13.01.2018

Agentur f├╝r Arbeit Limburg - Wetzlar

Arbeitsagentur pr├╝ft Besch├Ąftigungspflicht

Im Kreis Limburg-Weilburg erhalten private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens zwanzig Arbeitsplätzen in diesen Tagen Post von der Arbeitsagentur. Die Behörde überprüft, ob diese Betriebe im letzten Jahr ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen sind,
auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen.

Ausgleichsabgabe bei nicht erfüllter Beschäftigungspflicht
Arbeitgeber, die ihre Beschäftigungspflicht nicht erfüllt haben, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe der Abgabe ist abhängig von der tatsächlichen Beschäftigungsquote und kann für jeden unbesetzten Pflichtplatz bis zu 320 Euro pro Monat betragen. Die für die Berechnung der Ausgleichsabgabe sowie die Erstellung der Anzeige erforderliche Soft-ware „IW-Elan 2017“kann von der Homepage www.iw-elan.de herunterladen werden.

Arbeitgeber müssen bis 31.März Beschäftigungsdaten anzeigen
Bis spätestens 31. März müssen die Arbeitgeber der Agentur für Arbeit ihre Beschäftigungsdaten für das Jahr 2017 anzeigen. Dies gilt auch für Unternehmen, die keine Aufforderung erhalten, die Grenze von 19 Mitarbeitern jedoch überschritten haben. Wieviel Geld Unternehmen sparen, wenn sie einen behinderten Menschen einstellen oder ausbilden, können sie sich mit Hilfe es „Ersparnisrechners“ unter der genannten Internetpräsenz online anzeigen lassen.

Die Beschäftigungsquote im Landkreis Limburg-Weilburg lag bei 5,4 Prozent
Nach Angaben der Limburger Agentur für Arbeit waren 2015 (aktuell vorliegende Daten) im Landkreis Limburg-Weilburg insgesamt 282 Arbeitgeber verpflichtet, auf 1.149 Arbeitsplätzen schwerbehinderte Arbeitnehmer zu beschäftigen. Tatsächlich wurden 1.334 Schwerbehinderte beschäftigt. Die Beschäftigungsquote lag bei 5,4 Prozent und somit 0,4 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Soll sowie 0,2 Prozentpunkte über Hessenschnitt.

184 Pflichtplätze für Schwerbehinderte im Kreis blieben unbesetzt
Ralf Fischer, Pressesprecher der Arbeitsagentur, erklärt dazu: „Diese positiven Zahlen sind darauf zurückzuführen, dass viele unserer Unternehmen mehr Schwerbehinderte beschäftigten, als gesetzlich gefordert. Dennoch gab es aber auch einige Arbeitgeber, die ihrer Beschäftigungspflicht nicht nachgekommen sind, so dass im Kreisgebiet trotz der günstigen Quote 184 Pflichtarbeitsplätze unbesetzt blieben.“
Nach Fischers Angaben waren im Dezember im Kreis Limburg-Weilburg 342 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Der größte Teil von Ihnen besitze eine arbeitsmarktgerechte Qualifikation.

Weitere Informationen
Weitere Informationen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer erhalten Arbeitgeber unter der Mailadresse Frankfurt-Main.OS-SBAV-AZV@arbeitsagentur.de. Unternehmen, die einen schwerbehinderten Arbeitnehmer oder Auszubildenden einstellen möchten, können sie sich unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 direkt an den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Limburg wenden.




Quelle: Bundesagentur f├╝r Arbeit/Praktikantin sf
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