20.02.2021

Schardt-Sauer (FDP) :

Windkraftpläne in Villmar auf den Prüfstand

Wegen der Medienberichte über die Pläne eines Windkraftprojektierers aus Erfurt, der zwischen Villmar-Seelbach und Runkel-Arfurt sieben Windkraftanlagen bauen will, hat die FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer den Ersten Kreisbeigeordneten Jörg Sauer angeschrieben und darum gebeten, der Gemeinde Villmar und Bürgermeister Rubröder in der Angelegenheit den Rücken zu stärken.

Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Vilmar den Rücken stärken
„Als Dezernent für Bauen und Naturschutz werden Sie über den Vorgang informiert und auch nach Lage der Dinge beteiligt werden“, schreibt Schardt-Sauer in ihrem Brief. „Ich bitte Sie daher, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um das Projekt zu stoppen und damit dem Bürgermeister und den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Vilmar den Rücken zu stärken.“ Hintergrund ist, dass die Gemeindevertretung Villmar bereits seit langem beschlossen hat, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Bau der Windräder zu verhindern. Nach den vorliegenden Informationen soll die Erfassung und Kartierung der Greifvogelhorste und der Avifauna bereits in Kürze beginnen. Schardt-Sauer kritisiert, die Planung der Firma aus Erfurt vor dem Hintergrund, dass erst 2019 die Naturwerk Windenergie aus Herten mit dem Hinweis auf schwerwiegende artenschutzrechtliche Konflikte ein ähnliches Vorhaben beendet hat.

Schardt-Sauer erklärt dazu:
„An diesem Konflikt eines solchen Vorhabens mit dem Artenschutzrecht hat sich nach meiner Kenntnis nichts geändert.“ Die Energiequelle GmbH Erfurt berufe sich laut Medienberichten auf den geänderten Runderlass der grünen Wirtschafts- und Umweltministerien, der Windkraftvorhaben grundsätzlich gegenüber Natur- und Artenschutz privilegiert. Dieser sei jedoch bereits zwischenzeitlich vor Gericht gescheitert und daher als Grundlage für die weiteren Planungen nicht mehr anwendbar. „Neben den naturschutzfachlichen Gesichtspunkten wären auch die Belastungen für Anwohner und Landschaftsbild erheblich. Dazu kommt, dass die Gemeinde Villmar und der Bürgermeister der Gemeinde Villmar das Vorhaben nicht unterstützen, da die Gemeindevertretung mehrheitlich gegen das Projekt gestimmt hat“, so Schardt-Sauer. Abschließend fordert die Landtagsabgeordnete den Kreisbeigeordneten Jörg Sauer, der auch zuständiger Dezernent für Naturschutz ist, auf, einen öffentlichen Bericht über die rechtlichen Grundlagen und das weitere Vorgehen des Naturschutzamtes des Kreises im Rahmen der nächsten Kreistagssitzung zu geben. Dies würde Transparenz in den Sachstand zu dem Vorhaben bringen.

Quelle: Marion Schardt-Sauer / Mitglied des Hessischen Landtags

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