13.02.2019

IHK-Umfrage

Unternehmen wollen im Ausland investieren

Foto: Archiv

Die heimischen Unternehmen, insbesondere aus der Industrie, wollen im Jahr 2019 ihre Investitionen im Ausland insgesamt weiter steigern. Zugleich erwarten sie, dass die Exporte etwas abnehmen.

Die wichtigsten Märkte sind die Länder der Eurozone.
Dort wollen die Betriebe vor allem in den Ausbau von Vertrieb und Kundendienst investieren. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der IHK Limburg zum Auslandsgeschäft der regionalen Unternehmen.

Umfrage zum Jahreswechsel 2018/2019
Die Umfrage zum Jahreswechsel 2018/2019 ergab, dass vor allem die heimischen Industriebetriebe Geschäftsbeziehungen ins Ausland pflegen. Sechs von zehn Unternehmen der Branche machen mit ihren Waren bzw. Diensten Geschäfte mit ausländischen Kunden. In diese Geschäftsbeziehungen wollen die Unternehmen in 2019 weiter investieren, auch direkt im Ausland.

Auslandsinvestitionen nehmen zu, Auftragseingänge sind zurückgegangen
Die von den Betrieben für 2019 geplanten Auslandsinvestitionen werden per Saldo um ca. 5 Prozent höher sein als im letzten Jahr. Mit den Investitionen wollen die Betriebe vor allem (59 Prozent) den Vertrieb und den Kundendienst ausbauen. Den Aufbau einer Produktion im Ausland haben 40 Prozent der Investitionen zum Ziel. Wenn heimische Unternehmen in die Produktion im Ausland investieren, geschieht dies zum Teil wegen günstigerer Kostenstrukturen. Oftmals ist die Produktion vor Ort aber auch Voraussetzung dafür, die eigenen Produkte dort vertreiben zu können.

Auftragseingänge in den letzten vier Monaten gesunken
Zugleich ergab die Umfrage, dass die Auftragseingänge der Industrieunternehmen aus dem Ausland in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres gesunken sind (per Saldo um 9 Prozent). Für 2019 rechnen die Unternehmen insgesamt mit einem leicht sinkenden Exportvolumen: 19 Prozent erwarten mehr, 58 Prozent gleich viel und 23 Prozent weniger Exporte.

Zielländer
Befragt nach den Zielländern der Auslandsinvestitionen, nennen die Unternehmen an erster Stelle die Länder der Eurozone (73 Prozent). Die sonstigen EU-Länder, Schweiz und Norwegen werden von 14 Prozent der Unternehmen genannt. Diese Auslandsmärkte sind nah, die Mentalität ist vertraut und außerdem gibt es innerhalb der dominierenden Euro-Zone kein Wechselkursrisiko. Als weiteres wichtiges Investitionsland wird China genannt (15 Prozent). Weitere vereinzelt genannte Zielregionen von Auslandsinvestitionen sind die Räume Nordamerika, Russland-Türkei-Südosteuropa bzw. Asien. Geringeres Interesse besteht an Südamerika, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten.

Quelle: Matthias Werner/Industrie-und Handelskammer Limburg


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