07.05.2026

Bundesagentur für Arbeit berichtet über Arbeitsmarktsituation in der Pflege

Aktuelles zu den Pflegeberufen

Petra Kern Kuzon/Adobe Stock

Anlässlich des ‚Internationalen Tages der Pflege‘ am 12. Mai veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit (BA) nach Angaben der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar neueste Entwicklungen rund um die Arbeitsmarktsituation in den Pflegeberufen. So sind 2025 rund 1,8 Millionen Pflegekräfte in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. Mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Beschäftigungswachstum in der Pflege 2025 fortgesetzt, während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche stagnierte.

Pflegeberufe sind laut BA eine Frauendomäne: Ein Großteil der Beschäftigten ist weiblich – allerdings steigt der Anteil männlicher Pflegekräfte beständig. Teilzeitbeschäftigung ist weit verbreitet. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen. Der Anteil der beschäftigten Pflegekräfte mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist auf 20 Prozent im Jahr 2025 gestiegen. Die mittleren Entgelte in der Pflege sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft. Überdurchschnittliche Zuwächse zeigten sich in allen Anforderungsniveaus.

Arbeitslosigkeit seit 3 Jahren steigend - überwiegend Pflegehilfskräfte sind arbeitslos
Wie die Gesamtarbeitslosigkeit ist auch die Arbeitslosigkeit in den Pflegeberufen 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Im Jahresdurchschnitt des letzten Jahres waren rund 60.000 Pflegekräfte in Deutschland arbeitslos gemeldet, 5.000 oder 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die berufsspezifische Arbeitslosenquote von Pflegekräften stieg von 3,2 Prozent im Jahr 2024 auf 3,4 Prozent im Jahr 2025. Dabei verbleibt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte auf einem sehr geringen Stand von 1,1 Prozent.

Zahl der gemeldeten Stellen rückläufig, aber weiterhin Fachkräftemangel
Rund 31.000 Stellenangebote für Pflegekräfte waren im Jahresdurchschnitt 2025 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das waren nur geringfügig weniger als im Vorjahr, während gleichzeitig die Gesamtzahl der gemeldeten Stellen berufsübergreifend deutlich um 9 Prozent zurückgegangen ist. Angebot und Nachfrage passen häufig nicht zusammen. Die gemeldeten Stellen richten sich mit 96 Prozent fast nur an examinierte Pflegefachkräfte oder Pflegeassistenzkräfte. Etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosen sucht jedoch eine pflegerische Helfertätigkeit, die keinen Berufsabschluss erfordert. Die Engpassanalysen, die die Statistik der BA seit 2011 regelmäßig erstellt, bestätigen einen andauernden erheblichen Fachkräftemangel in Pflegeberufen. Dieser erstreckt sich auf alle examinierten Pflegekräfte einschließlich der Pflegeassistenz.

Steigende Zahlen bei Aus- und Weiterbildung
Über 59.000 Personen haben 2024/25 laut Statistischem Bundesamt eine Berufsausbildung als Pflegefachmann oder Pflegefachfrau begonnen. Damit hat sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt und es wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die BA hat 2025 rund 22.000 Personen gefördert, die eine Weiterbildung in einem Pflegeberufe begonnen haben. Darunter waren rund 8.000 Menschen, die eine Umschulung zur Pflegefachkraft einschließlich der Pflegeassistenz aufgenommen haben.
Den ausführlichen Bericht gibt es im Internet kostenlos unter https://tinyurl.com/mwhkbrfz.

Quelle: Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Gesprächsabend mit hr-Ikone Jörg "Bombi" Bombach
Adolf-Reichwein-Schule Limburg | Mi., 13.5.2026 19:00 Uhr

Am 13. Mai 2026 kommt Jörg Bombach auf Einladung des Hessencampus Limburg-Weilburg in die Adolf-Reichwein-Schule Limburg und spricht mit hr-Moderator Klaus Krückemeyer über seinen Werdegang, die Verantwortung der Medien in unserer Gesellschaft und die Bedeutung von Kommunikation, Haltung und Zusammenhalt.

Jörg Bombach zählt zu den prägendsten Medienpersönlichkeiten Hessens. Seine journalistische Laufbahn begann als Reporter bei regionalen Zeitungen, der FAZ und dpa, bevor er zum Hörfunk wechselte. Über viele Jahre war er eine unverwechselbare Stimme des Hessischen Rundfunks, und von 1992 bis 2014 gestaltete er hr3 als Programmchef zu einem der beliebtesten und einflussreichsten Radiosender Hessens. Dieser beeindruckende Werdegang zeigt, wie viel man mit Engagement, Neugier und Überzeugungskraft erreichen kann.

Neben seiner journalistischen Tätigkeit widmet sich Bombach seit vielen Jahren gesellschaftlichem Engagement. Als Vorstand bzw. Beirat der Hessenstiftung „Familie hat Zukunft“ und Kurator der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ setzt er sich für Projekte ein, die Menschen verbinden, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und Werte erlebbar machen.

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen Abend voller persönlicher Einblicke, humorvoller Geschichten und inspirierender Perspektiven freuen – ein Gespräch, das zeigt, wie Erfahrung, Engagement und Haltung zusammenwirken, um Menschen zu erreichen und gesellschaftliche Verantwortung lebendig werden zu lassen.

Der Eintritt ist kostenfrei - um Voranmeldung wird gebeten.

TOP Firmen für Sie