Hans-Heinrich Dittrich – Diplom-Psychologe, Gestalttherapeut und freier Künstler – beschäftigt sich in seiner Arbeit intensiv mit Prinzipien der Gestaltpsychologie, in deren Mittelpunkt die Mechanismen der visuellen Wahrnehmung stehen. Das Zusammenwirken einzelner Elemente zu einem Ganzen, die Wechselwirkung einzelner Formen und die dynamische Interaktion von Figur, Hintergrund und Kontext sind bedeutsame Gesichtspunkte, die sein Schaffen prägen. In seinem Werk lassen sich die Gesetze der Gestalttheorie klar nachvollziehen. Ein Beispiel ist das Gesetz der Nähe, das besagt dass in räumlicher Nähe befindliche visuelle Elemente als zusammengehörig wahrgenommen werden.
Von besonderer Bedeutung für Hans-Heinrich Dittrichs Kunst ist das dynamische Figur/Hintergrund-Wechselspiel, das sowohl beim Malprozess als auch bei der Betrachtung eines Kunstwerks eine Rolle spielt und sich vor allem in seinen abstrakten Arbeiten manifestiert. Aus wechselnder Perspektive betrachtet können aus dem Hintergrund unterschiedliche Figuren in den Vordergrund treten und danach wieder in den Hintergrund eintauchen und einer neuen Gestalt Platz machen.
Diese Prinzipien lassen sich auch auf emotionale Prozesse anwenden.
Das aktuell wichtige Bedürfnis tritt in den Vordergrund, alle anderen Bedürfnisse in den Hintergrund. Die Wirkung von Kunst kann durch die aktuelle Befindlichkeit und Emotionen beeinflusst werden und wiederum emotionale Zustände wie Freude oder Irritation hervorrufen.
In Hans-Heinrich Dittrichs konzeptuellen Arbeiten finden sich wirkungsstarke Kompositionen mit reduzierter Bildsprache. Aus demHintergrund treten Figuren hervor und wieder zurück; zwischen den Figuren untereinander und zwischen Figuren und Hintergrund entstehen Gesten, die ihre Spuren im wahrgenommenen Gesamteindruck hinterlassen. Der Begriff GESTALT erhält damit auch die Bedeutung GEST AL T, gestural alternative traces, Spuren/Zeichen, die scheinbar in eine bestimmte Richtung weisen, jedoch mannigfaltige alternative, ambivalente und scheinbar widersprüchliche Botschaften beinhalten können. Die Kompositionen der Werke gehen mit einem außergewöhnlich hohen Maß an Freiheitsgraden und Interpretationsmöglichkeiten einher.
Einführung von Prof. Dr. Irene Daum
Die Ausstellung ist bis zum 24.06.2025 im Atelier I des Rosenhangmuseums Weilburg zu sehen.
Der Eintritt ist frei
Cara Basquitt, Theaterpädagogin und Theaterwissenschaftlerin, ist in der nächsten „WissensWerkstatt für Kinder“ zu Gast, die vom Lions Club Limburg Mittellahn in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg und der Stadtjugendpflege Limburg nun schon im 16. Jahr organisiert und durchgeführt wird.
Zum Thema „Alles nur Theater!“ findet am Samstag, 24. Januar 2026, von 11 bis 12 Uhr in der Stadthalle Limburg (Clubebene, Eingang „Thing“, Clubsaal), Hospitalstraße 4, für Kinder von 8 bis 12 Jahren die nächste WissensWerkstatt statt.
Es wartet auf die jungen Forscherinnen und Forscher eine Entdeckungsreise in die Welt des Theaters. Bei dieser WissensWerkstatt erfahren sie alles über den Ort, an dem Geschichten erzählt werden – aber nicht in einem Buch, sondern auf der Bühne! Es gilt, die verschiedenen Gewerke kennenzulernen, die es braucht, um ein Theaterstück aufzuführen. Dazu gehören neben dem Schauspiel zum Beispiel Regie, Bühnen- und Kostümbild, aber auch der technische und handwerkliche Bereich. Außerdem erzählt die erfahrene Theaterpädagogin Cara Basquitt davon, wie Schauspielerinnen und Schauspieler in ihre Rollen schlüpfen und eine Geschichte zum Leben erweckt wird. Die teilnehmenden Kinder dürfen auch selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, sich in andere Figuren hineinzuversetzen und wie viel Spaß das machen kann. Vielleicht schlummern ja in der einen oder dem anderen schauspielerische Talente?
Nach dem Besuch von jeweils sechs Veranstaltungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein „Diplom“, ein T-Shirt von Claudius Clever und die ein oder andere Überraschung wartet auch noch! Der Eintritt zur WissensWerkstatt ist frei.
Die Veranstalter freuen sich, wenn Eltern, Großeltern oder Bekannte die Kinder zur Limburger Stadthalle bringen. Während der WissensWerkstatt haben die Erwachsenen frei.
Kinder, die zum wiederholten Mal mitmachen wollen, bitte den Studentenausweis mitbringen!
Es ist keine Einzelanmeldung der Kinder erforderlich! Nur Gruppen ab 10 Personen müssen vorher beim Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg angemeldet werden: Telefon: 06431-296-118, Mail: !
Insgesamt bietet die „WissensWerkstatt für Kinder“ wieder 6 Vorlesungen bis zu den Sommerferien 2026 an.
Folgende weitere Termine und Themen erwarten die Kinder bis Juni 2026:
Samstag, 21. März 2026:
„Entdeckt das Geheimnis starker Heldinnen und Helden – Resilienz!“
Dozent: Götz Müller, Diplom-Psychologe, Aachen
Samstag, 9. Mai 2026:
„Wie kommen die Sachen in’s Museum?“
Dozent: Dr. Martin Faass, Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt
Samstag, 13. Juni 2026:
„Wie werden die „logo!“-Kindernachrichten gemacht?“
Dozentin: Isabell Ihden, Reporterin der „logo!“-Kindernachrichten, Mainz
Die Vorlesungen dauern jeweils von 11 bis 12 Uhr! Nähere Informationen finden sich auch auf der Homepage des Jugendbildungswerkes Limburg-Weilburg: www.das-jbw.de