Veranstaltung

Im „Kleinen Kabinett“ im Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

WeibsBilder gehen in die dritte Runde

Im „Kleinen Kabinett“ im Bergbau- und Stadtmuseum | Weilburg | Freitag, 3.6.2022 bis Mittwoch, 13.7.2022 23:59 Uhr
Ausstellungseröffnung WeibsBilder Doris Happ Foto: Bergbau und Stadtmuseum

Am Donnerstag wurde im „Kleinen Kabinett“ im Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg die dritte von sieben Ausstellungen im Rahmen der Serie WeibsBilder eröffnet.
Museumsleiter Holger Redling erklärte den Titel der Ausstellungsreihe. Das Wortspiel WeibsBilder wird bewusst als Aufmacher genutzt.

Ausstellungen von Künstlerinnen aus der Region
Es ist entliehen von den „Malweibern“, den mutigen Künstlerinnen, die es sich um 1900 getraut haben in der Öffentlichkeit zu malen. Diesen Frauen ist es zu verdanken, dass sich die künstlerische Ausbildung von Frauen aus dem klösterlichen oder familiären Umfeld in die öffentliche und akademische entwickeln konnte. Mit diesen Ausstellungen von Künstlerinnen aus der Region und aus ganz Deutschland will das Bergbau- und Stadtmuseum zeigen, dass Frauen einen hervorragenden Platz in der Kunstszene haben und auch verdienen. Es ist ein Format mit Abwechslung, mit Kontrasten, mit schnellen Wechseln. Jede Künstlerin hat eine Ausstellungsdauer von 6 Wochen, aber nur einen der beiden Räume zur Verfügung. Die Ausstellungen werden versetzt eröffnet und gewechselt, es gibt also alle 3 Wochen eine Eröffnung und immer wieder neue Kombinationen.

Kunstpädagogik in Gießen und Paderborn studiert
Jetzt ist neben des vor drei Wochen eröffneten Teils von Dinara Daniel aus Heidelberg mit Doris Happ Weilburgerin dazu gekommen. Frau Happ hat Kunstpädagogik in Gießen und Paderborn studiert und ist vielen in der Region nicht nur durch ihre Malerei, sondern auch durch den LindenCult auf dem Lindenhof in Hasselbach bekannt. Dort hat sie auch ihr Atelier und diese ländliche Umgebung inspiriert sie sicherlich auch zu dem einen oder anderen ihrer Bilder.

Neue Lebewesen mit eigenen Charakterzügen
Doris Happ beschreibt ihre ausgestellten Bilder auch als eine Würdigung, als eine Danksagung für die Dienste, die uns Menschen diese Tiere leisten. Sie beschreibt den Blickkontakt, den Kühe mit einem Menschen aufbauen und ihre wunderschönen Augen. Sie beschreibt aber auch, dass sie keine bestimmte Kuh malt, vielmehr erschafft sie in ihren Bildern immer wieder neue Lebewesen mit eigenen Charakterzügen. Eine Journalistin schrieb über sie „Doris Happs Perspektive auf die Kuh ist voller Zuneigung und charmantem Humor, aber sie regt auch unmissverständlich dazu an, ihr mit Achtung und auf Augenhöhe zu begegnen.“

Ausstellungseröffnung WeibsBilder Doris Happ Foto: Bergbau und Stadtmuseum

Mit Achtung und auf Augenhöhe zu begegnen
Dieser Satz trifft es auf den Punkt. Ein Bild in der Ausstellung ist einer besonderen Geschichte gewidmet. Der amerikanische Autor von Munro Leaf beschreibt 1936 in seinem Kinderbuch „Ferdinand“ einen Stier, der eher ruhig auf der Weide steht und trotz seines imposanten Körperbaus ein friedliebendes Wesen ist. Ausgerechnet als Stiere für den Stierkampf ausgesucht werden wollen wird Ferdinand durch den Stich einer Biene aggressiv und als „Ferdinand der Fürchterliche“ in die Arena gebracht. Dort zeigt er aber wieder sein friedfertiges Wesen woraufhin er zurück auf den Bauernhof gebracht wird und dort in Frieden leben kann. Dieses Buch wurde lange Zeit nicht veröffentlich, galt es als „entartet“ oder „subversiv“, im Gegensatz dazu wurde das Buch von Mahatma Ghandi in einem Interview als sein Lieblingsbuch genannt.

Ausstellungsserie WeibsBilder
Ferdinand und die übrigen Bilder von Doris Happ sind bis zum 13.07.22 zu sehen, die Ausstellungsserie WeibsBilder läuft noch bis 3. Oktober. Das Bergbau- und Stadtmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Ausstellungseröffnung WeibsBilder Doris Happ Foto: Bergbau und Stadtmuseum

Ausstellungsserie WeibsBilder
Ferdinand und die übrigen Bilder von Doris Happ sind bis zum 13.07.22 zu sehen, die Ausstellungsserie WeibsBilder läuft noch bis 3. Oktober. Das Bergbau- und Stadtmuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Veranstalter:

Kleines Kabinett
im Bergbau- und Stadtmuseum WEILBURG

Schlossplatz 1, 35781 Weilburg
Telefon: 06471 / 37 94 47
Fax: 06471 / 37 94 52
Branchen: Kultur Kunst und Kultur

Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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