Offenbach/Region. Der Dezember 2025 wird als ein Monat der Extreme in die Wetterbücher eingehen. Während wir uns lange Zeit über fast frühlingshafte Temperaturen und ungewöhnlich viel Sonnenschein freuen konnten, zeigte der Winter pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen seine Zähne. Nach vorläufigen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Dezember extrem trocken, sehr sonnig und endete klirrend kalt.
Vom Frühlingshauch zum Bibbern in Löhnberg
In Hessen startete der Monat unter starkem Hochdruckeinfluss. Das sorgte zunächst für milde Temperaturen, die eher an den Frühling als an den Advent erinnerten. Die hessische Spitze wurde am 9. Dezember mit 15,7 Grad Celsius in Schaafheim-Schlierbach gemessen.
Doch zum Fest drehte der Wind: Pünktlich an Heiligabend stellte sich eine winterliche Witterung mit böigem Ostwind ein. Besonders spürbar war dies in unserer direkten Nachbarschaft: In Löhnberg-Oberhausen sank das Quecksilber am 29. Dezember auf -9,5 Grad Celsius.
Im landesweiten Schnitt lag die Temperatur in Hessen bei 3,2 Grad und damit deutlich über dem langjährigen Klimawert (0,8 Grad).
Trockenheit und Sonnenrekorde
Wer auf Schnee hoffte, wurde enttäuscht, wer Sonne suchte, wurde belohnt. Der Dezember 2025 war einer der trockensten seit Aufzeichnungsbeginn:
- Niederschlag: In Hessen fielen lediglich 24 Liter pro Quadratmeter (l/m²). Das sind rund 70 Prozent weniger als üblich (Soll: 77 l/m²). Nennenswerten Regen gab es fast nur am 7. Dezember.
- Sonnenschein: Die Sonne verwöhnte uns mit außergewöhnlichen 60 Stunden. Das ist ein Plus von satten 88 Prozent gegenüber dem Durchschnitt.
Deutschlandweit gehört dieser Dezember zu den zehn trockensten seit 1881 und war – nach 1972 – der zweitsonnigste Weihnachtsmonat seit Messbeginn 1951.