05.04.2026

Für einen klimastabilen Wald der Zukunft

Bürgerpflanzaktion in Weilburg

Im letzten Jahr wurde durch die Bürgerpflanzaktion eine Fläche in Waldhausen gepflanzt. Foto: Bach

Wenn im April die Sonne scheint und es bereits nach Frühling duftet, kribbelt es in den Fingern, etwas im Garten zu tun. Während in den Gärten die Beete vorbereitet und Obstbäume gepflanzt werden, braucht auch der Wald unsere Aufmerksamkeit. Seit dem Sommer 2018 ist der Stadtwald in Weilburg von Schäden, die durch die zunehmenden Trockenheitsperioden hervorgerufen wurden, betroffen. Die Stadt Weilburg verfügt über ca. 1900 ha Wald, der aus rund 56 Prozent Buche, etwa 11 Prozent Fichte und etwa 33 Prozent sonstigen Baumsorten besteht. Die Trockenjahre und Wetterextreme haben dem Stadtwald seit 2018 sehr stark zugesetzt, weshalb sich Fichten aufgrund der Trockenheit und des massiven Befalls durch den Borkenkäfer großflächig aus dem Wald größtenteils verabschieden. Aber auch die Buchenbestände zeigen Symptome der Buchenkomplexkrankheiten. Die größten daraus entstandenen Kahlflächen sind in den letzten Jahren bereits wieder aufgeforstet worden, dennoch gibt es immer noch einige kleinere Flächen bei denen Wiederaufforstungsmaßnahmen notwendig sind.

Um den Wald der Zukunft dauerhaft zu begrünen, lädt die Stadt Weilburg gemeinsam mit HessenForst alle Interessierten herzlich zu einer gemeinsamen Bürgerpflanzaktion am Samstag, den 11. April, ab 9:30 Uhr, ein. Bepflanzt wird dieses Mal eine 0,4 Hektar große Freifläche im Bereich „im Harnisch“ bei Kirschhofen. Gemeinsam soll eine vielfältige Mischung aus Traubeneiche, Spitzahorn und Elsbeere gepflanzt werden.  Ziel ist es, einen klimastabilen Wald zu schaffen, der den Herausforderungen des Klimawandels besser standhalten kann

Nachdem der Waldboden seine Wasserspeicher über den Winter wieder gefüllt hat, bietet der April einen der besten Monate für das Pflanzen von jungen Waldbäumen. Dafür kommt jede Unterstützung gelegen und die Bürgerpflanzaktion bietet jede Menge Spaß für Groß und Klein und insbesondere für Familien. Außerdem kann man so einen sinnvollen und echten Beitrag für den Klimaschutz und unsere Umwelt direkt vor Ort leisten

Bereits in den vergangenen Jahren wurden bei Bürgerpflanzaktionen größere Flächen bepflanzt, so zuletzt sehr erfolgreich eine Freifläche in Kubach, im Jahr zuvor in der Nähe des Drommerhäuser Sportplatzes und im Jahr 2023 am Butterpfad in Waldhausen.

„Der Stadtwald hat sich in den letzten Jahren zunehmend verändert und jeder von uns kann einen Beitrag dazu leisten, der Natur zu helfen und unsere Wälder dauerhaft zu begrünen“, appellieren Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch und Revierförster Johannes Türk und laden alle herzlich zur Bürgerpflanzaktion ein.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, in wetterfester Kleidung sowie festem Schuhwerk zu kommen und Arbeitshandschuhe mitzubringen. Die Helferinnen und Helfer werden vor Ort mit einem Hohlspaten zum Pflanzen ausgestattet. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

So finden Sie die Freifläche: aus Richtung Weilburg kommend fahren Sie in Richtung Gräveneck über die „Hohe Straße“. Dann nehmen Sie anschließend die dritte Einfahrt auf der linken Seite (die Zufahrt ist ausgeschildert). Vor Ort stehen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Von dort aus sind es etwa 400 Meter Fußweg bis zur Freifläche, die ebenfalls ausgeschildert ist.

Foto: Stadt Weilburg

Quelle: Stadt Weilburg


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Mateo Martinez Zuviria – Stimme und Gitarre Lateinamerikas
Scheune mit dem blauen Dach | Sa., 11.4.2026 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr

Der argentinisch-deutsche Sänger und Gitarrist Mateo Martínez Zuviria gilt als herausragender Interpret lateinamerikanischer Musik in Deutschland. Mit seiner expressiven Stimme, virtuosem Gitarrenspiel und charismatischer Bühnenpräsenz berührt er das Publikum weit über sprachliche und kulturelle Grenzen hinaus.
Geboren in Argentinien und aufgewachsen in Deutschland, vereint Mateo kulturelle Vielfalt und musikalische Tiefe. Seine klassische Gitarrenausbildung absolvierte er an der Musikhochschule Stuttgart, gefolgt von einem prägenden Studienaufenthalt in Buenos Aires, wo er sich intensiv mit Tango und argentinischer Folklore auseinandersetzte. Ergänzend ließ er sich in Gesang und Gesangsdidaktik am renommierten Complete Vocal Institute in Kopenhagen ausbilden.

Als Kopf des Trio Latineando bringt Mateo die musikalische Seele Lateinamerikas auf deutsche Bühnen – mit einem Repertoire, das von Tango, über sanften Bossa-Nova-Klängen über hin zu energiegeladenen Cumbias reicht. Dabei versteht er es meisterhaft, die rhythmische Kraft, das Temperament und die bewegenden Emotionen dieser Musik in seinen Interpretationen zum Ausdruck zu bringen. Seine Auftritte verbinden musikalisches Können mit emotionaler Tiefe.

Er versteht sich als musikalischer Brückenbauer zwischen Kulturen und Generationen.

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