26.05.2026

Jahreshauptversammlung gab Überblick über vergangene Aktivitäten und anstehende Projekte

Der Weilburger Museumsverein unterstützt erfolgreich das Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

Foto: Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg

Der Weilburger Museumsverein hielt seine Jahreshauptversammlung im Kleinen Kabinett des Bergbau- und Stadtmuseums ab. Der Erste Vorsitzende Matthias Knaust begrüßte neben den erschienenen Mitgliedern und dem Vorstand Museumsleiter Holger Redling und gab einen detaillierten Überblick über die Aktivitäten der zurückliegenden Monate. Der Verein finanzierte einen direkt vor dem Museum aufgestellten Fahnenmast mit einer Fahne, die auch vom Marktplatz aus zu sehen ist und deutlich auf das Museum hinweist. Die auffallende und dennoch stilvolle Werbung macht Touristen und Einheimische auf eine kulturelle Einrichtung aufmerksam, die didaktisch wie inhaltlich zu den herausragenden Museen Hessens zählt, die nur selten in Städten der Größenordnung Weilburgs anzutreffen sind.

Von der Ersterwähnung 906 bis heute spannt sich der Bogen der Weilburger Geschichte in einem anschaulichen chronologischen Rundgang mit zahlreichen Exponaten, Bildern und kurzen erklärenden Texten. Der „Tiefe Stollen“ zeigt als realistisch nachgebautes Bergwerk mit funktionsfähigen Maschinen auf einer Länge von ca. 200 Metern Abbau, Fördereinrichtungen und Schächte. Die jährlich ansteigenden Besucherzahlen unterstreichen die Attraktivität des städtischen Museums, der neue gut sichtbare Fahnenmast weist mit seiner Fahne auf das historische Museumsgebäude am Schlossplatz hin. Die Kosten, die in voller Höhe vom Museumsverein finanziert wurden, belaufen sich einschließlich des Fundaments auf 2300 €. Weiterhin wurden zur besseren Ausleuchtung der Ausstellungsflächen im Erdgeschoss moderne LED-Scheinwerfer für 10.000 € angeschafft, die mit 2600 € vom Museumsverein bezuschusst wurden.

Matthias Knaust führte weiter aus, dass die vorhandenen finanziellen Rücklagen des Vereins auch für die künftige Neugestaltung der Bergbau-Ausstellung verwendet werden sollen. Hier wird über den Hessischen Museumsverband zunächst eine entsprechende Fachberatung stattfinden. Dem Verband gehören inzwischen 400 hessische Museen an, auch das Bergbau- und Stadtmuseum, und bietet neben fachlichen Beratungen auch Weiterbildungsangebote an. Darüber hinaus soll eine Landesförderung in Höhe von etwa 50 Prozent der Gesamtkosten beantragt werden, die sich voraussichtlich auf ca. 50.000 – 60.000 € belaufen, damit das Projekt realisiert werden kann. Der Museumsverein wird zusätzlich mindestens 15.000 € bereitstellen. Die Neugestaltung der Homepage des städtischen Museums soll ebenfalls in Angriff genommen werden. Sie soll noch übersichtlicher als bisher gestaltet und mit weiteren Fotos und kurzen informativen Texten versehen werden. Auch diese Kosten in Höhe von 3500 € werden vom Museumsverein bezuschusst.

Des Weiteren weisen Matthias Knaust und Museumsleiter Holger Redling auf den Tag des Offenen Denkmals am 13.09. dieses Jahres hin: Bei freiem Eintritt können die Besucher des Bergbau- und Stadtmuseums in aller Ruhe die zahlreichen Ausstellungsräume erkunden und die vielfältige Geschichte der barocken Residenz Weilburg auch mit Hilfe von Audio-Guides oder auf Wunsch mit einer kostenlosen Führung auf sich wirken lassen. Im Erdgeschoss des Museums wird ein Café eingerichtet werden, einem Ort der Begegnung, wo man sich zum Gedankenaustausch trifft und nach einer längeren Besichtigungstour bei Kaffee und Kuchen verweilen kann.

Museumsleiter Holger Redling bedankte sich beim Vorstand des Museumsvereins für die gute Zusammenarbeit und gab anschließend einen Überblick über die zahlreichen Ausstellungen der vorangegangenen 2 Jahre. Das Jahr 2024 startete im Kleinen Kabinett des Museums u.a. mit einer gut besuchten Ausstellung „Mathilde von Canossa“, gefolgt von einer Aquarell-Ausstellung zum 30. Todestag von Josef Müller-Pauly. Mit der Präsentation des Weilburg-Kalenders, dem Tag des offenen Denkmals und des Internationalen Museumstages (sowie einer Ausstellung von Ulrike Grüttner-Helmreich) endete ein gemessen an den Besucherzahlen sehr erfolgreiches Jahr. Die Saison 2025 startete mit der Ausstellung von Dorothee Impelmann, deren Bilder von Zechen und Verhüttung sowie von verlassenen Industriebauten sich thematisch gut in die Bergbauabteilung des Museums einfügte.

Im Anschluss daran konnte Holger Redling den ehemaligen Leiter des städtischen Museums Paul Wienand für eine Ausstellung seiner Kunst in Form von Bildern und Objekten gewinnen. Nach Edeltraud Göpels „Blauen Bildern“ und einer Gemeinschaftsausstellung (Hildebrand, Kissel,Lisken) und dem Weilburg-Kalender kombiniert mit einer Ausstellung von historischen höchst interessanten Briefmarken von Ulrich Finger beendete die Jahresausstellung des Künstlerforums 24 die Saison. Museumsleiter Holger Redling wies auf die kontinuierlich ansteigenden Besucherzahlen der zahlreichen Kunst-Ausstellungen hin, die immer mehr das Interesse der interessierten Öffentlichkeit finden. In diesem Jahr sind Ausstellungen u.a. mit Werken von Bombolo sowie die Ausstellung zum Kunstpreis der Stadt Weilburg geplant. Museumsleiter Redling zeigte sich sehr zufrieden mit den stetig ansteigenden Besucherzahlen des Bergbau- und Stadtmuseums, die sich zuletzt im Jahr 2025 auf über 13.000 beliefen.

Der Vorsitzende Matthias Knaust bedankte sich im Namen des Vorstands des Museumsvereins ausdrücklich bei den Mitgliedern und Förderern, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden die Arbeit des Vereins und damit die Unterstützung des städtischen Museums erst ermöglichen. Aufgabe und Ziel des Museumsvereins ist auch weiterhin die Begleitung und Förderung des von der Stadt Weilburg eingerichteten und unterhaltenen Bergbau- und Stadtmuseums, die Mitgliedschaft im Verein kostet lediglich 12€ je Jahr und kann über die Homepage des Museums (www.museum-weilburg.de) oder direkt im Museum beantragt werden. Matthias Knaust bedankte sich anschließend bei Museumsleiter Holger Redling und dem gesamten Museumsteam für die überaus vertrauensvolle gute Zusammenarbeit und schloss mit dem Bergmannsgruß „Glück auf!“ die Jahreshauptversammlung.

Quelle: Bergbau- und Stadtmuseum Weilburg


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