Was ist Natur; wie visualisiert sich Natur in den Künsten? Das ist wohl die treibende Frage hinter dem Konzept von Kaluza und Lan.
Ein Gedanke dazu:
Unter einer ersten Natur mag eine von frühen Menschen unmittelbar erlebte Welt gemeint sein, die Teil der Naherfahrung Natur waren; eine Gesellschaft, die die Natur nicht nur physisch, sondern auch spirituell und emotional als Ereigniskette erlebten.
Die zweite Natur begrenzt sich bereits auf einen objekthaften und auch utilitaristischen Charakter; die Natur wird zur Ressource, zur Lebensgrundlage, zu einer Umwelt. Die Sprache rückt sie in eine konträre Position zur Kultur; die Natur wird zugunsten der Kultur ersetzbar.
Eine Kultur allerdings, die alles andere als frei von Sehnsüchten nach eben jener verloren Frühzeit ist; eine Kultur, die ihrerseits wieder eine „künstliche“ Idyllnatur entwickelt, eine dritte Natur der Künste, eine reine Menschennatur, die per Eskapismus und totalisierter Immersion wiederum an die Urbilder einer ersten Natur anknüpft.
Oder auch: Anknüpfen muss. Denn diese beständige Sehnsucht verrät nicht weniger als eine Abhängigkeit von der Natur, die kaum noch zu leugnen ist.
Die Arbeiten von Stephan Kaluza und Jiny Lan werden diesen Ansatz, die sichtbare Natur zwischen Idyll und Immersion, thematisieren.
Stephan Kaluza inszeniert seine zumeist großformatigen Bilder (Öl auf Leinwand) in einer fotorealistischen Weise. Diese Malerei basiert aber nicht auf Fotos, die „abgemalt“ werden, sondern sind eigenständige Konstruktionen. Die Natur, wie Kaluza sie zeigt, existiert rein in seiner Vorstellung. Sie bieten einen eher bewusst beiläufigen Blick auf die Natur, unterscheiden sich also deutlich von klassischer Landschaftsmalerei.
Jiny Lan geht bei ihren Übermalungen stets von Fotografien ihrer eigenen Palette aus. Zum Teil werden fotografische Stills von Farbformen stehengelassen, um dann von groben Landschaftsskizzen eingerahmt zu werden. Die sichtbare Welt als Abbild trifft im Grunde auf ein Inneres, auf ein Konzept, das grundlegend die Frage nach der Wahrnehmung als solches aufwirft.
Text: Rosenhangmuseum Weilburg
Cara Basquitt, Theaterpädagogin und Theaterwissenschaftlerin, ist in der nächsten „WissensWerkstatt für Kinder“ zu Gast, die vom Lions Club Limburg Mittellahn in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg und der Stadtjugendpflege Limburg nun schon im 16. Jahr organisiert und durchgeführt wird.
Zum Thema „Alles nur Theater!“ findet am Samstag, 24. Januar 2026, von 11 bis 12 Uhr in der Stadthalle Limburg (Clubebene, Eingang „Thing“, Clubsaal), Hospitalstraße 4, für Kinder von 8 bis 12 Jahren die nächste WissensWerkstatt statt.
Es wartet auf die jungen Forscherinnen und Forscher eine Entdeckungsreise in die Welt des Theaters. Bei dieser WissensWerkstatt erfahren sie alles über den Ort, an dem Geschichten erzählt werden – aber nicht in einem Buch, sondern auf der Bühne! Es gilt, die verschiedenen Gewerke kennenzulernen, die es braucht, um ein Theaterstück aufzuführen. Dazu gehören neben dem Schauspiel zum Beispiel Regie, Bühnen- und Kostümbild, aber auch der technische und handwerkliche Bereich. Außerdem erzählt die erfahrene Theaterpädagogin Cara Basquitt davon, wie Schauspielerinnen und Schauspieler in ihre Rollen schlüpfen und eine Geschichte zum Leben erweckt wird. Die teilnehmenden Kinder dürfen auch selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, sich in andere Figuren hineinzuversetzen und wie viel Spaß das machen kann. Vielleicht schlummern ja in der einen oder dem anderen schauspielerische Talente?
Nach dem Besuch von jeweils sechs Veranstaltungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein „Diplom“, ein T-Shirt von Claudius Clever und die ein oder andere Überraschung wartet auch noch! Der Eintritt zur WissensWerkstatt ist frei.
Die Veranstalter freuen sich, wenn Eltern, Großeltern oder Bekannte die Kinder zur Limburger Stadthalle bringen. Während der WissensWerkstatt haben die Erwachsenen frei.
Kinder, die zum wiederholten Mal mitmachen wollen, bitte den Studentenausweis mitbringen!
Es ist keine Einzelanmeldung der Kinder erforderlich! Nur Gruppen ab 10 Personen müssen vorher beim Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg angemeldet werden: Telefon: 06431-296-118, Mail: !
Insgesamt bietet die „WissensWerkstatt für Kinder“ wieder 6 Vorlesungen bis zu den Sommerferien 2026 an.
Folgende weitere Termine und Themen erwarten die Kinder bis Juni 2026:
Samstag, 21. März 2026:
„Entdeckt das Geheimnis starker Heldinnen und Helden – Resilienz!“
Dozent: Götz Müller, Diplom-Psychologe, Aachen
Samstag, 9. Mai 2026:
„Wie kommen die Sachen in’s Museum?“
Dozent: Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt
Samstag, 13. Juni 2026:
„Wie werden die „logo!“-Kindernachrichten gemacht?“
Dozentin: Isabell Ihden, Reporterin der „logo!“-Kindernachrichten, Mainz
Die Vorlesungen dauern jeweils von 11 bis 12 Uhr! Nähere Informationen finden sich auch auf der Homepage des Jugendbildungswerkes Limburg-Weilburg: www.das-jbw.de