18.07.2026
Besonders junge Menschen verunglücken häufig
Immer mehr E-Scooter-Unfälle: Verkehrswacht fordert Fahrtrainings
Foto: Pixabay.com/KristofTopolewski
Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern ist erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verunglückten im vergangenen Jahr deutschlandweit 14.936 Menschen auf einem E-Scooter. 33 Personen kamen dabei ums Leben. Mehr als die Hälfte der Verunglückten war jünger als 25 Jahre.
Zu den häufigsten Unfallursachen zählen das Fahren auf dem Gehweg, unangepasste Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer sowie die unerlaubte Nutzung eines E-Scooters durch zwei Personen gleichzeitig. Auch der Anteil der Alleinunfälle ist hoch: Rund 30 Prozent der Unfälle ereigneten sich ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. Zudem wurden 822 Mitfahrerinnen und Mitfahrer bei Unfällen verletzt.
Verkehrswacht setzt auf Prävention
Die Deutsche Verkehrswacht sieht vor allem die Nutzerinnen und Nutzer selbst in der Verantwortung und fordert gezielte Trainingsangebote. Ziel sei es, die Fahrzeugbeherrschung zu verbessern, Verkehrsregeln zu vermitteln und ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr zu fördern.
„Viele der häufigsten Unfallursachen sind vermeidbar“, betont Kirsten Lühmann, Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht. Fehler wie das Fahren unter Alkoholeinfluss, auf dem Gehweg oder mit einer zweiten Person auf dem E-Scooter ließen sich durch mehr Aufklärung und Training reduzieren.
Kostenlose Plattform für mehr Sicherheit
Mit der neuen Online-Plattform www.scootskills.de stellt die Deutsche Verkehrswacht Informationen und Materialien für E-Scooter-Trainings bereit. Das Angebot richtet sich an Schulen, Betriebe, Jugendeinrichtungen, Behörden sowie weitere Organisationen, die Sicherheitstrainings anbieten möchten. Auch Privatpersonen finden dort Tipps für den sicheren Umgang mit E-Scootern.
Quelle:
Deutsche Verkehrswacht