15.05.2018

Stiftung Lesen

Lesescouts in Hessen

Kinder und Jugendliche teilen ihre Lesebegeisterung mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, da sie eher die Trends und Vorbilder Gleichaltriger als die Erwachsener übernehmen – das ist das Prinzip der Aktion „Lesescouts“.

Lesen in den Fokus rücken
Lesescouts sind Jugendliche, die mit kreativen Aktionen Bücher und das Lesen in den Fokus rücken und sich dabei auf den Spaß- und Spannungsfaktor beim Lesen konzentrieren. Dies eröffnet auch weniger leseinteressierten Schülerinnen und Schülern einen neuen, unverkrampften Zugang zum Lesen. Die Vorlieben und Fähigkeiten der Lesescouts stehen dabei im Vordergrund, sie können eigene Ideen realisieren.

Eigenverantwortliches Engagement
Das Projekt unterstützt sie so einerseits in ihrem individuellen Leseinteresse, anderseits in ihrem eigenverantwortlichen Engagement. Zugleich bedeutet die Beteiligung an der Aktion für sie eine Förderung ihrer persönlichen Entwicklung und eine Stärkung ihrer sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein sowie ihrer kommunikativen Fähigkeiten. Das Projekt „Lesescouts in Hessen“ ist auf vier Jahre angelegt, mit dem Start zum Schuljahr 2014/15, und richtet sich an weiterführende Schulen aller Schulformen in Hessen. Es wird vom Hessischen Kultusministerium unterstützt.

Was machen Lesescouts:
Lesescouts planen und organisieren im Team eigene Aktionen rund um das Lesen an ihrer Schule, die bei anderen Kindern und Jugendlichen die Neugier auf packenden Lesestoff wecken. Ob Quiz, Bücher-Speed-Dating oder Vorlesestunden – die Lesescouts zeigen anderen Kindern und Jugendlichen, wie viel Spaß und Spannung in Geschichten stecken. Sie knüpfen dabei an bestehende Projekte wie den Tag der Offenen Tür an und  kooperieren mit Einrichtungen vor Ort, indem sie beispielsweise das Schaufenster einer Buchhandlung mit ihren Tipps zum Thema „Grusel pur“ dekorieren.

Welche Unterstützung leistet die Schule:
Damit sich das Projekt an der Schule etablieren kann, ist es von großer Bedeutung, eine feste Struktur zu schaffen und es möglichst im Profil der Schule zu verankern. Die Einrichtung z. B. einer AG ist sinnvoll, in deren Rahmen sich die Lesescouts regelmäßig treffen und ihre Ideen planen können. Mindestens ein/e Lehrer/in betreut die Lesescouts und unterstützt sie bei der Organisation der Aktionen.

Projektmaßnahmen:
- Regelmäßiger Newsletter zur Information der Lehrkräfte
- Informationsveranstaltung für die Betreuer zum Start des Projektes
- Projektflyer
- Basis-Workshops für die Lesescouts mit ersten Ideen
- Aufbau-Workshops, in denen die Lesescouts die Ausdrucksmöglichkeiten ihrer Stimme erproben können
- Qualitätssicherung: regelmäßige Befragung der Betreuer

Schwerpunkt Vorlesen für ältere Menschen:
Seit dem Schuljahr 2015/16 wird auch der Schwerpunkt Vorlesen für Senioren fortgesetzt. Pro Jahr können zwei Schulen, die mit ihren Lesescouts Vorlesetreffen in einer Einrichtung für Senioren – z. B. einem Mehrgenerationenhaus, Seniorenheim oder -treff – gestalten möchten, mit einem Workshop, einem Buchpaket sowie einem Austauschtreffen für die
betreuenden Lehrkräfte unterstützt werden.

Schwerpunkt Engagement für zugewanderte Kinder und Jugendliche:
Viele Jugendliche engagieren sich bereits, um zur Integration von Schülerinnen und Schülern beizutragen, die neu in Deutschland sind. Lesescoutteams, die sich hier einbringen möchten, lernen in einem Workshop geeignete Aktionsideen kennen und erhalten darüber hinaus zum einen eine Box mit Büchern und Spielen, zum anderen ein Handout mit weiteren Anregungen.

Wie geht es weiter:
Wenn Sie bzw. Ihre Kolleginnen oder Kollegen Interesse haben, sich mit Ihrer Schule an dem Projekt zu beteiligen und die Lesescouts zu begleiten, melden Sie sich bitte bei der Stiftung Lesen. Sie werden dann in einen Verteiler aufgenommen und erhalten regelmäßige Informationen.

Ansprechpartnerin Stiftung Lesen:
Sarah Rickers
Projektmanagerin
Tel.: 06131/28890-35
E-Mail: sarah.rickers@stiftunglesen.de
Stiftung Lesen, Römerwall 40, 55131 Mainz, www.stiftunglesen.de




Quelle: Johanna-Sophia Hasse/Stiftung Lesen/sd
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