Internationales Jugendzeltlager in Freienfels (Bilder: Carsten)

29.08.2015
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CH
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Zeltlager auf dem Turnierplatz in Freienfels mit Kindern und Jugendlichen aus den Partnergemeinden Debrzno in Polen, Blatno in Tschechien, den ASW-Ferienkindern und der Jugendfeuerwehr der Großgemeinde Weinbach, die Aufnahmen entstanden vom 27.-29.08.

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Veranstaltung

ehe das Auge bricht - Lilli Elsner
Rosenhang Museum | So, 15.5.2022 15:00 Uhr bis Sa, 31.12.2022 23:59 Uhr

Rashid Al Khalifas großes Thema ist das Licht. Schon früh gehen seine Bemühungen darum, seine Wahrnehmung von Licht, seine Lichterfahrungen darzustellen. Licht visuell erfahrbar zu machen ist ein wegweisender Faktor hin zu den Arbeiten, die im Rosenhang Museum in Weilburg zu sehen sind.

Am Anfang seiner künstlerischen Karriere, setzt er sich mit Landschaften, mit den dort unterschiedlich herrschenden Lichtverhältnissen auseinander, mit den Wüstenlandschaften seiner Heimat Bahrain und mit den so ganz anderen Landschaften Englands, wohin er 1972 ging, um Kunst zu studieren. Impulsgebend für die erste Auseinandersetzung damit waren die großen englischen Landschaftsmaler der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wie John Constable oder William Turner. In dem Kontext spielen zunehmend Farben eine Rolle, während er sich von seiner naturalistischen Malweise zugunsten abstrakter Farbkompositionen löst. Gleichzeitig experimentiert er mit verschiedenen Materialien, montiert sie auf Leinwände in dem Versuch, die Zweidimensionalität hinter sich zu lassen. Seine Arbeiten bewegen sich vermehrt von der Fläche in die Dreidimensionalität. Sie wölben sich von der Wand vor, wachsen in den Raum. In dem Prozess entdeckt Rashid Al Khalifa die konvexe Form für sich, die von nun an bestimmend für sein Werk wird. 

Von da an interessieren ihn ganz andere Materialien als Leinwand und Farben. Er beginnt mit Stahl und Aluminium zu arbeiten. Die Oberflächen eignen sich wie er feststellt, besser dazu, seine Vision von Licht umzusetzen. Dazu bearbeitet er die Flächen in ihrer Gesamtheit, verleiht ihnen Struktur, überzieht sie mit einem komplexen filigranhaften Liniennetz. Indem er Aluplättchen in unterschiedlichen Größen in dieses Netz von Horizontalen und Vertikalen einsetzt, erzeugt er eine Dreidimensionalität und verwandelt es so in ein vibrierendes Medium aus Licht und Raum. Als weiteres Element kommt bei vielen Arbeiten die Farbe hinzu, mit der die Oberflächen überzogen werden, teilweise von großer Raffinesse, die erst bei genauer Betrachtung offensichtlich wird

Die Einflüsse islamischer Architektur sind unverkennbar. Ebenso die Prinzipien der den orientalischen Ornamenten, den Arabesken zugrunde liegenden Geometrie und der arabischen Zahlensysteme, deren Anwendung vielfach in der Kalligraphie zu finden ist. In der Gestaltung erinnern die Oberflächen seiner Objekte auch an das Prinzip des orientalischen Teppichgeflechts oder der Mashrabiyas, jene ornamentierten Fenster aus geschnitztem oder gedrechseltem, zu geometrischen Mustern angeordnetem Holz, die wir im allgemeinen mit dem Orient assoziieren. Sie filtern das Sonnenlicht, sorgen für Kühle, lassen raffinierte Lichtmuster in den Innenräumen entstehen. Man kann nicht von außen nach innen, aber umgekehrt von innen nach außen sehen. Dabei besteht das sichtbare Muster aus einzelnen unterschiedlichen Musterflächen, die übereinander gelegt das Gesamtmuster ergeben. Das Spiel mit dem Sichtbaren und Verborgenen steckt darin. In der Dreidimensionalität erzeugen die übereinander und ineinander verschachtelten Musterschichten Areale aus Licht und Schatten.
Seine frei hängenden Objekte (die Mobile Columns) oder seine frei stehenden Objekte, streben ein direkt erfahrbares Licht- und Schattenspiel an. Sie sind ein auf präzisen Zahlen basierendes, sorgfältig ausgeführtes, handwerklich genau gefertigtes, mehrschichtiges Konstrukt, das das gewünschte Ziel erreicht: ein komplexes Licht- und Schattenspiel.

Rashid Al Khalifa sieht sich bei allem Bewusstsein für zeitgenössische Formensprachen immer auch in der Tradition seiner Herkunft eingebunden und greift auf Einflüsse und Prägungen zurück. 

Text: Karin Adrian von Roques 2022, Kuratorin der Ausstellung