denen im Handwerk ausgebildet wird
Die Auftragslage sei gut, auch wenn viele Betriebe kleiner geworden seien, meinte Stefan Füll, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden. Im Handwerk habe sich viel getan und ihre Start-ups seien bereits vor 100 Jahren gegründet worden. Es gebe 130 Berufe, in denen im Handwerk ausgebildet wird. „Wenn es keine Handwerker gäbe, dann könnten wir heute nicht hier  in der „Lilie“sein mit einen neuen Dach über dem Kopf“, sagte Hastrich. „Die Kreissparkassen in der Region mit ihren Mitarbeitern können nicht viel Handwerkliches machen, aber wir können in Geldangelegenheiten unterstützen“, sagte Hastrich. So würden sie sich immer wieder aufs Neue ergänzen. Viele Krisen hätten sie gemeinsam durchgestanden und heute seien Banken mehr denn je auf Kunden angewiesen. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank mache es den Banken seit Jahren und auch in Zukunft nicht leicht. 

Im Anschluss an die Grußworte wurden die Urkunden und Geldpreise an folgende Junghandwerker vergeben:

Marco Ahlbach, Nils Bauch, Elina Bender, Niklas Biet, Christian Fritz, Anton Hornivius, Liza-Marie Ikkes, Yann-Michael Keßler, Steven Kluger, Julius Knapp, Melissa Knörr, Dominik Kremer, Marcel Lang, Maren Mehrwald, Andree Messinger, Benjamin Müller, Sören Nickel, Luca Peuser, Noah Propszt, Eric Reinelt, Larissa Rumpf, Lydia Ruppel, Jonas Sachse, Georg Schellong, Lisa Stahl, Felix Wolf, Domenik Zabel, Adriana Zimmermann.

Prof. Dr. Markus Hengstschläger Foto: Kreissparkasse Weilburg/Eike Dillenberger

Wir sollten anfangen, Talente zu fördern anstatt uns mit unseren Schwächen zu befassen
Spannend und unterhaltsam wurde es im Anschluss, als Prof. Dr. Markus Hengstschläger mit seinem Vortrag „Die Durchschnittsfalle“ den Anwesenden aus der Seele sprach. "In unserer Leistungsgesellschaft ist die Hervorbringung durchschnittlicher Allround-Könner zur obersten Priorität geworden. Wir sollten anfangen, Talente zu fördern anstatt uns mit unseren Schwächen zu befassen. Wer einen neuen Weg gehen will, muss den alten verlassen“, sagte er. Mittelmaß schaffe keinerlei Innovation. Motivation und Risikobereitschaft setzten eine optimale Fehlerkultur im Unternehmen voraus. „Wir kennen die Herausforderungen nicht, die uns die Zukunft stellen wird; bewältigen können wir sie aber nur, wenn wir jene einzigartigen Talente fördern, die in uns allen schlummern“, sagte Hengstschläger.

Weitere Bilder vom Tag des Handwerks sehen Sie hier:

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