Initiative Pro Oberlahn


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Eine kleine Weilburger Utopie von Volker Mühl und Hans-Peter Schick

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird Utopie als Synonym für einen von der jeweils vorherrschenden Meinung vorwiegend als unausführbar betrachteten Plan, ein Konzept, eine Vorstellung oder Vision benutzt. Ein ähnlicher, in diesem Kontext oft verwendeter Begriff ist der Wunschtraum. Es handelt sich um Konzepte, die bisher keinen Ort haben und nur als Gedanke und oder Idee existieren.



Der folgende aus der Sicht der Zukunft beschriebene Artikel ist eine reine Utopie. Die beschriebenen Projekte und Orte sind zufällig gewählt und austauschbar. Der Artikel ist eine reine Phantasie und ein Wunschtraum der Autoren.



„Probleme kann man nicht mit den gleichen Ansätzen lösen, wie sie entstanden sind.“
Zitat Albert Einstein


„Je utopischer eine Idee, desto realistischer ist, dass sie verwirklicht wird.“
Zitat Albert Einstein


„Überlege nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern überlege, was du für dein Land tun kannst.“
Zitat John F. Kennedy


Bericht aus der Heimischen Presse vom 22. Juni 2025
Dieser Tage wurden sämtliche Projekte und Maßnahmen abgeschlossen, die vor elf Jahren im Februar 2014 im Rahmen der Initiative „PRO OBERLAHN“, einer Initiative engagierter Weilburger und Oberlahner Bürger, als Vision von „WEILBURG 2025“ gemeinsam entwickelt und sodann realisiert worden sind.

Weilburg hat nun in seiner Kern- und Innenstadt eine zukunftsfähige Struktur geschaffen, die sich vom allgemeinen Trend des Ausblutens der Innenstädte von Klein- und Mittelstädten wohltuend abhebt.

Die Weilburger Bürger erkannten, dass sie selbst für ihre Stadt und ihre Region verantwortlich sind. Sie erkannten, dass man nicht (vergeblich) auf den „Besuch der Alten Dame“, der Tante aus Amerika, warten kann und dass auch die Politik die bestehenden Probleme nicht alleine lösen kann. Die bestehenden Probleme können nur die Bürger selbst lösen, indem sie zusammenwirken und anpacken und nicht nur lamentieren. Dazu gehört auch in gewissem Maße die Bereitschaft, überschaubare Risiken einzugehen.

Eine positive Entwicklung ergab sich in dem Moment, in dem die Bürger der Stadt erkannt haben, dass sie selbst für ihre Stadt und Regionverantwortlich sind. Sie waren bereit, über Parteigrenzen und unter Zurückstellung von Eigeninteressen Wege zu gehen in der Erkenntnis, dass eine gute Infrastruktur und ein gutes Umfeld mit ein Garant für ein attraktives Leben für Weilburg und die Oberlahn-Region insgesamt darstellen.

Grundlage der Initiative und der entwickelten Maßnahmen und Projekte waren der Masterplan der Stadt Weilburg aus dem Jahr 2009 sowie folgende Überlegungen:

5-Punkte-Plan für eine lebendige Innenstadt

  1. Wichtigster Faktor für eine Kleinstadt ist heute die soziale und kommunale Intelligenz, d. h. kein „immer mehr“, sondern „bessere Beziehungen“. Wir müssen zunächst soziales Kapital bilden, dem dann das wirtschaftliche Kapital folgen wird. Größtes Hemmnis kann dabei fehlende Kooperationsbereitschaft der unterschiedlichen Beteiligten sein; diese gilt es zu überwinden.
  2. Die Chance der Kleinstadt liegt in der Individualität, die sie der Uniformität der Einkaufszentren in Mittel- und Großstädten entgegensetzen kann.
  3. Die Kleinstadt muss auf die Bedürfnisse der Bewohner eingehen und aus diesem Grund die Bedürfnisse auch kennen. Dann kann daraus eine Vision entwickelt werden.
  4. Dem Handel reicht zukünftig weniger Fläche aus, um den Verkauf zu ermöglichen. Es ist daher zu kurz gegriffen, sich nur auf den Einzelhandel zu konzentrieren.
  5. Für den gemütlichen Stadtbummel innerhalb der Woche hat heute kaum mehr jemand Zeit.

Gründung der „Pro Oberlahn GmbH“
Die meisten Mitglieder von WWW erkannten, dass sie „wirklich“ Unternehmer sind und „unternahmen“ gemeinsam etwas, denn jeder Unternehmer hat auch eine soziale und gesellschaftliche Verantwortung. Sie engagierten sich als Unternehmer finanziell im Rahmen der „Pro Oberlahn GmbH“. Bisher fand sich kein einzelner Investor, der unter den gegebenen Rahmenbedingungen bereit war, die wirtschaftlichen Risiken dringend erforderlicher Investitionen und Vorhaben in der Innenstadt alleine zu übernehmen.

Durch ihr Engagement und die eingangs beschriebene Erkenntnis und Vorgehensweise waren noch weitere Weilburger Bürger und Unternehmer bereit sich finanziell zu engagieren. So haben sie gemeinsam u. a. eine Gesellschaft gegründet und diese wie folgt mit Kapital ausgestattet: 500 Bürger beteiligten sich mit je 100 Euro, weitere 500 Bürger mit je 500 Euro, weitere 500 Bürger mit je 1.000 Euro, weitere 50 Bürger mit je 5.000 Euro, weitere 50 Bürger mit je 10.000 Euro, weitere 20 Bürger mit je 50.000 und 10 weitere Bürger mit je 100.000 Euro. Insgesamt beteiligten sich 1.630 Bürger, das sind ca. 12,5 % der Einwohner von Gesamt-Weilburg (inkl. Stadtteile) und ca. 20 % der Einwohner der Kernstadt Weilburg. Die durchschnittliche Beteiligung betrug somit 2.178 Euro.

Es kam ein Eigenkapital in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro zusammen.

500 x 100 EUR = 50.000 EUR
500 x 500 EUR = 250.000 EUR
500 x 1.000 EUR = 500.000 EUR
50 x 5.000 EUR = 250.000 EUR
50 x 10.000 EUR = 500.000 EUR
20 x 50.000 EUR = 1.000.000 EUR
10 x 100.000 EUR = 1.000.000 EUR
        3.550.000 EUR



Durch dieses Eigenkapital konnte die in 2014 von Weilburger Bürgern gegründete „Pro Oberlahn GmbH“ Kredite in Höhe von 6,5 Millionen Euro von den heimischen Banken zinsgünstig aufnehmen. Die heimischen Banken standen voll und ganz hinter dem Gesamtkonzept. Das Eigenkapital wird durch angemessene Gewinnausschüttungen verzinst.

Damit erbaute man die eine kleine Markthalle am Alten Gymnasium, die auch ein Kulturzentrum beherbergt. Hier ist die neue Seele von Weilburg entstanden. Durch dieses Markt- und Kulturzentrum mit einer eindrucksvollen Stahl- und Glaskonstruktion kann Weilburg die Schlosskonzerte auch in den Wintermonaten in abgewandelter Form weiterführen. In dieser Markthalle wurden kleine Läden angesiedelt, die regionale Produkte aus der Region Oberlahn anbieten. Auch eine Erlebnisgastronomie mit mediterranem Flair konnte einbezogen werden. Hier werden neben mediterranen Gerichten an verschiedenen Ständen auch Wein und Käse in einem wundervollen Ambiente angeboten. Die kleine Markthalle hat sich mittlerweile zu einem Lieblingsplatz nicht nur für Touristen, sondern auch für die Weilburger Bürger entwickelt.

Hier finden auch Veranstaltungen für Jugendliche statt, kombiniert mit Fortbildungsveranstaltungen für ältere sowie Mitbürger, die aus anderen Ländern in Weilburg ihre Heimat gefunden haben. Das Kulturzentrum hat sich zu einem Zentrum des Austauschs der verschiedenen Generationen und der verschiedenen Nationalitäten in Weilburg entwickelt.

Auf der obersten Ebene des Parkdecks am Rathaus gegenüber dem Amtsgericht auf der oberen Parkebene konnte ein kleines Einkaufszentrum mit Lebensmittelmarkt und unmittelbar daran anknüpfenden Parkplätzen geschaffen werden.

Entlang der Hainallee, auf der zum Berg hin gewandten Seite, wurden an mehreren Stellen attraktive neue Wohnungen gebaut, die unter dem Motto: „Leben am Fluss“ ganz neue Maßstäbe für modernes Wohnen, kombiniert mit dem Ambiente der Residenzstadt, bieten ( -> Lahnterrassen). Unterhalb des Parkdecks wurde ein Studentenwohnheim für die Studenten der Techniker- und der Wilhelm-Knapp-Schule, die sich beide weiterhin prächtig wegen ihres zukunftsgerichteten Angebots entwickelt haben, errichtet. Über Fahrstuhl- und Tunnelsysteme ist die „Unterstadt“ mit der „Oberstadt“ intelligent unmittelbar verbunden.

Ermutigt von dieser positiven Wohnraumentwicklung wurden auch unmittelbar in der Altstadt viele alte Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, unter Nutzung von steuerlichen Förderungsmöglichkeiten und öffentlichen Zuschüssen, im Rahmen von sog. Wohnhof-Konzepten zu neuen Oasen der Wohnkultur umgestaltet.

Auch die Öffnung/Erweiterung der Weilburger Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft als Träger von Wohnungsbauprojekten, insbesondere in der Sanierung von Bestandsprojekten, hat sich als erfolgreiche Maßnahme herausgestellt.

Der vermehrte Zuzug in die Innenstadt durch Schaffung von attraktivem Wohnraum hat zu weiteren positiven Entwicklungen geführt. Es haben sich versorgungsnahe Einzelhandelsgeschäfte wieder ansiedeln können, die nach und nach vorhandene Leerstände vergessen ließen. In der Innenstadt bestehen auch sehr gute Möglichkeiten zur Kinderbetreuung und die verschiedenen Generationen helfen und unterstützen sich gegenseitig.

Die positive Entwicklung der Weilburger Innenstadt hat auch den Tourismus gestärkt. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Einrichtungen lebten und leben immer stärker auf.

Unter Einbeziehung von engagierten Weilburger Bürgern konnte das Kulturleben in der Innenstadt ausgebaut werden. Die Vielfalt von Veranstaltungen und Aktivitäten hat stark zugenommen. Nicht zuletzt dadurch ist es gelungen, eine Künstlerkolonie in der Altstadt von Weilburg anzusiedeln, in der Künstler (Maler, Bildhauer, Kunsthandwerker usw.) wohnen und arbeiten und dadurch zur intensiven Belebung des Stadtlebens beitragen.

Der Besucherandrang der Weilburger Schlosskonzerte hat sich im Vergleich zu 2014 verdoppelt. Der Bekanntheitsgrad dehnt sich noch weiter über die Landesgrenzen hinaus aus.

Weilburg und die Oberlahn-Region haben mit diesem Zusammenwirken gezeigt, dass die Bürger der Region zu großartigen synergetischen Leistungen in der Lage sind.


Wann immer Dinge aus mehreren Teilen zusammengesetzt sind, ist das Ganze mehr als nur die Summe seiner Teile. ARISTOTELES



Die Weilburger Utopie von Volker Mühl und Hans-Peter Schick können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen:



Leben in der Lahnschleife

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