10.03.2018

IHK-Umfrage

Export und Investitionen im Ausland

Die heimischen Unternehmen, insbesondere aus der Industrie, haben im Jahr 2017 ihre Exporte und Investitionen im Ausland gesteigert. Die wichtigsten Märkte waren die Länder der Eurozone. Dort investierten die Betriebe vor allem in den Ausbau von Vertrieb und Kundendienst. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der IHK Limburg zum Auslandsgeschäft der regionalen Unternehmen.

Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018
Die Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018 ergab, dass bei den heimischen Industrieunternehmen die Auftragseingänge aus dem Ausland in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres weiter gestiegen sind (per Saldo um 17 Prozent). Auch für 2018 rechnen die Unternehmen insgesamt mit einem steigenden Exportvolumen: 30 Prozent erwarten mehr, 55 Prozent gleich viel und 15 Prozent weniger Exporte.

Geschäftsbeziehungen ins Ausland pflegen vor allem die Industriebetriebe.
Zwei von drei Unternehmen der Branche machen mit ihren Waren bzw. Diensten Geschäfte mit ausländischen Kunden. Bei den Dienstleistern ist es jedes sechste Unternehmen. In diese Geschäftsbeziehungen wollen die Betriebe ebenso 2018 investieren, auch direkt im Ausland.

Auslandsinvestitionen werden per Saldo um ca. zwölf Prozent steigen
Die von den heimischen Unternehmen für 2018 geplanten Auslandsinvestitionen werden per Saldo um ca. zwölf Prozent höher sein als im letzten Jahr. Mit den Investitionen wollen die Betriebe vor allem (58 Prozent) den Vertrieb und den Kundendienst ausbauen. Den Aufbau einer Produktion im Ausland haben 41 Prozent der Investitionen zum Ziel. Wenn heimische Unternehmen in die Produktion im Ausland investieren, geschieht dies zum Teil wegen günstigerer Kostenstrukturen. Oftmals ist die Produktion vor Ort aber auch Voraussetzung dafür, die eigenen Produkte dort vertreiben zu können.

An erster Stelle die Länder der Eurozone
Befragt nach den Zielländern der Auslandsinvestitionen, nennen die Unternehmen an erster Stelle die Länder der Eurozone (80 Prozent). Die sonstigen EU-Länder, Schweiz und Norwegen werden von elf Prozent der Unternehmen genannt. Diese Auslandsmärkte sind nah, die Mentalität ist vertraut und außerdem gibt es innerhalb der dominierenden Euro-Zone kein Wechselkursrisiko. Als weitere Investitionsländer werden China und Nordamerika genannt (jeweils 14 Prozent). Weitere vereinzelt genannte Zielregionen von Auslandsinvestitionen sind die Räume Russland-Türkei-Südosteuropa bzw. Asien. Geringeres Interesse besteht an Südamerika, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten.




Quelle: Matthias Werner/Industrie- und Handelskammer Limburg/sd
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