13.04.2018

Girls` Day 2018 - M├Ądchen-Zukunftstag

Wer beteiligt sich am Girls`Day

Foto: Archiv

Am 26. April 2018 ist der nächste bundesweite Girls'Day-Mädchen-Zukunftstag. Er ermöglicht wertvolle Einblicke in Technik, IT, Naturwissenschaften und Handwerk. Seit Einführung des Girls'Day vor 17 Jahren entwickeln sich die Zahlen der Ausbildungs- und Studienanfängerinnen in technischen Bereichen positiv.

Wer beteiligt sich am Girls`Day im Kreis Limburg-Weilburg?
Der Arbeitskreis Frau und Beruf, der den Girls` Day auf Kreisebene begleitet, ruft alle Betriebe, Unternehmen, Behörden oder sonstige Institutionen auf, sich am Girls` Day zu beteiligen. Unter www.girls-day.de können sich Betriebe auf der Aktions-Landkarte Hessen, Kreis Limburg-Weilburg, ab sofort eintragen.

Nutzen Sie die Chance, an diesem Tag mögliche Nachwuchskräfte zu finden.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, den Arbeitsalltag und techniknahe Berufsfelder für Mädchen erfahrbar werden zu lassen. Betriebserkundungen bringen den Mädchen die Arbeitswelt ein Stück näher. Alle Schülerinnen der Klassen 5 – 10 haben am Girls` Day die Gelegenheit, sich über die Vielfalt der Berufswelt zu informieren. Sie gehen an diesem Tag nicht zur Schule; denn sie sind durch das hessische Kultusministerium vom Unterricht freigestellt. Diesbezüglich wurden alle Schulen im Kreis Limburg-Weilburg informiert. Mit Eltern, -Verwandten, Freunden oder Bekannten gehen die Mädchen in Betriebe, Unternehmen und Behörden, um insbesondere die technischen und techniknahen Bereiche hautnah kennen zu lernen.

Neugier auf frauenuntypische wecken
Ziel ist es, bei Mädchen die Neugier auf frauenuntypische und Zukunftsberufe zu wecken. Dabei ist es wichtig, weibliche Vorbilder im Gespräch kennenzulernen. Gleichzeitig geht es darum, Öffentlichkeit und Wirtschaft auf die Stärken der Mädchen aufmerksam zu machen, um einer gut ausgebildeten Generation junger Frauen weitreichende Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Fehlende Informationen über die Bandbreite möglicher Ausbildungsberufe und Studiengänge lassen Mädchen bisher eher auf bekannte, meist „frauentypische“ Berufe zurückgreifen. Damit schöpfen viele ihre Kompetenzen und Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Der Girls` Day als mädchenspezifisches Angebot bietet eine besondere Chance für die Mädchen und für die Unternehmen und Organisationen, die qualifizierten und motivierten Nachwuchs suchen.

Aktionen für Jungen am Girls` Day
Zum fünften Mal findet der Boys`Day, parallel zum Girls`Day statt. Jungen sollen an diesem Tag die Möglichkeit bekommen sich für bisher frauenspezifische Berufsfelder zu interessieren und sich in diesem Feld zu erproben. „Auch Jungs können ihr Berufswahlspektrum erweitern. So erhalten Sie am Boys`Day zum Beispiel Einblicke in die Berufsfelder der Altenpflege, des Erziehers oder des Grund-schullehrers“, so die Leiterin des Arbeitskreises, die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff. Informationen gibt es unter: www.neue-wege-fuer–jungs.de

Freistellungsregelung für Schülerinnen und Schüler in Hessen
Für die teilnehmenden Mädchen und Jungen wird dieser Tag als schulische Veranstaltung im Sinne von Betriebserkundungen eingeordnet, aus versicherungstechnischen Gründen muss ein formloser Antrag an die Schulleitung eingereicht werden. Es ist darauf zu achten, dass Jungen nur – wie oben beschrieben – in frauendominierte Berufsfelder hineinschnuppern sollen und Mädchen in Bereiche, die bislang männerdominiert sind. Wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind, ist einem Freistellungsantrag statt zu geben. Warum der Girls Day immer noch wichtig ist!

Die Berufswahl für Mädchen und Jungen ist für den weiteren Lebensweg der jungen Menschen weichenstellend.
In Deutschland gibt es ca. 400 Ausbildungsberufe und etwa 14.000 Bachelor- und Masterstudiengänge, doch diese Vielzahl wird nicht genutzt. Auch im Landkreis Limburg-Weilburg orientieren sich Mädchen und Jungen bei der Wahl ihres Berufes ganz stark daran, ob es sich um einen Frauen-oder Männerberuf handelt. Unter den vielen technisch begabten und interessierten Mädchen gibt es festgefahrene Vorstellungen und Rollenbilder, was weiblich oder was männlich ist und dies beeinflusst ihre Berufs- und Studienwahl, ob und bewusst oder unbewusst. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass sie ihre Potentiale nicht ausnutzen. In den Top 25 der Berufe, die von Mädchen favorisiert werden, findet sich kein naturwissenschaftlich-technischer Beruf. Aber, 98% der Mädchen wählen aus den Top 25 ihren Beruf aus. Auch die Jungen wählen geschlechtsspezifisch, sind aber vergleichsweise breiter aufgestellt. Mädchen werden Friseurin, Arzthelferin, Verkäuferin, Hauswirtschafterin. In diesen Berufen sind die Verdienste gering und die Aufstiegschancen schlecht. Frauen studieren Germanistik, Jura, Medizin Pädagogik und Geistes-, Sozial- oder Kulturwissenschaften. Jungen werden Mechaniker, Maurer, Elektriker oder Mechatroniker. In diesen Berufen wird besser verdient und es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten zum Meister oder Techniker. Männer studieren Informatik, Mathematik, Physik, Jura- und Wirtschaftswissenschaften oder Ingenieurwissenschaften.

Die materiellen Unterschiede der verschiedenen Berufe und Tätigkeiten sind beachtlich.
Zum Beispiel liegt das Einstiegsgehalt einer Wirtschaftsingenieurin bei über 3.500 Euro und das einer Sozialwissenschaftlerin bei 1.800 Euro. Eine Friseurin verdient 1.500 Euro und ein Mechatroniker 2.400 Euro. Der Girls` Day als mädchenspezifisches Angebot bietet eine besondere Chance für die Mädchen die Neugier auf frauenuntypische und Zukunftsberufe zu wecken und für die Unternehmen und Organisationen, die qualifizierten und motivierten Nachwuchs suchen. Das gleiche gilt für den Boy Day. Jungen sollen an diesem Tag in Kindergärten, Krankenhäusern oder Sozialstationen die Arbeitsbereiche der dort Tätigen kennen lernen.

Die Ansprechpartnerinnen des Arbeitskreises Frau und Beruf steht für Fragen zur Verfügung:
Ute Jungmann-Hauff, Frauenbeauftragte Kreis Limburg-Weilburg, Tel.: 06431/296 131, Carmen von Fischke, Frauenbeauftragte Stadt Limburg, Tel.: 06431/ 203 342 Weitere Infos unter: www.girls-day.de. Auf der Aktionslandkarte sind die mitwirkenden Betriebe und Institutionen aus der Region ersichtlich, bei denen sich interessierte Mädchen direkt anmelden können.




Quelle: Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg (nk)
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