28.02.2026

Neues Bauingenieurstudium in Limburg soll zum Wintersemester starten

„Öffentliches Bauen“ weckt überregionales Interesse

Potenzielle Studierende, Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landratsämtern, Landesbehörden und Unternehmen begrüßen die Initiative „Öffentliches Bauen“. Campus-Leiter Prof- Dr. Fabian Tjon (l.) und CCD-Hauptgeschäftsführer Christian Schreier (r.) stellten das neue Angebot vor. Foto: THM/StudiumPlus

Erstmals in Hessen wird StudiumPlus ein duales Bauingenieurstudium für Nachwuchskräfte in der öffentlichen Verwaltung anbieten. „Öffentliches Bauen“ soll zum Wintersemester am Campus Limburg starten. Das Interesse an dem Studium ist schon im Vorfeld groß, das zeigte am Mittwochabend auch die inzwischen zweite Infoveranstaltung mit erneut knapp 40 Teilnehmern aus ganz Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW, darunter potenzielle Studierende, Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Kommunen, Landesbehörden, Bauunternehmen und Planungsbüros. Von allen wurde die Initiative begrüßt.

Bauingenieure werden händeringend gesucht, sowohl in der Privatwirtschaft als auch in den Bauabteilungen von Rathäusern und Landratsämtern. In Reaktion darauf plant StudiumPlus, das duale Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenter Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e.V. (CCD), ab dem Winter in Limburg den dualen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen in der Fachrichtung Baumanagement, Konstruktion und Infrastruktur (BKI) anzubieten, wählbar auch mit dem Fokus „Öffentliches Bauen“. 60 Kommunen haben ihr Interesse bekundet in einer vorgeschalteten Befragung durch den Hessischen Städte- und Gemeindebund (HSGB) und die IHK Limburg, unterstützt durch den Landkreis Limburg-Weilburg und die Stadt Limburg.

Der Leitende StudiumPlus-Direktor und Studiengangsleiter Prof. Dr. Jens Minnert, CCD-Hauptgeschäftsführer Christian Schreier und Prof. Dr. Fabian Tjon, Campus-Leiter in Limburg, stellten das StudiumPlus-Konzept und den siebensemestrigen Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen vor. Die starke Verzahnung von Theorie und Praxis bei StudiumPlus garantiere stets aktuelle Studieninhalte, die am tatsächlichen Bedarf der rund 1.100 Partnerunternehmen orientiert seien, so der CCD-Vorstandvorsitzende Uwe Hainbach.

Wichtig sei den interessierten Kommunen, dass der Bauingenieurnachwuchs zu „Generalisten“ mit möglichst großem Spektrum ausgebildet werde, berichtete Minnert. So würden alle Studierenden zunächst „klassisch“ die Fachrichtung BKI studieren. Die Spezialisierung „Öffentliches Bauen“ finde in den ersten vier Semestern während der Praxisphasen in Form von Projekten beim jeweiligen Arbeitgeber statt und im fünften Semester als Wahlpflichtmodule mit Inhalten wie Bauordnungs-, Bauplanungs- und Verwaltungsrecht, Vergaberecht, Brand-, Denkmal- und Naturschutz, Umwelt- und Bodenrecht. Studierenden aus benachbarten Bundesländern wie Rheinland-Pfalz würden die Besonderheiten der jeweils einschlägigen Landesbauordnungen vermittelt, erklärte Minnert auf Nachfrage. Unter anderem Gabriel Handke machte als Leiter des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung in Diez großes Interesse an der Spezialisierung „Öffentliches Bauen“ deutlich, der Bedarf an jungen Bauingenieuren sei enorm, sagte er.

StudiumPlus ist das duale Studienprogramm der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) und des CompetenceCenters Duale Hochschulstudien – StudiumPlus e. V. (CCD), dem Verein der über 1.000 Partnerunternehmen. Das Programm umfasst ein vollwertiges Bachelor- oder Masterstudium an einer der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Hessen kombiniert mit intensiver Praxiserfahrung. Mit mehr als 1.900 Studierenden ist StudiumPlus der größte duale Anbieter in Hessen mit Hauptsitz in Wetzlar mit sechs Außenstellen, darunter Limburg (seit 2016). Am Campus Limburg werden aktuell die Bachelorstudiengänge Betriebswirtschaft in den Fachrichtungen Mittelstandsmanagement und Wirtschaftsingenieurwesen sowie Ingenieurwesen Maschinenbau und Ingenieurwesen Elektrotechnik angeboten. Kleine Studiengruppen, persönliche Betreuung und die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sind Alleinstellungsmerkmal und Markenkern von StudiumPlus. Alle Studierenden benötigen ein Unternehmen oder einen anderen Arbeitgeber, bei dem sie angestellt sind und das/der Mitglied im CCD ist. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren liegt in den Händen des Arbeitgebers. Sobald der Studienvertrag unterschrieben ist, ist der Platz im dualen Studium sicher. Eine Bewerbung an der THM ist nicht nötig.

Quelle: THM/StudiumPlus


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Veranstaltung

Gemeinsam geht mehr!
Schlosskirche Weilburg | So., 1.3.2026 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Am kommenden Sonntag werden in einem Gottesdienst für Jung und Alt die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Region Weilburg-Löhnberg begrüßt. Das Motto lautet: Gemeinsam geht mehr! - Pfarrer Achim Schaad und Pfarrer Guido Hepke heißen die Jugendlichen gemeinsam mit den Konfi-Teamern willkommen. Der Gospelchor sorgt unter der Leitung von Kantor Jonas Dippon für die musikalischen Akzente. Beginn ist um 10.30 Uhr in der Weilburger Schlosskirche.
Das Vorbereitungsteam nimmt Elemente aus der Konfi- und Jugendarbeit in den Gottesdienst hinein: Die Teamer gestalten eine Spielszene und wirken bei der Verkündigung mit. Es gibt eine Mitmach-Aktion. Kirchenvorsteher*innen aus den beteiligten Kirchengemeinden halten die Fürbitten. Im Anschluss sind alle Beteiligten zum Kirchencafé eingeladen. Kaffee und Plätzchen machen es leicht, miteinander ins Gespräch zu kommen.
In der Konfi-Arbeit beschreiten die Evangelischen Kirchengemeinde in der Region neue Wege. Im Vorgriff auf den bevorstehenden Zusammenschluss der Gemeinden zu einer Gesamtgemeinde wird der Konfirmanden-Unterricht neu gestaltet. Für den neuen Jahrgang gibt es zwei Gruppen. Die eine trifft sich dienstags von 16.30 – 18 Uhr. Die andere kommt donnerstags von 15.30 – 17 Uhr zusammen. Bei einem Starttreffen lernten sich die Jugendlichen kennen. Dann durften sie wählen, mit wem sie in welcher Gruppe sein wollen. „In beiden Gruppen sind praktisch alle Teile unserer Region vertreten“, erzählt Pfarrer Guido Hepke. „Für die Jugendlichen ist am wichtigsten: Mit wem aus meiner Klasse kann ich zusammen sein. Der Wohnort ist nachrangig. Durch die Regionalisierung der Konfirmandenarbeit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten.“ So der Theologe weiter. Der „Konfi“ findet schwerpunktmäßig im Helmut-Hild-Haus in Weilburg statt. Denn dort wird eine Jugendetage aufgebaut. Doch die verschiedenen Kirchorte der Region werden in das Konfi-Programm einbezogen.
Teilnehmen können am Konfi-Kurs alle Jugendlichen, die gegenwärtig die 7. Klasse besuchen. Das Lebensalter spielt keine Rolle. Die Taufe ist keine Voraussetzung.
Infos: Pfr. Guido Hepke (Tel 0 64 71/ 31 19 400; guido.hepke@ekhn.de)

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