30.05.2026
Hohe Kosten und verändertes Konsumverhalten setzen Restaurants weiter unter Druck
Gastronomie in der Krise: Tausende Betriebe geben auf
Foto: Pixabay.com/Bru-nO
Die Lage in der Gastronomie bleibt angespannt. Bundesweit mussten seit 2020 mehr als 11.000 Betriebe Insolvenz anmelden. Allein in den Jahren 2024 und 2025 gaben rund 24.500 Restaurants, Gaststätten und Lokale ihren Betrieb auf.
Wie eine aktuelle Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt, stieg die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2025 um fast 30 Prozent. Besonders betroffen sind Restaurants, Imbisse und Cateringbetriebe.
Hohe Kosten belasten die Branche
Viele Gastronomiebetriebe kämpfen weiterhin mit den Folgen der vergangenen Krisen. Pandemie, steigende Energiepreise, Inflation sowie höhere Kosten für Lebensmittel, Mieten und Personal setzen vor allem kleine, inhabergeführte Betriebe unter Druck.
Hinzu kommt ein verändertes Konsumverhalten: Immer mehr Menschen nutzen Lieferdienste oder verzichten aus Kostengründen auf Restaurantbesuche.
Gerade in kleineren Städten und ländlichen Regionen könnte der Wandel zunehmend sichtbar werden. Wenn traditionelle Gaststätten schließen, verlieren Orte oft wichtige Treffpunkte und soziale Anlaufstellen.
Finanzielle Lage vieler Betriebe kritisch
Die Untersuchung zeigt außerdem, dass viele Unternehmen nur geringe finanzielle Rücklagen haben. Zahlreiche Betriebe arbeiten mit niedrigen Gewinnmargen oder schreiben bereits Verluste. Experten rechnen deshalb damit, dass die Zahl der Insolvenzen auch 2026 weiter steigen könnte.
Die Gastronomie steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Ob steuerliche Entlastungen und politische Maßnahmen ausreichen, um die Branche langfristig zu stabilisieren, bleibt offen.
Den vollständigen Report der Creditform Wirtschaftsforschung zum Thema Krise in der Gastronomie finden Sie hier: www.creditreform.de.
Foto: Creditform
Quelle:
Creditform