Veranstaltung

Mag. art. Michael Harry Poths spielt Werke aus Barock und Romantik

Orgelkonzert anlässlich des Goldenen Jubiläums mit der Königin

Kirche St. Peter und Paul Bad Camberg | Sonntag, 25.7.2021 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Mag. art. Michael Harry Poths an der Orgel in St. Peter und Paul Bad Camberg Anneke Jung

Mag. art. Michael Harry Poths, seit Jahresbeginn Organist an der Klais / Förster & Nicolaus – Orgel der Pfarrkirche St. Peter und Paul Bad Camberg, begeht in diesem Jahr sein 50. Organistenjubiläum. Da die Orgel zu Recht als Königin der Musikinstrumente bezeichnet wird, ist es also das goldene Jubiläum mit der Königin und passend zum Jahr der Orgel.

Die ersten drei Konzerte zum Jubiläum virtuell als Videos
Da aufgrund der Corona-Pandemie Präsenzkonzerte bis Jahresmitte nicht möglich waren, gestaltete der Organist die ersten drei Konzerte zum Jubiläum virtuell als Videos auf seinem YouTube Kanal.

Nun wird das vierte Konzert wieder öffentlich in der Kirche erklingen.
Poths hat ein Programm aus norddeutschem Barock sowie deutscher und französischer Romantik zusammengestellt. Das Programm wird eingeleitet mit dem Praeludium C-Dur BuxWV von Dietrich Buxtehude (1637-1707). Das aus mehreren Teilen „geschachtelte“ Werk beginnt mit Pedalsolo, es folgen Akkorde und Läufe in Manualwechseln, der Schlussteil ist eine Ciacona. Als Pendant zu diesem Eingangswerk folgen Praeludium und Fuge D-Dur BWV 532 von Johann Sebastian Bach (1685-1750). Das Praeludium ähnlich „geschachtelt“, in fröhlicher Manier, allerdings eher ernstem Schlussteil, dieser mit Doppelpedal. Die Fuge mit einfach wiedererkennbarem Thema passend zur unbeschwerten Sommerzeit. Ebenfalls aus der feder Bach’s erklingt die Choralbearbeitung „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“ BWV 650. Bei diesem Werk jubiliert die rechte Hand mit Solostimme zur dezent registrierten Begleitstimme der linken, dazu spielt das Pedal abschnittweise mit hohem Register die Melodie „Lobe den Herren, den mächtige König der Ehren“.


Sonate Nr. 11 d-moll op. 148 von Josef Gabriel Rheinberger
Ein Sprung in kräftige dissonierende Akkordblöcke folgt mit dem ersten Satz (Agitato) aus der Sonate Nr. 11 d-moll op. 148 von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901), der aber auch fast volkstümliche Elemente beinhaltet. Im Kontrast dazu der zweite Satz (Cantilene) mit singender Solotrompete. Als französische Ergänzung schließen sich die beiden Ecksätze aus der Sonate F-Dur op. 89 Nr. 7 von Alexandre Guilmant (1837-1911) an, Entrée und Final. Während der erste Satz in fröhlich-festlichem Maestoso daherkommt, erklingt der letzt in ernstem Moll, jedoch das zweite Thema steht in Dur und erklingt am Schluss im Tutti.

Impresssionistisches Werk
Nach diesen im vollen Orgelwerk erklingenden Sätzen spielt Mag. Poths das Stück „Nef“ (Kirchenschiff) aus dem „Esquisses Byzantines“ (Byzantinische Skizzen) von Henri Mulet (1878-1967). Dieses impresssionistischen Werk beginnt sehr leise und steigert mehrfach, um wieder in die leisen Flötenregister zurück zu gehen, ein wahres Spiel der Klangfarben. Den heiteren Abschluss bildet das Sortie B-Dur von Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817-1869). Das Konzert erklingt am Sonntag, dem 25. Juli um 17 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul. Der Eintritt ist frei, am Ausgang werden Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Deutschland erbeten.

Anmeldungen sind erbeten unter 06475-9110490, magister.poths@t-online.de oder www.kantor-poths.de bis spätestens 23.07. um 18 Uhr. Alternativ kann auf www.bad-camberg.bistumlimburg.de ein Anmeldeformular heruntergeladen werden, das vor dem Konzert am Eingang abgegeben wird.

Veranstalter: Pfarrei St. Peter und Paul Bad Camberg
Eintritt: Bitte um Spenden

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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