20.05.2026

Alle drei Sondersausgaben der Weilburger Blätter erhältlich

„Jüdische Spuren in Weilburg, Worte zu Weilburg und Weilburg 1945 – 1949“

v.l.n.r.: Joachim Warlies mit der Sonderausgabe "Weilburg 1945 - 1949" und Hans-Peter Schick mit den drei Sonderausgaben "Jüdische Spuren in Weilburg", "Worte zu Weilburg" und "Weilburg 1945 - 1949" Bürgerinitiative Alt-Weilburg e.V.

„Weilburg 1945 – 1949, Kriegsende und Nachkriegszeit“, so lautet der Titel der dritten Sonderausgabe der Weilburger Blätter. Autor ist Rektor a.D. Joachim Warlies. Einmal mehr zeigt Joachim Warlies wichtige Momente der Weilburger Stadtgeschichte auf, jetzt die Ereignisse beim Ende des 2. Weltkrieges und die ersten Nachkriegsjahre. Herausgeber ist die Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“. Die beiden ersten Sonderausgaben sind den Themen „Jüdische Spuren in Weilburg“ (Joachim Warlies) und „Worte zu Weilburg“ mit 36 Ansprachen von Bürgermeister a.D. Hans-Peter Schick gewidmet. Die Weilburger Blätter sind eine Publikumsreihe der Bürgerinitiative „Alt-Weilburg", die seit nunmehr 51 Jahren erscheint. Von Oktober 2025 bis Mai 2026 hat die Bürgerinitiative drei Sonderausgaben herausgegeben, in einer Auflage von jeweils 200 bzw. 250 Exemplaren.

In der Publikation „Weilburg 1945 – 1949, Kriegsende und Nachkriegszeit“ skizziert Joachim Warlies die Lebenswirklichkeit in Weilburg in den letzten Monaten vor dem Kriegsende, als auch Weilburg von Bombenabwürfen betroffen war, so am Karlsberg und Teilen des Schlosses. Den schwersten Luftangriff brachte der 9. März 1945, als ein mit Munition beladener Zug am Güterbahnhof beschossen und die Lackfabrik und er Hessische Hof vollständig abbrannten und andere Häuser schwer beschädigt wurden. Am 27. März rückten die amerikanischen Truppen zu Lande in Weilburg ein, die Deutsche Wehrmacht wollte den Vormarsch noch stoppen und sprengte Teile der Steinernen Brücke. Weilburg unterstand ab März 1945 der Militärregierung durch die Amerikaner. Im zweiten Teil stellt Warlies den deutschen Alltag und den amerikanischen Alltag in Weilburg vor und im dritten Teil den politischen Neubeginn. Insgesamt spiegelt die Publikation die Lebenswirklichkeit der Weilburger in schwierigster Zeit.

Von der Normalität vor 1933 und dem Alltag der israelitischen Kultusgemeinde Weilburg über Boykott, Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu Abwanderung, Auswanderung, Novemberpogrom und Deportationen zeigt Joachim Warlies den Weg der jüdischen Bevölkerung von Mitte der 20er Jahre bis 1945 in „Jüdische Spuren in Weilburg“ auf. In dem Teil nach 1945 spricht Warlies dann von den Schreckensnachrichten, der Spurensuche sowie ersten Kontakten und Besuchen.

In der Publikation „Worte zu Weilburg“ spiegeln 36 Reden von Bürgermeister a.D. Hans-Peter Schick das Geschehen in der Stadt Weilburg in der Zeit von 1993 bis 2024 als eine besondere Form der Geschichtsschreibung. Der Bau von Oberlahnbrücke und Mühlbergtunnel, der 45. Hessentag, bedeutende Vereinsereignisse (Bürgergarde und Feuerwehr) und Besuche von Bundes-präsident, Großherzog von Luxemburg und Europäischem Gerichtshof kommen ebenso zu Wort wie die Neueröffnung der Zentrale der Kreissparkasse oder die Eröffnung vom Möbelhaus Zeller. 36 herausragende Momente des Stadtlebens in 31 Jahren werden in den Reden lebendig.

Alle drei Publikationen sind in der Residenz-Buchhandlung Weilburg erhältlich zum Preis von 5 bzw. 7 €.

Bereits jetzt zeichnet es sich ab, dass weitere Sonderausgaben der Weilburger Blätter folgen werden, so eine Ausgabe mit Weilburger Geschichte und Geschichten sowie eine Ausgabe zu dem Thema „Weilburger Maler“.

Die Weilburger Blätter der Bürgerinitiative „Alt-Weilburg erscheinen zu jedem Quartal und beinhalten Informationen und Positionen zum Geschehen in der Innenstadt und den Ortskernen sowie Beiträge zur Stadtgeschichte und Vereinsarbeit und ein Quiz. Die Auflage konnte binnen des Jahres 2025 von 150 auf 400 Exemplare gesteigert werden. Die Weilburger Blätter können auch kostenfrei abonniert werden via E-Mail: h.p.schick@t-online.de; für eine Mitgliedschaft oder Spende ist die Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“ dankbar.

Quelle: Hans-Peter Schick


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Veranstaltung

Deutsch-italienischer Gesprächskreis / Tavola rotonda
Restaurant Toscana | Fr., 22.5.2026 19:00 Uhr

Nach dem gelungenen Neustart der „Tavola rotonda“ in unserem neuen Stammlokal „Toscana“ freuen wir uns auf dieses weitere Treffen!

In die lockere Runde ist jede/r willkommen, der/die Lust hat, sich über verschiedene Themen auf Deutsch und Italienisch ganz spontan zu unterhalten. Es werden sich interessante und anregende Gespräche über das Leben in Italien und Deutschland, persönliche Erfahrungen in beiden Ländern, Reiseziele, Kino, Musik und alles, was die Anwesenden gerne ansprechen, sowie neue Vorschläge für unser Vereinsleben auch dieses Mal bestimmt entwickeln.

Es ist auch eine nette Gelegenheit, Gleichgesinnte kennen zu lernen und die eigenen Italienischkenntnisse aufzufrischen, die aber kein Muss sind. Alle, die Lust auf einen geselligen, generationsübergreifenden Abend haben und Italien mögen, sind herzlich willkommen!

Eintritt frei, Verzehr erwünscht. Um Voranmeldung wird gebeten: kontakt@dig-mittelhessen.de. Spontan Entschlossenen ohne Voranmeldung können wir leider keine Teilnahme garantieren.

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