30.08.2026
Anwesende waren interessiert daran, die heimischen Fledermäuse zu unterstützen
Erfolgreiche "Batnight" beim NABU Essershausen
Die Besucher staunten über die fliegenden Säugetiere Christoph Gath
Gut besucht war die diesjährige Batnight in Essershausen, zu der der NABU Essershausen eingeladen hatte. Zahlreiche Naturinteressierte kamen zusammen, um mehr über die geheimnisvollen nachtaktiven Säugetiere zu erfahren und sie bei ihrer nächtlichen Jagd zu beobachten.
Der Vorsitzende des NABU Essershausen, Christoph Gath, begrüßte die Gäste und führte gemeinsam mit dem Fledermausexperten Daniel Rösen durch den Abend. Beide vermittelten anschaulich, welche wichtige Rolle Fledermäuse im ökologischen Gleichgewicht spielen. Besonders beeindruckend war die Information, dass einzelne Fledermäuse in einer Nacht mehr als 1000 Insekten fressen können. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur natürlichen Schädlingsbekämpfung.
Nach einer Einführung in die Lebensweise der Tiere ging es ans Beobachten. Ausgerüstet mit sogenannten Bat-Detektoren konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die für Menschen normalerweise nicht hörbaren Ultraschallrufe der Fledermäuse wahrnehmen. Die Geräte wandelten die hohen Frequenzen in hörbare Töne um und machten so die Jagdflüge der Tiere erlebbar. Mit etwas Geduld ließen sich mehrere Fledermäuse beobachten, die lautlos durch die Dämmerung flogen und im schnellen Zickzackkurs nach Insekten suchten.
Die Fledermäuse sind auf geeignete Quartiere und ein ausreichendes Nahrungsangebot angewiesen. Alte Bäume, ungestörte Dachböden und naturnahe Gärten bieten ihnen wichtige Rückzugsräume. Gleichzeitig gefährden der Verlust von Lebensräumen, der Einsatz von Insektiziden und der Rückgang vieler Insektenarten ihre Bestände.
Die gut besuchte Veranstaltung zeigte, wie groß das Interesse am Schutz der heimischen Natur ist. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Möglichkeiten zu informieren, Fledermäuse im eigenen Umfeld zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise das Anbringen spezieller Fledermauskästen, der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sowie eine insektenfreundliche Gestaltung von Gärten.
Zum Abschluss bedankten sich Christoph Gath und Daniel Rösen bei den Teilnehmenden für ihr Interesse. Die Batnight in Essershausen machte eindrucksvoll deutlich, dass Fledermäuse keineswegs unheimliche Tiere sind, sondern faszinierende und unverzichtbare Bewohner unserer Landschaft.
Auf www.nabu-essershausen.de gibt es weitere Infos rund um die Naturschutz-Pioniere aus dem Weiltal.
Quelle:
NABU Essershausen