13.07.2026

Jeder Funke kann zur Katastrophe werden

HessenForst schlägt Alarm: Hohe Waldbrandgefahr

Foto: Pixabay.com/Ylvers

Die Wälder Hessens stehen erneut vor heißen Sommertagen – und mit ihnen wächst die Sorge vor neuen Waldbränden. Was für viele Menschen nach Sommer, Sonnenschein und einem Ausflug ins Grüne klingt, bedeutet für Förster und Einsatzkräfte höchste Alarmbereitschaft.

Die anhaltende Trockenheit und die steigenden Temperaturen lassen die Waldbrandgefahr von Tag zu Tag weiter ansteigen. Dass diese Warnung keineswegs theoretischer Natur ist, zeigen die Zahlen: Seit Beginn des Jahres 2026 wurden in Hessen bereits rund 50 Waldbrände registriert. Insgesamt brannten dabei etwa 65.000 Quadratmeter Waldfläche – wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen, der oft in wenigen Minuten zerstört wird und Jahrzehnte braucht, um sich zu erholen.

Die Bilder von lodernden Flammen, dichter Rauchentwicklung und Feuerwehrkräften im Dauereinsatz sind vielen noch aus den vergangenen Sommern in Erinnerung. Doch die erschreckende Wahrheit ist: In den allermeisten Fällen beginnt ein Waldbrand nicht durch Blitzschlag oder Naturgewalten, sondern durch menschliche Unachtsamkeit. Nach Angaben von HessenForst gehen rund 90 Prozent aller Waldbrände in Deutschland auf menschliches Fehlverhalten zurück.

Ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel, ein Funke vom Grill oder ein Fahrzeug, das auf trockenem Gras abgestellt wird – oft genügt eine Kleinigkeit, um eine verheerende Kettenreaktion auszulösen.

HessenForst appelliert deshalb eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, sich verantwortungsvoll zu verhalten. Offenes Feuer und Rauchen sind im Wald sowie in dessen unmittelbarer Nähe verboten. Grillen ist ausschließlich an ausdrücklich ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. Fahrzeuge sollten niemals auf trockenen Grasflächen oder am Wegesrand abgestellt werden, da selbst heiße Fahrzeugteile einen Brand entfachen können.

Moritz Frey, Pressesprecher von HessenForst, bringt es auf den Punkt: „Der Schutz unserer Wälder ist eine gemeinsame Aufgabe. Wir appellieren an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, die geltenden Regeln konsequent einzuhalten und bei Verdacht auf einen Brand umgehend die Feuerwehr zu verständigen. Schon ein einzelner Funke kann schwerwiegende Folgen haben.“

Wer Rauch oder offene Flammen bemerkt, sollte keine Zeit verlieren und sofort den Notruf 112 wählen. Entscheidend ist dabei, den Brandort möglichst genau zu beschreiben, damit die Feuerwehr schnell eingreifen kann. Gerade in den ersten Minuten entscheidet sich häufig, ob ein kleines Feuer rasch gelöscht werden kann oder sich zu einem großflächigen Waldbrand entwickelt.

Unsere Wälder sind weit mehr als Naherholungsgebiete. Sie sind Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten, Klimaschützer, Sauerstofflieferanten und ein wichtiger Bestandteil unserer Heimat. Ihr Schutz liegt nicht allein in den Händen von Försterinnen, Förstern oder Feuerwehr – sondern in der Verantwortung jedes Einzelnen. Denn manchmal entscheidet tatsächlich nur ein einziger Funke darüber, ob ein Wald auch morgen noch grün ist.

Quelle: Sabine Gorenflo DJV


TOP Nachrichten

Veranstaltung

Schnupperkurs: Arbeiten mit Marmor
Lahn-Marmor-Museum Villmar | Fr., 17.7.2026 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Die Region zwischen Wetzlar und Katzenelnbogen war über vier Jahrhunderte auch eine Region der Steinmetze und Bildhauer. Heute finden sich hier kaum noch Vertreter dieser Berufsgruppe, da der Marmorabbau an der Lahn in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eingestellt worden ist. 

Wer selbst einmal - wie die Vorväter - mit Hammer und Meißel den Marmor von der Lahn bearbeiten möchte, hat die Möglichkeit, im Rahmen eines Schnupperkurses eigene Erfahrungen zu sammeln bzw. zu vertiefen. 

 

Wann:  Freitag, 17. Juli 2026 von 14:00 - 18:00 Uhr bis Samstag, 18. Juli 2026 von 10:00 - 16:00 Uhr

Wo: 65606 Villmar, Lahn-Marmor-Museum, Oberau 4

Info: Schnupperkurs mit Ulrich Belz: Kennenlernen des Materials und der Werkzeuge, Einführung in die Marmorbearbeitung, schleifen und polieren. Das Werkzeug wird gestellt. Schutzbrille und Schutzhandschuhe sind mitzubringen

Kosten: 65,00 Euro (incl. Material)

Anmeldung: 

Kontakt: Lahn-Marmor-Museum, Mail: , Tel. 06482 6075588, Infos zum Schnupperkurs bei Ulrich Belz: Tel. 06482 5090, www.lahn-marmor-museum.de

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