23.02.2018

Sozialp├Ądagogische Fachkr├Ąfte

Grundschulen profitieren

Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com

700 neue Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an Hessens Schulen – das ist aktuell eine der größten Investitionen in die hessische Bildungslandschaft. Sie werden für unterrichtsbegleitende Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer sowie zur Sozialarbeit an unseren Schulen zur Verfügung stehen und diese entlasten. Nach der Verabschiedung des Doppelhaushalts stehen nun 400 Stellen seit 1. Februar für die Grundschulen bereit. 

Unterstützung und Entlastung durch neue Kolleginnen und Kollegen 
Landesweit profitieren fast 700 Grundschulen von einer Direktzuweisung. „In den kommenden Wochen können die Stellen nach und nach besetzt werden. Die Lehrerinnen und Lehrer an den Grundschulen freuen sich bereits auf die Unterstützung und Entlastung durch ihre neuen Kolleginnen und Kollegen – und wir mit ihnen!“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute in Wiesbaden.

Stellen sind offen für unterschiedliche Berufsbilder
Die Stellen seien offen für unterschiedliche Berufsbilder: Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, Erzieher und andere pädagogische Fachkräfte. So haben die Schulen die Möglichkeit, je nach individueller Bedarfslage die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Die Einstellung sozialpädagogischer Fachkräfte geht u.a. auf eine Anregung des Praxisbeirats Grundschulen zurück, dem hauptsächlich Leiterinnen und Leiter von Grundschulen sowie Mitarbeiter der Schulverwaltung angehören.

Bessere Förderung für Schülerinnen und Schüler
Für welche Aufgaben können die sozialpädagogischen Fachkräfte an den Schulen eingesetzt werden? Im Kern geht es darum, dass die neuen Kolleginnen und Kollegen die Lehrerinnen und Lehrer neben dem Bildungs- auch beim Erziehungsauftrag von Schule unterstützen. Auch sollen sie dabei helfen, Schülerinnen und Schüler besser zu fördern und mit der Sozialarbeit der Landkreise und Städte zusammenarbeiten.


Zu den Aufgaben der Fachkräfte, die sich an Schüler richten, gehören beispielsweise:

  • Hausaufgabenhilfe und zusätzliche Betreuungsangebote
  • Schülerberatung
  • Betrachtung der Lern- und Lebenssituation auch in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit der Landkreise bzw. Städte
  • Leseförderung
  • präventive Maßnahmen
  • zusätzliche Angebote im Rahmen der Begabtenförderung und
  • zusätzliche Unterrichtsangebote wie Deutsch für Migranten.

 

Und nicht zuletzt können sie auch gezielt die Lehrkräfte unterstützen und entlasten:

  • Kollegiale Fallberatung
  • Koordinationsstunden
  • Weitere Ausgestaltung von Vertretungskonzepten


Alle müssen an einem Strang ziehen
Die Schulsozialarbeit sei und bleibe vor allem Teil der Jugendhilfe und damit kommunale Aufgabe. Das bedeute jedoch nicht, dass man unkoordiniert nebeneinander her arbeite. Im Gegenteil: „Alle an Schule Beteiligten und dort Tätigen sollen und müssen natürlich an einem Strang ziehen – Schulleitung und Lehrkräfte, Sozialpädagogen, Schulsozialarbeiter, Erzieher wie auch Betreuungskräfte und andere. Sie allen tragen zu einem gemeinsamen pädagogischen Konzept bei.“ Die Ausschreibungsverfahren erfolgen seit Januar in enger Abstimmung zwischen Schulen und Schulämtern.

682 Grundschulen profitieren direkt
Der Großteil der Stellen wird direkt an die Schulen zugewiesen. Darüber hinaus erhalten die Staatlichen Schulämter noch einen Pool von Stellen, mittels derer weitere Schulen von der Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte profitieren können. Ein Kriterium für die Aufteilung der Stellen ist der Anteil der inklusiv beschulten Schülerinnen und Schüler. „So ist es uns gelungen, fast zwei Drittel aller Grundschulen direkt mit einer halben oder einen ganzen Stelle zu versorgen“, hob Kultusminister Lorz hervor. Der folgenden Tabelle kann die Verteilung der Stellen auf die 15 Schulamtsbezirke entnommen werden.

Die vielfältigen Aufgaben erfodern besondere Aufmerksamkeit
In einem zweiten Schritt erhalten mit Beginn des neuen Schuljahrs am 1. August die weiterführenden Schulen 300 weitere Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte. „Wir wollen, dass unsere Schulen in ganzer Breite von der Unterstützung profitieren. Die Bereitstellung dieser Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte ist ein großartiger Beitrag zur noch besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie zur Unterstützung und Entlastung von Lehrkräften und Schulleitungen. Die Aufgaben sind vielfältig und erfordern eine besondere Aufmerksamkeit. Das erkennen wir an, und deshalb stärken wir die Schulen, wo immer es geht“, fasste Kultusminister Lorz zusammen.




Quelle: Hessisches Kultusministerium/Praktikantin sf
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