29.05.2026

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar im Mai 2026

Betriebe suchen wieder zunehmend mehr Personal

kite_rin/Adobe.Stock

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Mai 2026 insgesamt 13.579 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im April wurden 13.894 Arbeitslose vermeldet - die Quote lag bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr waren 13.454 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,7 Prozent. Von den insgesamt 13.579 arbeitslosen Personen waren 4.418 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 3.136 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 6.025 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar zeigt sich im Mai 2026 belebt. Positiv zu bewerten ist vor allem die Entwicklung der Nachfrage nach neuen Arbeitskräften: Unternehmen in beiden Landkreisen haben im vergangenen Monat spürbar mehr Personal gesucht als noch vor einem Jahr. In Limburg-Weilburg stiegen die neu gemeldeten Stellen gegenüber Mai 2025 um 48,6 Prozent, im Lahn-Dill-Kreis um 40 Prozent. Damit setzt sich ein Trend fort, der auf eine durchaus wachsende Zuversicht vieler Betriebe schließen lässt.

„Die merklich gestiegene Nachfrage nach Personal ist ein wichtiges Signal für unseren regionalen Arbeitsmarkt. Sie zeigt, dass Unternehmen trotz erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheiten wieder stärker in Beschäftigung investieren und ihren Personalbedarf aktiv planen“, ordnet Petra Kern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar, die Entwicklung ein. Mit Blick auf das bisherige Jahresgeschehen zeigt sich ein differenziertes Bild: Während die Stellenzugänge seit Jahresbeginn in Limburg-Weilburg mit einem Minus von 6,5 Prozent noch leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, verzeichnet der Lahn-Dill-Kreis im gleichen Zeitraum einen deutlichen Zuwachs von 20 Prozent. Dies unterstreicht die insgesamt robuste Arbeitsmarktlage in der Region, ist aber zudem ein wichtiges Zeichen für den Lahn-Dill-Kreis, der in den vergangenen Monaten von deutlichen Abbautendenzen betroffen war.

Parallel dazu ist die Arbeitslosigkeit in beiden Landkreisen im Mai saisonüblich zurückgegangen. Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Limburg-Weilburg: Dort liegt die Zahl der arbeitslosen Menschen erstmals seit Juli 2022 wieder unter dem Wert des jeweiligen Vorjahresmonats. „Dass die Arbeitslosigkeit in Limburg-Weilburg erstmals seit fast vier Jahren wieder unter dem Vorjahresniveau liegt, ist ein ermutigendes Zeichen, wir können noch nicht von einer Trendwende sprechen, aber die Richtung stimmt. Die aktuellen Parameter verdeutlichen, dass der regionale Arbeitsmarkt trotz aller Krisen über Stabilität und Anpassungsfähigkeit verfügt“, so Petra Kern.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Mai im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,2 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im Mai 2025 betrug die Quote 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 5.020 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 217 weniger als im April (-4,1 Prozent) und 129 weniger als vor einem Jahr (-2,5 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 5,5 Prozent, 5.233 Personen waren seinerzeit im Schnitt arbeitslos.

Im aktuellen Monat wurden 37,5 Prozent (1.884 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 155 Personen (-7,6 Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 31 Arbeitslose (+1,7 Prozent) gestiegen. 62,5 Prozent (3.136 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Mai beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 62 Arbeitslosen (-1,9 Prozent). Gegenüber Mai 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 4,9 Prozent (160 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Bürgergeld) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2025 waren bei der Arbeitsagentur 2.011 Arbeitslose und beim Jobcenter 3.221 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer sank gegenüber dem Vormonat um 148 auf 2.895 Arbeitslose (-4,9 Prozent). Bei den Frauen verminderte sich die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 69 auf 2.125 Erwerbslose (-3,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 18 Arbeitslose (-0,6 Prozent) und bei den Frauen um 111 Arbeitslose (-5,0 Prozent) ab. 2025 waren jahresdurchschnittlich 3.005 Männer und 2.228 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Mai um 5,7 Prozent oder 34 arbeitslose Personen gesunken. Aktuell sind 564 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 65 mehr als vor einem Jahr (+13,0 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 562 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) ist die Zahl im aktuellen Monat um 82 Betroffene auf 1.645 Arbeitslose zurückgegangen (-4,7 Prozent). Sie liegt damit um 59 Personen oder 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.687 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im Mai bei 280 Personen und somit um 15 Person oder 5,1 Prozent unter dem Vormonatswert. Gegenüber Mai 2025 war ein Rückgang um 22 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-7,3 Prozent). Im Jahr 2025 waren jahresdurchschnittlich 309 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 2.014 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 61 arbeitslose Ausländer weniger als im April (-2,9 Prozent) und 87 weniger als vor einem Jahr (-4,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2025 waren 2.153 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Gegenwärtig weist die Statistik 1.606 Langzeitarbeitslose aus, 43 weniger als im Vormonat (-2,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 35 Personen oder 2,2 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 1.549 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Mai 2026 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 272 Vermittlungsaufträge. Dies waren 89 Stellen mehr als im Mai 2025 (+48,6 Prozent). 2025 wurden insgesamt 2.635 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2025 bis Mai 2026 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.209 Ausbildungs-suchende. Dies waren 80 oder 7,1 Prozent mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 658 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 531). Demgegenüber weist die Ausbildungsmarktstatistik insgesamt 891 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Dies sind 24 Stellen bzw. 2,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die statistische Abbildung der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist allerdings unvollständig. Hintergrund sind prozessuale Umstellungen. Demnach lag die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Mai 2026 schätzungsweise um 7 Prozent höher als bisher ausgewiesen. 471 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2025 waren noch 490 Ausbildungsstellen frei.

Quelle: Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Erinnerungen
Rosenhang Museum | Mi., 27.5.2026 bis Di., 9.6.2026 23:59 Uhr

Vernissage 31.05.2026, 15 h

Axel Becker wurde am 15. Dezember 1965 in Frankfurt/Main geboren. Er hatte als Master-Student bei Prof. Diminic gearbeitet. Als aktiver und anerkannter Künstler und Bildhauer ist Axel Becker seit über 20 Jahren aktiv. Seine Arbeiten werden national und international in Galerien, Museen und Biennalen gezeigt wie in Italien, Kroatien, Slowenien, China, Japan, Schweiz, Monaco, Spanien, Vatikan, Österreich, USA, Großbritannien, Israel, Saudi Arabien, Brasilien, Ungarn und Frankreich. In Italien und Deutschland sind seine Werke in Museumssammlungen vertreten (wie Fondazione Museo Crocetti, Rome, Galerie – Museum Villa Seiz, Schwäbisch Gmünd).

Für seine Werke erhielt Axel Becker eine Vielzahl von Auszeichnungen wie zwei Awards bei der Biennale London 2021, der Biennale Florenz 2021.

Axel Becker ist als Künstler Mitglied im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart und im Badischer Kunstverein in Karlsruhe. Axel Becker entwickelte seine persönliche Handschrift mit meist dreidimensionalen Bildern in minimalistischem Stil. Hiermit möchte er einen wirksamen Kontrast zu der mit Informationen überladenen Welt setzen. Die Bilder holen den Betrachter auf wenige einprägsame Objekte zurück, die den Blick des Betrachters auf das einzelne Kunstwerk fokussieren. Seine Kunst ist ein wirksamer Kontrast zum heutigen „Informations-Overload“. Einfach, klar und künstlerisch anspruchsvoll. Weiterhin erstellt er Skulpturen aus Carbon, Fiberglas, Keramik und Bronze.

Antonio Esposito ist ein vielseitiger Meister der Kunst, der sich lieber als Handwerker denn als Schöpfer brillanter Gemälde bezeichnet. Angetrieben von einer großen Leidenschaft für die Kunst, die ihn seit seiner Jugend begleitet, und dem ständigen Wunsch zu experimentieren, verbindet er intellektuelle Stärke mit einer lockeren und instinktiven Gestik, mit der er komplexe Themen angeht, die oft mit der existenziellen Dimension verbunden sind. Die Kunst von Antonio Esposito ist lebendig und tiefgründig, sie entsteht nicht aus einem gründlichen Studium der Technik, sondern aus einer spontanen Herangehensweise an die Disziplin und aus einer sich ständig weiterentwickelnden Forschung, durch die der Künstler sich selbst und die Welt um ihn herum entdeckt.

Antonio Esposito experimentiert gerne mit verschiedenen Techniken und Materialien, durch die er eine einzigartige Sensibilität für das auf der Oberfläche der Leinwand aufgetragene Material zum Ausdruck bringt, was zu immer neuen Ergebnissen führt. Sein Malstil wird von Assemblagen und inneren Kräften sowie von Farbe und Helldunkelmodulationen mit strukturellen und geometrischen Spannungen genährt.

Insbesondere die Kugel ist ein Element, das in Espositos Werken häufig wiederkehrt: freie Kugeln, die in der Luft schweben oder umgekehrt in einem empfindlichen Gleichgewicht auf flachen, dünnen und daher prekären Oberflächen platziert sind.

Beim Betrachten seiner Werke ist es ganz natürlich, Fragen zu stellen, über die phänomenale Realität hinauszugehen und sich an Orte zu begeben, an die sich viele nicht wagen können – oder wollen. Daher besteht seine künstlerische Absicht nicht darin, Antworten zu geben, sondern eine tiefgreifende, existenzielle Reflexion anzuregen, motiviert durch das Bedürfnis, das Potenzial des menschlichen Intellekts und ganz allgemein die Lebenskraft, die die gesamte Schöpfung durchdringt, zu erforschen.

Seine Werke sind in zahlreichen Publikationen vertreten und wurden in bedeutenden Ausstellungen präsentiert.

Text: Martina Scavon, Kunsthistorikerin

Silvana Landolfi lebt und arbeitet in Rom. Sie hat das künstlerische Schaffen stets als wichtigste Ausdrucksform der individuellen Freiheit des menschlichen Geistes betrachtet, ein Gefühl, das sie im Laufe der Jahre zur Erforschung und Verbesserung der Technik geführt hat, die ihr künstlerisches Schaffen auszeichnet und unverwechselbar macht.

Ausgestattet mit einer starken Persönlichkeit und dank einer besonderen Technik, die aus dem Experimentieren und der Vermischung traditioneller Materialien mit den innovativsten und zeitgenössischsten entstanden ist, orientiert sich Silvana Landolfis Stil an der Welt der geometrischen Abstraktion.

Ausgehend von einem akribischen Entwurf, der über die Fragmentierung von Blickwinkeln bis hin zu einer eleganten Wesentlichkeit der Formen führt, strebt Landolfi nach zeitlichen Harmonien und schafft faszinierende Szenarien, in denen Geometrien die Protagonisten sind. In ihrem künstlerischen Universum treffen Kunst und Handwerk aufeinander und nehmen an einem Dialog teil, der auf Komplizenschaft basiert und aus dem Werke entstehen, die das Ergebnis von Reflexionen über lebenswichtige Faktoren der Existenz wie Zeit und Raum sind: Raumkomposition und Erzählung sind genau die beiden Eckpfeiler, um die sich Landolfis Produktion entwickelt, die sich leicht als eine kontinuierliche Erzählung über den Fluss der Zeit und die emotional-sensorische Dimension definieren lässt.

Landolfis Kunst ist zweifellos eine Kunst in ständiger Entwicklung, die auf neuen Ausdrucksformen und einem beispiellosen Interpretationsansatz basiert, was zur Schaffung einer dynamischen und raffinierten Harmonie führt, die in ihrer Einfachheit äußerst elegant und in ihren Details lebendig ist.

Die Künstlerin hat an zahlreichen bedeutenden Ausstellungen teilgenommen und ihre Werke wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht.

Text: Martina Scavone, Kunsthistorikerin

TOP Firmen für Sie