03.10.2026

Weniger Licht, nasse Straßen und Laub erhöhen das Sturzrisiko

Fahrradfahren im Herbst: Diese Checks machen das Rad sicherer

Foto: KI-generiert

Fahrrad und E-Bike haben auch im Herbst und Winter Saison. Gleichzeitig verändern sich die Bedingungen auf Straßen und Radwegen: Es wird früher dunkel, nasses Laub kann rutschig sein und auf verschmutzten Fahrbahnen verlängert sich der Bremsweg. Eine gute Vorbereitung kann helfen, sicherer durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.

Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verunglücken viele Radfahrer ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Jeder dritte tödlich verunglückte und knapp jeder zweite schwerverletzte Radfahrer ist demnach bei einem sogenannten Alleinunfall zu Schaden gekommen. Nässe, Laub und schlechte Sicht können das Unfallrisiko zusätzlich erhöhen.

Das Fahrrad für Herbst und Winter vorbereiten

Eine gute Orientierung bietet die aus dem Straßenverkehr bekannte „O bis O“-Regel. Sie steht für den Zeitraum von Oktober bis Ostern, in dem Autofahrer traditionell auf die Bedingungen der kalten Jahreszeit vorbereitet sind. Das Prinzip lässt sich auch auf Fahrräder übertragen: Vor Beginn der dunkleren Jahreszeit sollten Ausstattung und Technik überprüft werden.

Beleuchtung und Sichtbarkeit: Scheinwerfer und Rücklicht müssen zuverlässig funktionieren. Auch die vorgeschriebenen Reflektoren an Reifen, Speichen, Pedalen und Rahmen sollten kontrolliert werden. Zusätzliche reflektierende Elemente an Kleidung oder Taschen können die Sichtbarkeit bei Dämmerung, Regen und Dunkelheit weiter erhöhen.

Reifen und Bremsen: Ausreichendes Profil und der passende Luftdruck sorgen für besseren Halt auf nassen oder verschmutzten Straßen. Auch die Bremsen sollten gleichmäßig und zuverlässig greifen. Bei schwierigen Bedingungen empfiehlt es sich außerdem, die Geschwindigkeit zu reduzieren, mehr Abstand zu halten und früher zu bremsen.

Helm und zusätzliche Sichtbarkeit: Eine Helmpflicht gibt es für Radfahrer in Deutschland nicht. Ein Helm kann jedoch die Folgen eines Sturzes mindern. Modelle mit integrierten LED-Leuchten oder reflektierenden Elementen können außerdem die Sichtbarkeit erhöhen.

Besondere Hinweise für E-Bikes

Bei E-Bikes sollte die Motorunterstützung auf nasser oder rutschiger Fahrbahn besonders kontrolliert eingesetzt werden. Vor dem Anhalten kann es sinnvoll sein, die Unterstützungsstufe zu reduzieren, damit das anschließende Anfahren gleichmäßiger erfolgt. Auch in Kurven oder auf Fahrbahnmarkierungen kann eine niedrigere Unterstützungsstufe mehr Kontrolle ermöglichen.

Entscheidend bleibt neben der Ausstattung die eigene Fahrweise. Regen, Laub, Dunkelheit und verschmutzte Wege erfordern mehr Aufmerksamkeit und einen angepassten Fahrstil. Technik kann dabei unterstützen, ersetzt aber nicht eine vorsichtige Fahrweise.

Quelle: einfach-los-aber-sicher.de


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