26.05.2024

Online-Risiken:

Zehn- bis Vierzehnjährige und ihre Eltern brauchen mehr Medienkompetenz

Zehn- bis Vierzehnjährige und ihre Eltern brauchen mehr Medienkompetenz Foto: Pixabay

Social Media-Angebote und Games sind in der Altersgruppe der Zehn- bis Vierzehnjährigen sehr beliebt und werden von ihnen viel genutzt. Die Kinder und Jugendlichen sehen sich dort aber mit vielen Risiken konfrontiert. Ihre Eltern sind für die Bewältigung dieser Risiken aus Sicht der Altersgruppe nicht immer hilfreich.

Mehr Wissen, Auseinandersetzung und Einfühlung
Um sie im Medienerleben kompetent und auf Augenhöhe zu unterstützen, brauchen Eltern aus Sicht der Kinder mehr Wissen, Auseinandersetzung und Einfühlung. Zu diesem Ergebnis kommt die Monitoringstudie im Projekt ACT ON!, die vom JFF im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wird.

Parental-Control-Apps
In Forschungsworkshops berichteten die Preteens von Online-Risiken mit denen Sie in beliebten Angeboten wie YouTube, TikTok, Snapchat, Instagram, WhatsApp sowie in Games wie Minecraft, Fortnite und Roblox konfrontiert sind. Cybermobbing, sexuelle Belästigung, Beleidigungen und Hatespeech sowie Kostenfallen und Scam-Versuche, aber auch überfordernde Inhalte fordern das kluge Medienhandeln und die Bewältigungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen heraus. In den Äußerungen vor allem von 10- bis 12-Jährigen zeigt sich, dass sie die Eltern vor allem in einer Gatekeeper-Funktion wahrnehmen. Das heißt, die Eltern begleiten/steuern die Auswahl von Medieninhalten und Apps und setzen den Kindern Zeitgrenzen. Manche nutzen auch Parental-Control-Apps wie beispielsweise Google Family Link, was die betroffenen Kinder nicht immer schätzen. Ein Austausch zwischen Eltern und Kindern über Möglichkeiten der sicheren Nutzung oder das Einrichten von Sicherheitseinstellungen in den Online-Angeboten findet vergleichsweise selten statt.

Weitere Forschung und Medienkompetenzförderung
Bundesfamilienministerin Paus fordert angesichts der Ergebnisse weitere Forschung und Medienkompetenzförderung: "Kinder und Jugendliche wollen sich online beteiligen und nehmen ganz selbstverständlich am digitalen Leben teil. Damit sie dabei auch souverän mit den besonderen Herausforderungen im Netz umgehen können, braucht es stets neue Erkenntnisse zu den aktuellen Online-Risiken und dem besten Umgang damit. Bei der Stärkung der Medienkompetenz unterstützen wir Kinder und Jugendliche und deren Eltern, in dem wir sie bei der Medienerziehung ihrer Kinder begleiten und mit ihnen über ihre Online-Erfahrungen ins Gespräch kommen. Einen wichtigen Beitrag leisten wir zum Beispiel mit der Initiative "SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht." - dem Medienratgeber für Eltern.“

Die Ergebnisse der Befragung und Schlussfolgerungen für die Medienkompetenzförderung und den Jugendmedienschutz stehen in Langfassung (ACT ON! Elaborated Report 2024) und Kurzfassung (ACT ON! Short Report 11) online zur Verfügung unter: https://act-on.jff.de/short-reports/

Quelle: JFF - Institut für Medienpädagogik

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Amthof-Galerie Bad Camberg | So, 2.6.2024 bis So, 30.6.2024 23:59 Uhr

Von floraler Essenz und Muschelpaaren

Ausstellung in der Amthof-Galerie in Bad Camberg zeigt Bilder und Skulpturen der Künstlerinnen Petra Broo und Anke Stein.
Diez/ Limburg/ Bad Camberg/ Frankfurt. - Bilder und Skulpturen mit ungewöhnlichen Namen wie „Florale Essenz“ oder „Muschelpaar“ sind ab dem 02. Juni (Vernissage) bis zum 30. Juni jeweils sonntags von 11.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr in der Amthof-Galerie (Am Amthof 13/ Bad Camberg) zu sehen.

Besucherinnen und Besucher können sich daran erfreuen, ein paar Blumen nicht gepflückt zu haben und deren Farbregen stattdessen auf der Leinwand bestaunen oder sich mit einem Blick „Empor“ - so der Name eines weiteren Werkes – einen neuen Raum erschließen.

Die Gemälde von Petra Broo, die in Frankfurt und Siegen Bildende Kunst studiert hat, erzählen von Verbundenheit – zu sich selbst, mit anderen Menschen, mit der natürlichen Umgebung. Ihre floral-organischen Motive wie auch die Porträts inszeniert die Malerin figurativ mit Elementen der Abstraktion. Experimentell kombiniert sie hierfür unterschiedliche Malweisen und Techniken: Durchscheinende Bildpartien begegnen einem deckenden und mehrschichtigen Farbauftrag. Die Farbkonzepte reichen von eher zurückhaltend monochrom bis laut und sehr bunt. Auch nutzt Broo häufig Ausschnitte aus Tageszeitungen, so dass Malerei und Collage verschmelzen.

Anke Stein ist ausgebildete Steinmetzin sowie Bildhauerin und besuchte die Kunstakademie in Essen und Trier. Ihre Skulpturen aus Stein spiegeln die Vielfalt und Stärke menschlicher Beziehungen wider. Entfaltung und Entwicklung zeigen sich in der bewegten Formensprache, die in spannendem Kontrast zur massiven Materialität ihrer Werke steht. Leicht und bewegt erscheinen ihre Figuren aus Granit, Kalkstein und Marmor.

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