26.08.2026
Weilburg investiert 33.000 Euro für den Ernstfall
11 neue AED-Geräte stärken Notfallversorgung in Weilburg und allen Stadtteilen
Die symbolische Übergabe der AED Geräte auf dem Marktplatz Weilburg an alle Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher: (v.li.) Michaela Brockmann und Notarzt Benjamin Neeb (Gefahrenabwehrzentrum Landkreis Limburg-Weilburg), Gerson Kiefer (städtisches Bauamt), Beate Rau (Weilburg) (oben v.li.) Dominic Schneider (Bermbach), Sebastian Börner (Hasselbach), Heinz-Jürgen Deuster (Odersbach), André Heumann (Waldhausen), Jürgen Engel (Hirschhausen), Christian Marten (Gaudernbach), (unten v. re.) Martin Jung (Drommershausen), Anja Ludwig (Ahausen), Daniel Prather (Kirschhofen), Uwe Abel (Kubach), Jörg Korschinsky (Stadtwerke Weilburg) und Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch. Foto: Stadt Weilburg
Der plötzliche Herztod zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Im Ernstfall kommt es auf jede Minute an. Eine möglichst früh begonnene Herzdruckmassage und der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) können entscheidend dazu beitragen, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.
Mit der Anschaffung von 11 AED-Geräten baut die Stadt Weilburg die Notfallvorsorge in ihren Stadtteilen weiter aus. Ziel ist es, im Fall eines Herz-Kreislauf-Stillstands einen schnellen Zugang zu einem Defibrillator zu ermöglichen. Im Rahmen eines Pressetermins wurden die Geräte von Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch zusammen mit Notarzt Benjamin Neeb, Kreisbrandinspektor Frederik Stahl und Michaela Brockmann von der Gefahrenabwehr des Landkreises Limburg-Weilburg sowie dem Geschäftsführer der Stadtwerke Weilburg Jörg Korschinsky symbolisch an die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher übergeben.
Die AED-Geräte sind speziell für die Anwendung durch Laien konzipiert. Nach dem Einschalten führen klare Sprachansagen Schritt für Schritt durch die Anwendung. Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Neben der Verfügbarkeit der Geräte ist daher vor allem wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger im Notfall schnell darauf zugreifen können.
Die Defibrillatoren und das notwendige Zubehör werden über die Björn Steiger Stiftung und die Deutsche Herzstiftung zur Verfügung gestellt. Insgesamt investierte die Stadt Weilburg 33.000 Euro. Die Stadtwerke Weilburg beteiligten sich mit 6.000 Euro, die Vereinsgemeinschaft Kirschhofen unterstützt das Vorhaben mit weiteren 1.000 Euro. Im Gesamtpaket enthalten sind neben den AED-Geräten auch Klimaschränke für die öffentliche Aufbewahrung sowie Infotafeln. Die jeweiligen Standorte wurden gemeinsam mit den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern festgelegt. Die Geräte werden an den Bürgerhäusern der Stadtteile sowie in der Kernstadt öffentlich zugänglich angebracht. Die Installation übernimmt zeitnah der städtische Bauhof. Die Bürgerinnen und Bürger können kostenfrei an Schulungen zur Anwendung der Geräte teilnehmen und wenden sich dazu idealerweise direkt an die Ortsvorsteherin oder den Ortsvorsteher ihres Stadtteils.
Die neuen AED-Standorte ergänzen zugleich das KatRetter-System, an dem der Landkreis Limburg-Weilburg seit 2024 teilnimmt. Medizinisch qualifizierte Personen und ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer können sich über die KatRetter-App registrieren. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand alarmiert die Rettungsleitstelle mittels einer App geeignete Helferinnen und Helfer in der Nähe des Notfalls zusätzlich zum regulären Rettungsdienst. Sie können bereits vor dessen Eintreffen mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen und dabei die jetzt verfügbaren AED-Geräte einsetzen.
„Mit den neuen AED-Geräten stärken wir gemeinsam die Notfallversorgung in Weilburg. Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Deshalb ist es wichtig, dass die Geräte schnell erreichbar sind und die Menschen wissen, wo sie zu finden sind. Ich möchte alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich mit den Standorten vertraut zu machen und im Ernstfall nicht zu zögern, Hilfe zu leisten.“, erklärt Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch.
Quelle:
Stadt Weilburg