11.06.2018

Kriminalstatistik Limburg-Weilburg

Aufklärungsquote

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Auf www.oberlahn.de lesen Sie täglich im Polizeibericht, was in unserer Region passiert. Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2017 zeigt, welche Straftaten sich häufen und wo Verbesserungen eintraten. Heute zeigen wir die Entwicklung der Aufklärungsquoten.

Tatverdächtige allgemein:
Die Polizei im Landkreis Limburg-Weilburg konnte von den 7.917 registrierten Straftaten insgesamt 5.065 Fälle aufklären, das sind umgerechnet 64,0 %. Mit dieser sehr hohen Aufklärungsquote sind insgesamt 3.674 Tatverdächtige ermittelt worden.

56 Personen als Mehrfach- /Intensivtäter erfasst
Dabei handelt es sich um 2.913 männliche (79,3 %) und 761 weibliche Personen (20,7%). Von diesen Tatverdächtigen waren 56 Personen als Mehrfach- /Intensivtäter erfasst, also Täter, die innerhalb von zwei Jahren mehr als zehn Straftaten begangen haben.

Die meisten Täter wohnten in der jeweiligen Tatortgemeinde
Der größte Anteil, mit 1.873 Tatverdächtigen (51,0 %), wohnte in der jeweiligen Tatortgemeinde, 859 im übrigen Landkreis und 302 in Hessen. Auf andere Bundesländer verteilten sich 480 Tatverdächtige und 136 wohnten zur Tatzeit außerhalb der Bundesrepublik Deutschland. 244 Tatverdächtige hatten keinen festen Wohnsitz. Von den 3.674 ermittelten Tatverdächtigen hatten 1.185 keine deutsche Nationalität (32,3 %). Landesweit beträgt der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 45,4 %.

Junge Tatverdächtige
Mit besonderem Blick auf junge Tatverdächtige wurde bei der Polizeidirektion Limburg- Weilburg bereits Anfang Februar 2011 eine Ermittlergruppe zur Fallbearbeitung Besonders Auffällige Straftäter Unter 21 Jahren (BASU21) eingerichtet. Aufgrund intensiver Zusammenarbeit mit Schulen, dem Jugendamt, dem Verein Jugendhilfe und natürlich den Justizbehörden konnten bereits bekannte junge Mehrfachtäter positiv beeinflusst werden. Es erfolgten beispielsweise Vermittlungen von Sprachkursen, gezielte Präventionsmaßnahmen der Jugend- und Drogenberatung, aber auch der vorbeugende Besuch einer Justizvollzugsanstalt. Fallkonferenzen mit allen tangierten Behörden und Institutionen führen zu einer schnellen Reaktion und effizienten Bearbeitung dieser besonderen Form der Jugenddelinquenz.

Zielführend im Sinne der polizeilichen Prävention und Repression
Die spezielle Bearbeitung junger Mehrfachstraftäter, die nicht deliktsbezogen erfolgt, sondern allein auf die Person des Tatverdächtigen abgestimmt ist, hat sich als zielführend im Sinne der polizeilichen Prävention und Repression gezeigt. Mit Stand 31.12.2017 waren 16 Personen als besonders auffällige Straftäter unter 21 Jahren bei der Polizeidirektion Limburg-Weilburg registriert.

Anteil an jungen Tatverdächtigen hat abgenommen
Der Anteil an jungen Tatverdächtigen (TV) hat im Jahre 2017 abgenommen (-45). In der Altersgruppe der Kinder (unter 14 Jahren) fielen 92 Personen strafrechtlich auf (2016: 70). Jugendliche sind 298-mal als Tatverdächtige registriert worden (2016: 343) und bei den Heranwachsenden (18 bis 20 Jahre) lag die Zahl bei 354 (2016: 376). Insgesamt machen die 744 ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren einen Anteil von 20,3 % (2016 = 19,7 %) aus.

Überproportional hoch ist der Anteil dieser Altersgruppe bei Gewalttaten und den einfachen Diebstahlsdelikten.
So konnten bei den Körperverletzungsdelikten im Jahr 2017 gleichbleibend wie im letzten Jahr 174 Fälle registriert werden, bei denen die Tatverdächtigen unter 21 Jahren waren. Bei den schweren und gefährlichen Körperverletzungen waren es 105 Tatverdächtige unter 21 Jahren. Der Anteil an den Raubdelikten hat sich von 13 auf 8 Personen reduziert. Bei den Diebstählen ohne erschwerende Umstände wurden 175 Personen unter 21 Jahren als Tatverdächtige erfasst, darunter waren 115 Fälle von Ladendiebstahl.




Quelle: Kriminalstatistik Polizeidirektion Limburg-Weilburg/sd
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