15.09.2021

Mieten heben ab: In 6 Jahren um 33,3 Prozent gestiegen

Wohnungen im Kreis Limburg-Weilburg knapp

Foto: Pixabay

Das Wohnen fängt beim Wählen an: „Für die Mieten im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es seit Jahren nur eine Richtung – nämlich immer nach oben“, sagt Karl-Heinz Michel. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Wiesbaden-Limburg beruft sich dabei auf eine Mietpreis-Analyse des Pestel-Instituts.

Anstieg der Kosten fürs Wohnen, die der Staat übernimmt
Im Fokus der Untersuchung steht der Anstieg der Kosten fürs Wohnen, die der Staat übernimmt, wenn Haushalte auf Hartz IV angewiesen sind: Selbst die Kaltmiete für Wohnungen mit einfachem Standard ist demnach im Kreis Limburg-Weilburg von 4,70 Euro pro Quadratmeter (im Januar 2015) auf 6,30 Euro (im April 2021) enorm angestiegen – ein Plus von 33,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise haben im gleichen Zeitraum deutlich weniger zugelegt – nämlich um 9,8 Prozent, so das Pestel-Institut. „Die neue Bundesregierung muss sich enorm ins Zeug legen und für mehr Wohnungen sorgen“, so Karl-Heinz Michel. Es fehlten vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen – gerade auch im Kreis Limburg-Weilburg.

Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben
„Die Situation im Kreis Limburg-Weilburg ist damit Teil der bundesweiten Misere auf dem Wohnungsmarkt“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger. Das Drehen an der Mietspirale müsse ein Ende haben. „Die Mieten müssen wieder runter. Dafür muss der Neubau aber deutlich nach oben gehen – vor allem bei den bezahlbaren Wohnungen und bei Sozialwohnungen“, fordert Feiger. Deshalb müsse die neue Bundesregierung „schleunigst ein dickes Wohnungsbau-Paket“ auf den Weg bringen.

Das Wohnen fängt beim Wählen an
„Damit das passiert, ist eine Botschaft wichtig: Das Wohnen fängt beim Wählen an“, so Feiger. Der IG BAU-Chef appelliert deshalb, „einen kritischen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen und genau zuzuhören, was von denen kommt, die in den Bundestag und ins Kanzleramt wollen“. Es gebe Parteien, die bereits klare Zielmarken beim Neubau von Wohnungen gesetzt hätten. Andere dagegen blieben vage und vermieden konkrete Zahlen.

Lockruf in die Wahlkabine
„Wohnungen kann man wählen. Gute Arbeit und eine ordentliche Rente übrigens auch“, sagt Feiger. Dazu startet die IG BAU jetzt einen „Lockruf in die Wahlkabine“ – mit Wahl-Clips und der Aufforderung: „… iXen gehen!“. Es sind Film-Spots mit skurrilen Szenen und kuriosen Charaktertypen – wie dem „Wohnungen-wählen“, der als grotesker Makler die Situation auf dem Wohnungsmarkt ebenso schräg wie spöttisch skizziert.

Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine
Die IG BAU will damit einen „Weckruf zur Wahl“ machen: „Es geht darum, die Probleme, die den Menschen auf den Nägeln brennen, klar auf den Punkt zu bringen – mit einem Augenzwinkern. Ob per Briefwahl am Küchentisch oder am 26. September in der Wahlkabine: Wichtig ist, dass die Menschen wählen gehen“, sagt der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger.

Hier geht es zum Wahl-Clip „Wohnen“ mit einem „Wohnungen-wählen“: www.igbau.de/wohnungen-wählen

 

Quelle: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Teilen


TOP Nachrichten

Firmen mit Gutschein

Kleinanzeigen

TOP Firmen für Sie

Mehrwert-Partner

Bäckerei - Konditorei Kremer

Kunden der Kreissparkasse Weilburg erhalten gegen Vorlage ihrer SparkassenCard ab einem Einkaufswert von 10 Euro 5 Brötchen gratis dazu.