Walldürnwallfahrt im Goldenen Grund - Ein Zeichen der Hoffnung geht aus dem Goldenen Grund in die Welt

13.06.2025
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Reporter Peter Ehrlich
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An einem Tag, an dem wiederum eine kriegerische Auseinandersetzung gestartet wurde in einer sowieso gerade sehr dynamischen Welt, geht ein klares Zeichen der HOFFNUNG aus dem Goldenen Grund hinaus in die Welt !

Die Fußwallfahrt von Köln nach Walldürn passierte am Morgen von der Morgenmesse in Lindenholzhausen kommend Niederbrechen. Ein herrliches Bild in der Morgensonne die Pilgergruppe in den Emsbachauen zwischen Bahnlinie und Emsbach auf dem Weg nach Niederbrechen. Unterhalb der Berger Kirche wurden Sie mit dem ersten Geläut empfangen - es folgte das Geläut des "Doms im Goldenen Grund", St. Maximin. 

Für Autofahrer, die die Pilgerwege kreuzen vielleicht ein "Ärgernis" des  unfreiwilligen Stopps, aber eben auch eine Einladung, innezuhalten und sich daran zu erfreuen, dass diese Tradition schon seit über 670 Jahren gepflegt wird und oft von Generation zu Generation weitervermittelt wird. Heute würde man es wohl "Spirit" nennen . . . 

In vielen Fenstern, Gärten oder direkt an der Straße wurden sie schon erwartet und der erste, der voran geht, um zu schauen, dass keine tiefhängenden Äste, Mülltonnen oder andere Störungen im Pilgerweg sind, kündigt die Gruppe an, die gefolgt von winkenden Sicherungsfahnen durch die Straßen kommt. 

Der Kreuzträger ist natürlich das markante Zeichen der Gruppe, doch auch die zahlreichen Fahnenträger machen das bunte Bild komplett.

Und ganz klein und fast zu übersehen, würden sie nicht herrlich in der Sonne glitzern, sind die Abzeichen der verschiedenen Wallfahrtsteilnahmen, bei manchem ist es die erste und manche kennen den Weg schon im Schlaf, wie die Anzahl der Buttons vermuten lässt, die sich auf dem Halstuch zur Wallfahrt befinden.

Dort wurden Sie wie immer herzlichst empfangen von engagierten Helferinnen und ehemaligen Mitwallfahrer/innen, die sich mit der Gemeinschaft verbunden fühlen. 

Am Hydepark in Niederbrechen begrüßten auch Bürgermeister Frank Groos sowie Pfarrer Engelmann die Pilgernden

Am Tag des St. Antonius di Pauda, der am heutigen Tage in der katholischen Kirche verehrt wird, ein besonderer Tag, denn es ist in diesem Jahr die 375. Fußwallfahrt von Köln/Porz-Urbach nach Walldürn im Odenwald. Ca. 120 Teilnehmer/innen sind unterwegs am heute sicherlich sehr warmen Freitag dem 13.

Gestartet sind sie am Pfingstdienstag, 10.6. - in diesem Jahr steht die Wallfahrt unter dem Leitgedanken HOFFNUNG. 

"Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft, zusammenbeten, gemeinsame Stille aber auch lebendige Gespräche mit Mitpilgernden, in denen sich Sorgen, Nöte und natürlich auch Freude wunderbar mit anderen teilen lassen." So steht es geschrieben im Begleitflyer zur heutigen Wallfahrt - und wer die Passage dieser Gemeinschaft einmal live erlebt hat oder gar selbst mitgelaufen ist, bestätigt das gerne. Während es auf dem Jakobsweg "Bon camino" klingt, wünschen wir hier den Pilgernden einen GUTEN WEG durch den Goldenen Grund und wertvolle Momente während der weiteren Wallfahrt - unser Moment in Niederbrechen ist jetzt schon unbezahlbar wertvoll. DANKE, dass ihr uns habt einen Moment teilhaben lassen © Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de

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Veranstaltung

Theateraufführung „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“ am 27. Januar 2026 in Weilburg
Stadthalle Weilburg | Di., 27.1.2026 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

Weilburg. Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus lädt der Verein Weilburg erinnert e. V. am Dienstag, 27. Januar 2026, um 19:30 Uhr zu einer besonderen Theateraufführung in die Stadthalle Weilburg ein. Gezeigt wird das Stück „OTTLA – Franz Kafkas Lieblingsschwester“, das sich einer bislang wenig bekannten Opferbiografie der Shoah widmet.

Das Theaterstück basiert auf dem gleichnamigen Hörspiel des tschechischen Autors Petr Balajka in der Übersetzung von Werner Imhof und wurde von rimon productions realisiert. Im Mittelpunkt steht das Leben von Ottla David, der jüngsten Schwester des Schriftstellers Franz Kafka. Erzählt werden ihr Leben mit der Familie in Prag, ihre Deportation im Jahr 1942 in das Ghetto Theresienstadt sowie ihr Einsatz als Betreuerin von Kindern im dortigen Waisenhaus.

Eine zentrale Perspektive des Stücks eröffnet die Figur des jüdischen Lagerarztes Felix Hershkovitz, der Theresienstadt überlebt. Nach dem Krieg berichtet er den Töchtern von Ottla von seiner Begegnung mit ihrer Mutter. Grundlage der Inszenierung sind unter anderem erhaltene Briefe Ottlas an ihre beiden Mädchen, die Einblicke in ihre Gedanken, Hoffnungen und Entscheidungen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung geben. In diesen Briefen wird die enge emotionale Bindung zu ihren Kindern ebenso sichtbar wie ihre Haltung angesichts der zunehmenden Entrechtung und Gewalt.

Dramatisch verdichtet sich die Handlung, als Ottla sich freiwillig meldet, um einen Transport jüdischer polnischer Kinder zu begleiten – in der Hoffnung, ihnen die Flucht nach Schweden oder in die Schweiz zu ermöglichen. Der Versuch von Felix Hershkovitz, sie davon abzuhalten und damit ihr Leben zu retten, bleibt erfolglos. Nach dem Krieg trifft er in Prag Ottlas Tochter Vera, die vergeblich nach dem Schicksal ihrer Mutter sucht.

Die Inszenierung verknüpft diese biografische Erzählung mit Zitaten und Motiven aus dem Werk Franz Kafkas. Ergänzt wird das Stück durch digitale Kunstzeichnungen zu einer überlieferten Begebenheit aus dem Leben Franz Kafkas und seiner Verlobten Dora Diamant. Diese Bilder werden in fünf Teilen erzählt und stehen auf einer Metaebene in Beziehung zu den Kindern im Waisenhaus von Theresienstadt. Alle drei Schwestern Franz Kafkas wurden in der Shoah ermordet.

Mit der Aufführung nähert sich das Theaterstück der Geschichte der Shoah über individuelle Biografien, familiäre Bindungen und moralische Entscheidungen. Es richtet den Blick auf eine Frau, deren Leben und Handeln exemplarisch für viele vergessene Opfergeschichten stehen, und stellt zugleich die Frage nach Verantwortung, Menschlichkeit und Erinnerungskultur in der Gegenwart.

Die Theateraufführung findet im Rahmen der Gedenkveranstaltungen des Vereins Weilburg erinnert e. V. zum Holocaust-Gedenktag statt. Die Theatervorstellungen 2026 werden durch den Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus gefördert.

Termin: Dienstag, 27. Januar 2026, 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)
Ort: Stadthalle Weilburg, Langgasse 25, 35781 Weilburg

Weitere Informationen und Tickets unter: https://www.weilburg-erinnert.de/events/theaterauffuehrung-ottla-franz-kafkas-lieblingsschwester-am-27-januar-2026-in-weilburg/

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